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Das ist die Welt von Yo-Kai Watch!
In Japan sind die Monsterchen bereits ein Megahit, jetzt kommen die Yo-Kai auch zu euch.
Du bekommst die falsche Bestellung geliefert und ärgerst dich. Dir fällt das Smartphone ins Klo und du fühlst dich als Tollpatsch. Du hast schon wieder einen Schnupfen bekommen. He, das ist alles nicht deine Schuld, das sind die gemeinen Yo-Kai. Unsichtbare Geister, die überall um dich herum lauern und dir mit den ganzen kleinen Ärgernissen des Alltags, das Leben schwer machen. Aber die Gemeinlinge lassen sich mit einer ganz besonderen Uhr, der Yo-Kai Watch, aufspüren, besiegen und sogar auf die Seite der Menschen bringen. Mehrere hundert Yo-Kai gilt es zu finden und zu sammeln, Ähnlichkeiten zum Mega-Franchise Pokémon sind nicht zu übersehen. Aber Yo-Kai hat seinen ganz eigenen Charme und ist bereits seit einigen Jahren in Japan ein absoluter Hit. Jetzt startet die niedliche Geisterjagd in der Schweiz, Österreich und Deutschland. Wir zeigen, was euch alles erwartet.
1. Die TV-Serie
An einem Sommertag durchstreift der junge Nathan den Wald, in der Nähe seiner Heimatstadt Lenzhausen. Was eigentlich nur ein gemütlicher Spaziergang werden sollte, wird zu seinem größten Abenteuer. Denn er trifft auf den Yo-Kai Whisper, der ihm eine magische Uhr gibt, mit dem sich die grummeligen Geister aufspüren lassen. Seitdem findet er überall in Lenzhausen die unheilstiftenden Yo-Kai und muss diese überzeugen, den Unfug sein zu lassen. Das geht natürlich nicht ohne einen zünftigen Kampf. Besiegt Nathan einen Yo-Kai, bekommt er eine Medaille. Mit dieser kann er den neuen Freund dann zu Hilfe rufen, wenn neuer Ärger droht. In den gut 20-minütigen Folgen der TV-Show geht es immer turbulent zu.
Nathan bekommt es mit fantasievollen Yo-Kai zu tun, bestreitet Kämpfe und auch der Slapstick-Humor kommt nicht zu kurz. Aber jeder Yo-Kai hat auch seine eigene Geschichte, Jibanyan wurde von einem Auto angefahren und versucht sich jetzt an Fahrzeugen zu rächen. Komasan hat einmal einen Schrein bewacht, der jetzt abgerissen wurde. Die Zielgruppe sind Kinder von 6 bis 10 Jahren, aber die meist emotionalen Hintergrundgeschichten sind durchaus auch für ältere Semester interessant. Wenn ihr mal hereinschauen wollt: Die 26 Episoden der ersten Staffel laufen ab Mai auf dem Sender Nickelodeon.
2. Das Spiel
In dem ersten Spiel für den Nintendo 3DS, könnt ihr als Nathan, oder wenn ihr lieber einen weiblichen Charakter spielen möchtet, auch als Katie, zum Yo-Kai Fangen antreten. Das Rollenspiel aus der Softwareschmiede Level-5, die sich mit „Professor Layton“ und „Inazuma Eleven“ bereits als erfolgreicher Entwickler bewiesen haben, punktet mit einem ausgefeilten Kampfsystem. Auf dem oberen Bildschirm stehen sich die Yo-Kai gegenüber, auf dem unteren werden die Befehle zur Attacke oder Abwehr eingegeben.
Das erfolgt aber nicht durch stupides Klicken, sondern wird mit Minispielen verbunden. Wollt ihr einen besonders starken Angriff ausüben, wählt ihr erst die gewünschte Fähigkeit eures Yo-Kai aus und müsst dann noch eine Aufgabe lösen. Beispielsweise Linien auf dem Bildschirm nachzeichnen. Tretet ihr gegen einen besonders starken Gegner an, solltet ihr aus eurer Sammlung drei Yo-Kai des gleichen Stammes auswählen. Die können dann gemeinsam, einen verheerenden Angriff starten. Über 200 Yo-Kai könnt ihr Sammeln und mit einer Truppe aus sechs Monster-Freunden auf Tour gehen. Der Rest wird solange im Medallium verstaut, bis ihr sie benötigt. Ja, so ganz ohne strategisches Vorgehen, werdet ihr nicht gewinnen. Das Spiel könnt ihr problemlos spielen, auch wenn ihr die Serie nicht kennt. Die Geschichte wird in schicken Zwischensequenzen erzählt.
3. Die Uhr
Ihr wollt aber lieber Yo-Kai Watch LARPen? Also, die Monsterhatz im echten Leben üben? Dann könnt ihr euch eine Yo-Kai Watch ans Handgelenk schnallen. Das enorme Teil wird mit Medaillen gefüttert und lässt Musik und den Kampfschrei eines Yo-Kai beim Einlegen erklingen. Ein spaßiges Utensil, das sich gezielt an die junge Käuferschicht wendet. Wenn ihr schon etwas älter seid, könnte das Tragen und Benutzen der Uhr für verwunderte Blicke sorgen. Die Medaillen haben übrigens noch einen weiteren Nutzen, abseits der Verwendung in der Uhr. Ein QR-Code auf der Rückseite, schickt den Yo-Kai schnurstracks in das Spiel von Nintendo.
4. Die App
Auch wenn ihr dann doch nicht mit der Uhr rumlaufen wollt, die Medaillen haben noch einen weiteren Zweck. Der Hersteller Hasbro, bietet eine kostenfreie App für iOS und Android an, die einiges an Unterhaltungswert bietet. So könnt ihr mit den Yo-Kai in einer Fotobox Bilder mit euch zusammen machen. Es gibt Minispiele, wie einen Flipper und einen ausführliche Yo-Kai Wiki, in denen ihr alles zu den gesammelten Monstern erfahrt. Ein spannendes Feature ist die Freundschaftszone. Ihr scannt mit der Kamera von eurem Smartphone oder Tablet die Vorderseite mit dem Bild des Yo-Kai ein, und schon erwacht es in einer Augmented Reality-Umgebung. Das ist wirklich schick gemacht.
5. Der Tanz
Jede Folge der Serie wird mit einem Yo-Kai Tanz beendet, bei dem die niedlichen Monsterchen und die menschlichen Hauptpersonen einen gekonnten Gruppentanz hinlegen. Die einfachen rhythmischen Bewegungen sind ein voller Erfolg in Japan, sogar Satoru Shibata, der Präsident von Nintendo Europa hat einen gekonnten Auftritt hingelegt. Ihr wollt das sehen und hören? Kein Problem, hier gibt es das Video. Aber Vorsicht, das Lied ist ein ganz schöner Ohrwurm, die Melodie werdet ihr so schnell nicht mehr los.



