Screenshot aus Civilization 7 zeigt eine Stadt in der Antike mit einem Kolosseum am Meer und einem Vulkan im Hintergrund.
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Civilization 7 Test: Das Strategiespiel begeistert mit neuen Ideen

Seit über 30 Jahren gehört die Civilization-Reihe zur Speerspitze im Genre der Strategiespiele. Mit dem neuesten Ableger, Civilization 7, geht die Globalstrategie-Serie erstmals neue Wege.
Von: Phil Briel
5 min readPublished on
Sid Meier's Civilization ist eng mit der Geschichte der Strategiespiele verknüpft. Der erste Ableger erschien bereits im Jahr 1991 und gilt als einer der Begründer des 4X-Subgenres (auch als Globalstrategie bekannt). Ganze neun Jahre nach dem kultigen sechsten Serienteil kehrt die Reihe nun mit Civilization 7 endlich auf die Bildschirm zurück. Mit einigen frischen Ideen und Spielmechaniken schlägt Civ VII dabei erstmals einen neuen Weg ein. Wie gut das funktioniert, lest ihr hier.
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Napoleons Maya gegen Konfuzius' Perser

Während sich Civilization 7 aus spielerischer Sicht im Kern treu bleibt, so bietet der neueste Ableger auch einige interessante Veränderungen. So ist es nun erstmals möglich, euer Volk und eure Anführer:innen unabhängig voneinander zu wählen.
Das ermöglicht natürlich abenteuerliche Kombinationen einer fiktiven Vergangenheit. Schickt ihr Kaiser Augusts nach Persien? Setzt ihr Benjamin Franklin als Herrscher im antiken Maya-Reich ein? Und wie schlägt sich Xerxes in Preussen? Das lässt sich in Civ 7 alles herausfinden.
Screenshot aus Civilization 7 zeigt Napoleon als Kaiser von Persien

Anführer:innen und Zivilisationen lassen sich frei kombinieren

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So eröffnen sich euch natürlich ganz neue Möglichkeiten, da nicht nur die einzelnen Zivilisationen der drei Zeitalter Antike, Entdeckung und Moderne, sondern auch die Anführer:innen selbst mit ganz individuellen Fähigkeiten, Attributen und Agenden daherkommen.

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Ab sofort in ausgewählten Geschäften im nationalen Handel erhältlich - so lange der Vorrat reicht.

Red Bull Glacier Edition - Image
The Glacier Edition Background
Ein Feature, das von langjährigen Fans der Reihe durchaus kritisch beäugt wurde. Besonders, wenn es um historische Richtigkeit geht. Dennoch sorgt diese freie Auswahl in unseren Augen für zusätzliche Flexibilität und mehr spielerische Abwechslung im Civ-Alltag.
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Gespielte Zeitenwende

Die zweite wichtige Neuerung von Civilization 7 betrifft die bereits angesprochenen Zeitalter. Denn während ihr in den Vorgängern Spielbeginn bis Ende unter recht gleichen Bedingungen erlebt habt, bilden die Epochen beziehungsweise die Übergänge zwischen ihnen nun einen deutlichen Schnitt im Gameplay.
Die drei Zeitalter, die Antike, das Zeitalter der Erkundung und die Moderne unterteilen sich in drei ganz frische Abschnitte einer jeden Partie. Denn beim Übergang in jede neue Epoche müsst ihr euch für ein anderes Volk mit neuen Boni entscheiden - eure Anführer:in bleibt euch allerdings erhalten.
Screenshot aus Civilization 7 zeigt die Gemeinde Rom im Aufbau

Das typische Civ-Gameplay bleibt erhalten

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Doch damit nicht genug, denn die Epochenwechsel haben auch enorme Auswirkungen auf die Karte. Darunter Anpassungen eurer Einheiten, Veränderungen aktiver Konflikte oder Bündnisse und vieles mehr.
Der Wechsel zwischen den Zeitaltern bringt also einen deutlichen Cut mit sich und sorgt quasi dafür, dass alle Beteiligten wieder bei Null starten. Damit sich die Epochen auch spielerisch stark voneinander abheben, kommen sie jeweils mit ganz eigenen Krisen, Aufgaben und Anforderungen daher.
Dieses neue System bringt natürlich Vor- und Nachteile mit sich, da mögliche unfaire Vor- oder Nachteile im Spielverlauf immer wieder ausgeglichen werden. Auf der anderen Seite sorgt das jedoch dafür, dass es euren Entscheidung zum Ende eines jeden Zeitalters etwas an Relevanz fehlt.
Immerhin gibt es sogenannte Vermächtnis-Wege. Hier abgeschlossene Aufgaben liefern euch Vermächtnispunkte, die sich dann in Boni investieren lassen, die die verschiedenen Zeitalter überdauern.
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Civ bleibt Civ

Abseits dieser beiden, zugegebenermaßen einschneidenden, Änderungen, bleibt das Gameplay von Civilization 7 weitestgehend dem der Vorgänger treu. Veteranen fühlen sich also schnell heimisch, während Neueinsteiger:innen dank sechs individueller Schwierigkeitsgrade recht behutsam an die Globalstrategie herangeführt werden. Dennoch fällt die Einstiegshürde, trotz Tutorials und Lexikon, recht hoch aus.
Screenshot aus Civilization 7 zeigt eine riesige Stadt

Die Entwicklung gigantischer Städte fasziniert wie eh und je

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Kenner der Reihe werden feststellen, dass sich der Ausbau der Städte deutlich entschlackt zeigt. Arbeiter und Handwerker gibt's nicht mehr. Stattdessen erfolgt der Ausbau nun über das Wachstum, das an Parameter wie Produktion, Stimmung in der Bevölkerung und Nahrung gekoppelt ist.
So wächst eure Stadt nach und nach um weitere Hexfelder an und erlaubt es euch, neue Gebäude zu platzieren. In Kombination mit Produktionsstätten und Spezialisten lassen sich die Werte dann noch weiter verbessern, was in der Praxis sehr gut funktioniert.
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Strategie mit Suchtpotenzial

Natürlich spielt in Civilization 7 auch die Diplomatie wieder eine wichtige Rolle. Egal ob mit den neutralen freien Völkern - die die Barbaren auf den Vorgängern ersetzen - oder mit anderen Spieler:innen beziehungsweise der CPU ist es entscheidend, wie ihr mit ihnen auf diplomatischer Ebene interagiert.
So lassen sich Handelsabkommen schmieden oder technologische Fortschritte mit Bündnispartnern teilen. Konkurrenten hingegen können mithilfe von Spionage oder kriegerischen Konflikten in ihre Schranken weisen.
Screenshot aus Civilization 7 zeigt eine kriegerische Auseinandersetzung.

Die Diplomatie ist natürlich erneut ein entscheidender Faktor

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Hier gibt sich Civ 7 gewohnt variantenreich, wobei insbesondere positive Beziehungen zu anderen Spieler:innen euch dabei helfen, euer Imperium wesentlich schneller aus dem Boden zu stampfen. Die Missionare wurden im Vergleich zum Vorgänger diesmal jedoch deutlich abgeschwächt, allerdings sind diese noch immer in der Lage, Städte und Reiche zusammenzuhalten oder eben für Chaos zu sorgen. Ein starkes taktisches Mittel also, die den Ausgang einer Partie maßgeblich beeinflussen.
In einem Match ergibt sich dabei von Beginn an ein stimmiger Spielfluss mit Suchtpotenzial, da keine Partie der vorherigen gleicht. Das verdankt das Game auch der merklich verbesserten KI der Gegner:innen, die nun nachvollziehbarer agiert und besser das große Ganze im Blick behält - auch wenn hier aktuell noch etwas Luft nach oben ist.
  • Strategiespiel-Fans aufgepasst: Kennt ihr schon Red Bull Wololo? Unsere 1-on-1-Turnierserie in Age of Empire II, Age of Empires IV und Age of Mythology machte im vergangenen Jahr in Spanien halt. Schaut euch das große Finale zwischen TheViper und Hera auf YouTube noch einmal an - und haltet die Augen offen, wenn Wololo zurückkehrt.

Ein Fest für Strategie-Fans

Am Ende schraubt Civilization 7 an den richtigen Stellschrauben und liefert genügend frische Ideen, um sich von den Vorgängern abzuheben und frisch anzufühlen, ohne dabei die Kernmechaniken zu vernachlässigen.
Strategie-Fans kommen also voll auf ihre Kosten, auch wenn die spielerischen Neuerungen äußerst einschneidend ausfallen und sicherlich nicht allen hartgesottenen Fans schmecken dürften.
Dass der Titel dabei auch noch sehr ansprechend aussieht und sich, dank parallelem Konsolen-Release, auch mit dem Controller hervorragend spielt, ist dann das Sahnehäubchen auf der Civ-Torte.

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