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Technologie und Teamwork treiben die F1 an - das weiß auch Christian Horner

Der Teamchef von Aston Martin Red Bull Racing stellt Teamwork und Zusammenhalt über alles, um am Ende erfolgreich zu sein.
Autor: Trish Medalenveröffentlicht am
Die Formel 1 ist der größte Team-Sport der Welt und als Christian Horner mit 31 Jahren zu Red Bull Racing kam, war er der jüngste Teamchef im Startaufgebot. Nur fünf Jahre später, im Jahr 2010, gewann Red Bull Racing mit Horner als jüngsten Teamchef überhaupt zum ersten Mal die Konstrukteurs-Weltmeisterschaft der Formel 1 - es sollte bis heute der erste von insgesamt acht weiteren Titeln werden.
Während Studententeams auf der ganzen Welt daran arbeiten, ins Red Bull Basement-Programm für junge Ideen einzusteigen, spricht Horner vom seiner Meinung nach wichtigsten Faktor für Erfolg: Teamwork.
Christian Horner
Christian Horner
Genauso wie die Studenten bei Red Bull Basement war Horner jung, als er damit begann, Teams anzuführen. Bereits in seinen frühen 20er-Jahren launchte er ein Team in der F3000.
"Ich bin für mein eigenes Teams ins Rennen gegangen und dadurch habe ich eine Menge darüber gelernt, ein kleines Unternehmen und ein Team zu führen. Dann habe ich aufgehört, Rennen zu fahren und wurde zum Teamchef - ich habe die Formel 3000 drei Jahre in Folge gewonnen. Und dann hat Red Bull Kontakt mit mir aufgenommen, um am neuen Formel 1-Team mitzuwirken."
Es ist nicht überraschend, dass Horner das Teamwork über alles andere stellt. Er führt grob gerechnet 900 Menschen und 22 Departements an, die alle kommunizieren und zusammenarbeiten müssen, um ihr Ziel, Siege einzufahren, zu erreichen.
"Der wichtigste Faktor sind nicht die Gebäude oder die Maschinen; es sind die Menschen, deren Denkarbeit und die Art und Weise, wie sie zusammenarbeiten. Die Leute leben voneinander. Und wenn du den richtigen Stimulus für die Gruppe findest, wenn sie ihren Ideen freien Lauf lassen und sie aufeinander eingehen, das treibt auch die Performance des Autos nach vorne. Das ist essenziell."
Seit Horner zum ersten Mal im Fahrerlager stand, hat sich in der Formel 1 einiges getan. Vor allem die Technologie und die damit einhergehenden Möglichkeiten sind hier von Bedeutung. Horner ist dabei von Anfang an mitgegangen.
"Der Fortschritt der Technologie hat auch unseren Sport weitergebracht. Er gehört zur DNA von dem, was wir machen. Angefangen bei den Simulationen, dem Werkzeug, das wir verwenden, bis hin zur KI - das alles hat unsere Arbeitsweise so unglaublich verändert; vor allem in den letzten 10 Jahren. Riesige Unternehmen verwenden die Formel 1, um deren Technologie zu testen und Meilensteine zu setzen, bevor sie in den breiten Markt eingeführt wird."
Wenn du an deine Idee und an dich selbst glaubst, kannst du alles erreichen.
Chrisitan Horner OBE
Christian Horner OBE
F1
Als Teamchef einer neuen Generation hat Horner die F1 mächtig aufgemischt.
"Wir sind quasi Nonkonformisten - die Querdenker im Rennstall. Wir spielen unsere Musik laut und die Leute genießen die Arbeit. Das ist wichtig, da genau das unseren Team-Spirit verkörpert. Das heißt nicht, dass es weniger ernsthaft zugeht, es ist einfach ein anderer Vibe - ein inklusiverer Vibe. Die Leute brauchen die richtigen Foren, wo sie ihre Ideen einbringen und pushen können, einen Raum, der ihnen ermöglicht, objektiv auf Probleme einzugehen und Lösungen zu finden."
Gespräch über die richtige Taktik mit Max Verstappen.
Gespräch über die richtige Taktik mit Max Verstappen.
Horner ist stolz darauf, dass das Teamwork der gesamten Formel 1-Familie der gesamten Welt einschlägige Technologie bereitstellt.
"Die Formel 1 ist der Inbegriff von Teamwork. Wir werden für viele Fallstudien herangezogen, die sich mit unserem Entscheidungsprozess in der Krise und unseren Teamstrukturen beschäftigen. Erst kürzlich hat die Formel 1 mit den Ventilatoren, die in Großbritannien für die COVID-Patienten gebraucht wurden, gezeigt, dass sie dazu in der Lage ist, Lösungen zu finden, für die andernfalls drei Jahre notwendig gewesen wären. Wir haben das in etwa einem Monat erreicht."
Auf die Frage, was er an seinem Job am meisten mag, nennt Horner ohne zu zögern die Zusammenarbeit.
"Ich genieße es, mit Leuten zu arbeiten. Wenn du ins Büro fährst, weißt du nie, mit welchen Herausforderungen du konfrontiert wirst. Es ist ein Rennen, das im März beginnt und bis Ende November andauert. In diesem Zeitraum geht es darum, das Auto weiterzuentwickeln und das Meiste aus dem Team heraus zu kitzeln, aus den Fahrern, aus der Strategie; all diese Elemente. Es geht um diesen Teamgeist, der am Ende alles zusammenbringt."
Als Meister des Teamworks...Wie denkt Horner selbst über Red Bull Basement, dem neuen Programm, das Studenten aus aller Welt dazu einlädt, Innovationsgeist zu zeigen und die Welt von morgen zu ändern?
"Red Bull Basement ist ein hervorragendes Forum, um deine Ideen und deine Visionen in die Tat umzusetzen. Willst du die Welt verändern, musst du anders denken - genau das macht den Unterschied. Bei Basement geht es darum, die Kreativität und die Inklusion zu fördern. Wenn du an deine Idee und an dich selbst glaubst, kannst du alles erreichen."