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Civilization 6: Tipps für die ersten 150 Runden

© Hersteller
Autor: Sönke Siemens
Diese zehn Profi-Tricks sollte jeder kennen.
Das am 21. Oktober erschienene Civilization 6 ist ein fantastisches Spiel mit kaum zu schlagender Langzeitmotion. Dennoch kann es durchaus vorkommen, dass sich nicht Einsteiger sondern auch Civ-Kenner durch die Flut an neuen Möglichkeiten und Gameplay-Veränderungen erschlagen fühlen. Damit ihr trotzdem den Überblick behaltet, haben wir zehn Tipps und Tricks zusammengestellt, um im Handumdrehen ein blühendes Imperium auf die Beine zu stellen.
Tomyris vom antiken Volk der Scythen
Tomyris vom antiken Volk der Scythen

1. Die Richtige Nation wählen

Civ-Grünschnäbel können sich allein schon durch die Wahl der richtigen Zivilisation in eine sehr günstige Ausgangslage bringen. Besonders zu empfehlen sind die Scythen oder Azteken. Erstgenannte weil sie in ihrer Rolle als nomadisches Reitervolk Zugriff auf wichtige Boni erhalten, die vor allem in der Anfangsphase viele Vorteile bieten. Bilden Scythen-Spieler beispielsweise Leichte Kavallerie aus, erhalten Sie nicht nur eine sondern gleich zwei solcher Einheiten. Außerdem genießen Scythen Vorteile im Kampf gegen Verwundete und werden leicht geheilt, wenn sie eine Schlacht gewinnen.
Die Azteken wiederum sind bei Einsteigern sehr beliebt, weil bereits erwirtschaftete Luxusgüter ihren Militäreinheiten Kampfboni verleihen – nicht nur bei der anfänglichen Konfrontation mit Barbaren extrem hilfreich. Hinzu kommt die Verfügbarkeit von Adler-Kriegern. Besiegen diese Einheiten einen Gegner, bleiben die Überlebenden als Bautrupp zurück. Da Azteken-Bautrupps das Errichten von Bezirken beschleunigen, macht das sogar gleich doppelt Sinn. Einziger Wermutstropfen: Nur Vorbesteller haben Zugriff auf das von Montezuma angeführte Volk der Azteken.
Der Hanse-Distrikt in der Nahansicht
Der Hanse-Distrikt in der Nahansicht

2. Städtewachstum vorantreiben

Florierende Städte zählen zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren in Civilization 6. Damit genau dieses Wachstum gelingt, sollte zunächst einmal der Standort der Stadt klug gewählt sein. Irgendwo im Nirgendwo zwischen trockener Wüste und schroffen Gebirgsketten den ersten Spatenstich zu setzen, hilft zweifelsohne niemandem weiter. Besser: Die Stadt in der Nähe eines Flusses gründen und sichergehen, dass ausreichend Weideland, Wälder und Felder mit Bodenschätzen angrenzen. Praktische Unterstützung liefern die sogenannte Siedleranzeige und Markierungsnadeln, um vorgeschlagene Orte abzuspeichern. Sind Standort und Name in Stein gemeißelt, ist der schnelle Bau von Kornspeichern und Wassermühlen unabdinglich – sofern es die Staatskasse zulässt, gerne auch beschleunigt durch den Einsatz barer Münze. Darüber hinaus sollte man immer auf einzigartige Distrikte wie die Akropolis und die Hanse hinarbeiten. Sie nämlich werden nicht vom Distriktlimit einer Stadt beeinflusst, sind vergleichsweise schnell erreichtet und bieten auf lange Sicht zahlreiche Vorteile. Eure Stadt braucht dringend einen kurzzeitigen Wachstumsschub? Dann am besten einen Bautrupp ins Umland schicken und dort – sofern verfügbar – das Marschland „abernten“.
Kampfgebiete sollten Siedler tunlichst meiden
Kampfgebiete sollten Siedler tunlichst meiden

3. Der Siedlerklau – fies aber effizient

Um möglichst schnell auch an anderen Orten Städte aus dem Boden zu stampfen, schickt man für gewöhnlich Siedlertrecks auf die Reise. Gewiefte Strategen sollten zusätzlich jedoch immer auch nach KI-Siedlern Ausschau halten, die sie eventuell gefangen nehmen könnten. Hintergrund:
Solche Einheiten verwandeln sich bei ihrer Gefangennahme nicht – wie noch in Teil fünf – in Arbeiter, sondern bleiben Siedlereinheiten, die ihr dann selbst kontrollieren dürft. Bestes Gegenmittel: Klar, ausreichender Geleitschutz.
Vorausschauende Planung ist das A und O
Vorausschauende Planung ist das A und O

4. Den Überblick behalten

Wie schon bei Civilization 5 gilt auch hier die goldene Regel: Nur wer den geostrategischen Überblick behält, kann adäquate taktische Entscheidungen treffen, früh im Spiel Boni einsammeln und die Kommunikation mit potenziellen Stadtstaaten vorantreiben. All diese Zwecke erfüllen Späher, von denen ihr in den ersten Runden am besten gleich zwei auf die Reise schickt. Habt ihr dann erst einmal einen oder mehrere Stadtstaaten an der Angel, macht es Sinn, diese Beziehungen längerfristig aufrechtzuerhalten und auf diese Weise Gesandte zu generieren. Spannend wird’s, wenn ihr nach einer gewissen Zeit den Status „Suzerän“ erreicht. Die Folge: Gegen einen kleinen Obolus dürft ihr 30 Runden lang die Truppen des Stadtstaats befehligen – eine nicht zu unterschätzende Hilfe im Kriegsfall.
Gebirgsketten bremsen nahezu jede Armee aus
Gebirgsketten bremsen nahezu jede Armee aus

5. Clever fortbewegen

Vor allem Einsteiger machen immer wieder den Fehler, dass sie Einheiten wenig effizient über die Weltkarte bewegen, wodurch ihnen auf lange Sicht Nachteile entstehen. Nicht selten kommt es beispielsweise vor, dass andere Zivilisationen solchen Spielern besonders geeignete Stadtgründungsstandorte vor der Nase wegschnappen. Um dem vorzubeugen, sollte man sich zu Spielbeginn erst einmal in aller Ruhe mit den Einschränkungen der verschiedenen Terraintypen auseinandersetzen. Dschungel, Wälder und Hügel etwa verschlingen zwei Bewegungspunkte, flache Gegenden dagegen nur einen.
Weniger offensichtlich, aber extrem praktisch für eine sichere und effiziente Fortbewegung: In Civilization 6 könnt ihr nicht-militärischen Einheiten wie beispielsweise Siedlern eine militärische Einheit zur Seite stellen, die sie dann auf Schritt und Tritt begleitet. Speziell in der Anfangsphase extrem wichtig, um nicht den blutrünstigen, überall herumstreunenden Barbarenstämmen zum Opfer zu fallen.
Erkundung ist die halbe Miete
Erkundung ist die halbe Miete

6. Effektiv kämpfen

Kommt es zum Säbelrasseln mit anderen Militäreinheiten, solltet ihr stets die Vor- und Nachteile eurer betroffenen Einheiten im Hinterkopf behalten. Kavallerie zum Beispiel fügt Fernkämpfern massiven Schaden zu, hat dafür aber im Duell gegen Speerträger nichts zu lachen. Ebenfalls entscheidend ist das Terrain, auf welchem die Schlacht stattfindet. Zwischen Bergen und Wäldern zum Beispiel kann man sich für gewöhnlich ziemlich gut verschanzen. Gleiches gilt selbstredend für Stadtmauern – sie sollten, genau wie Fernkämpfer, in keiner Stadt fehlen, die sich im Visier von Aggressoren befindet.
Wissenswert für alle Eroberer: Besetzt man in Civilization 6 eine feindliche Stadt, muss man sich nicht mehr – anders als noch im Vorgängerspiel – mit einer Widerstandperiode herumschlagen und revoltierende Bürger durch den Bau eines Gerichtes besänftigen. Stattdessen reicht es, die bei der Belagerung in Mitleidenschaft gezogenen Gebäude zu reparieren und schon kehrt wieder der Normalzustand ein.
Erstmals gibt es zwei Technologiebäume
Erstmals gibt es zwei Technologiebäume

7. Gezielt forschen

Statt wie bisher mit einem, müsst ihr euch in Civilization 6 erstmals mit zwei Technologiebäumen auseinandersetzen. Der erste umfasst alle technische Errungenschaften. Baum Numero zwei beinhaltet dagegen alle kulturellen Entwicklungen, darunter unterschiedliche Regierungsformen. Doch was genau erforscht man nun am besten zuerst? Faustregel für Einsteiger: Am besten in den ersten 50 Runden den Hinweisen desjenigen Beraters folgen, der eurer Spielweise am besten entspricht. Angehende Imperialisten hören also eher auf den Militärberater, bekennende DaVincis auf den Wissenschaftsberater usw.
Hardrada ist der Anführer der Wikinger
Hardrada ist der Anführer der Wikinger

8. Agenda der Rivalen im Augen behalten

In Civilization 6 folgt jedes Volk einer vorgegebenen und einer zufällig zugeteilten Agenda. Erstgenannte hängt vom jeweiligen Herrscher ab. Theodore Roosevelt von den Amerikanern etwa verabscheut Gefechte auf eigenem Territorium, während Queen Victoria all diejenigen skeptisch beäugt, die vor ihr auf anderen Kontinenten Städte gründen. Qin Shin Huang von den Chinesen wiederum wird schnell neidisch – und schließlich feindselig –, wenn man zu viele Weltwunder in der Nähe seines Territoriums konstruiert. Kennt man diese Eigenschaften (Civilopedia studieren!) und passt sein Handeln entsprechend an, ist es deutlich einfacher, sich bestimmte Staatsmänner gezielt zum Freund oder Feind zu machen.
Ein probater Schutz gegen Missionare?
Ein probater Schutz gegen Missionare?

9. Mit den Religionen auseinandersetzen

Bereits in der anfänglichen Spielphase beginnt ein Wettlauf um den ersten Propheten. Findet man ihn, kann man zu den ersten gehören, die eine Religion gründen – was wiederum mit verschiedenen, wertvollen Boni einhergeht. Wichtig: Ihr müsst nicht notgedrungen eine vorgegebene Religion unterstützen, sondern könnt auch eure eigene gründen. Will man einen Religionssieg erringen, sollte man sich anschließend dem regelmäßigen Entsenden von Missionaren widmen. Diese reisen in andere Länder und bekehren die dortigen Menschen zum entsprechende Glauben. Auf den Religionssieg aus? Dann am besten mit den Spaniern spielen – sie erhalten diesbezüglich die interessantesten Boni.
Auch Spione sind nicht allmächtig
Auch Spione sind nicht allmächtig

10. Spione freikaufen

Hin und wieder kommt es vor, dass die Mission eines Spions fehlschlägt und der Agent in Gefangenschaft gerät. Was viele Einsteiger oft vergessen: Tritt dieser Fall ein, ist der Spion nicht endgültig verloren, sondern kann durch Handel mit der jeweiligen Zivilisation wieder freigekauft werden. Umgekehrt gilt: Auch ihr könnt gefangen genommene Spione zurück an ihr Heimatland verkaufen.
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