Es braucht schon so einiges, um sich mit dem Mountainbike auf den El Caminito del Rey, den haarsträubenden Klettersteig in Malaga, zu wagen – zunächst aber braucht es eine spezielle Genehmigung. Sobald sie dem spanischen Rider David Cachón erteilt wurde, fackelte er nicht lange und begab sich auf den gefährlichsten Weg der Welt. Du hast Höhenangst? Dann solltest du von einem Wandertag in dieser Gegend am besten absehen.
Im Player oben kannst du dir Cachóns Mountainbike-Abenteuer auf dem Caminito del Rey ansehen. Falls du wissen willst, was der Spanier dabei erlebt hat, dann lies weiter.
Damit keiner auf falsche Ideen kommt, muss ich gleich zu Beginn eine Sache klarstellen: Der Caminito del Rey darf normalerweise nicht mit dem Fahrrad befahren werden. Wir haben von dem Unternehmen, das alles rund um den Klettersteig managt, und von den Behörden in Malaga eine spezielle Genehmigung bekommen. Erst mit dieser Erlaubnis durften wir den Weg in Angriff nehmen und alles mit der Kamera festhalten.
Der El Caminito del Rey wurde erstmals 1905 eröffnet und führt an den steilen Wänden einer engen Schlucht in El Chorro in Spanien entlang. Ursprünglich wurde der Weg gebaut, um es den Arbeitern eines Wasserkraftwerks zu ermöglichen, die Schlucht zu passieren.
Nachdem er viele Jahre benutzt wurde, aber nur wenig Aufwand in die Erhaltung des selbigen gesteckt wurde, verfiel der Weg und wurde anschließend, nachdem einige Leute auf dieser Route umkamen, als „gefährlichster Weg der Welt“ bezeichnet. Im Jahr 2000 wurde er geschlossen, wiederhergestellt und 15 Jahre später neueröffnet.
Das erste Mal war ich hier, kurz bevor sie mit der Rekultivierung begannen. Zu dieser Zeit war der Weg in einem ziemlich schlechten Zustand, doch wusste ich, dass ich irgendwann einmal zurückkommen muss. Dieses Mal durfte ich einen fast zur Gänze erneuerten Klettersteig bewundern, der sicher und gut in Schuss war.
Als ich mich vor Jahren hier her wagte, war das reiner Wahnsinn, aber gleichzeitig etwas, dass ich alleine der Erfahrung wegen empfehlen würde. Einen Ort wie diesen zu durchwandern, liefert dir jede Menge schöne Augenblicke – auch, wenn du dir manchmal die Hände vor die Augen schlagen musst, wenn du mit Höhenangst zu kämpfen hast.
Der Weg liegt 100 Meter über einem Fluss und ist insgesamt 8 Kilometer lang. Alleine die Zugangsroute führt über 4,5 Kilometer. 1,5 Kilometer sind Geh- und 1,4 Kilometer sind tatsächlicher Wanderweg.
An manchen Stellen wurde es echt schwierig. Durchschnittlich ist der Weg gerade einmal einen Meter breit, manchmal wurde es aber so richtig eng. Dann war sogar meine Lenkstange zu lang, um ohne Komplikationen durchzukommen.


