Deathloop im Test: Spannender Zeitschleifen-Thriller mit vielen Freiheiten
© Arkane Studios
Games

Deathloop: Brich die Zeitschleife oder sie bricht dich

Das Action-Game Deathloop fasziniert mit einer spannenden Zeitschleifen-Mechanik und enormer spielerischer Freiheit. Wir verraten euch, warum ihr euch den Titel nicht entgehen lassen solltet.
Autor: Philipp Briel
7 min readveröffentlicht am
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Stellt euch vor, ihr wacht ohne Erinnerungen an einem Strand auf. Immer und immer wieder. Dieses Schicksal erwartet den Assassinen Colt Vahn, Protagonist des neuen Action-Titels Deathloop der Arkane Studios, die bereits mit der Dishonored-Reihe ein Händchen für außergewöhnliche Shooterkost bewiesen haben. Wir liefern euch im Test von Deathloop sechs Gründe, warum ihr das Game unbedingt spielen solltet.
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Ein spannendes Konzept

In Deathloop dreht sich alles um den namensgebenden Loop. Colt ist auf der mysteriösen Insel Blackreef in einer Zeitschleife gefangen, die sich jeden Tag aufs Neue wiederholt. Dass es dem bekennenden Lederjacken-Träger natürlich nicht gefällt, jeden Morgen am Strand aufzuwachen, ist nur allzu verständlich.
Und somit liegt es im Verlauf des Spiels an euch, den Loop zu durchbrechen – wie das überhaupt möglich ist und was ihr dafür tun müsst, verrät das Spiel euch allerdings nicht. Diese Informationen müsst ihr euch in den kommenden rund 20-30 Spielstunden erst selbst aneignen.
Damit geht Deathloop einen ganz eigenen und äußerst spannenden Weg, denn jede Mission, jeder Schritt und jeder Loop liefert euch neues Wissen über die Welt, ihre Bewohner und über die Zusammenhänge der Zeitschleife.
Screenshot aus Deathloop zeigt eine Villa auf der Insel Blackreef.
Die Insel lädt mit teils beeindruckenden Szenerien zum Erkunden ein
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Glaubhafte, detailreiche Welt

Eine der größten Stärken von Deathloop markiert dabei die glaubhafte Spielwelt. Relativ schnell findet ihr heraus, dass acht sogenannte Visionäre als Anführer des ÄON-Projekts hinter der nervigen Zeitschleife stecken, die auf Blackreef ihrem High-Society-Stil auf Lebenszeit frönen wollen. Wer die Visionäre sind, wo sie sich überhaupt befinden und wie sie in Verbindung zueinander stehen, verrät euch das Game allerdings nicht – das müsst ihr selbst herausfinden.
Dafür bereist ihr ein ums andere Mal die in vier große Bereiche unterteilte Spielwelt und sammelt Hinweise. Die Besonderheit liegt darin, dass jedes Level in vier Tageszeiten (Morgens, Mittags, Abends und Nachts) vorliegt und euch dabei mit ganz unterschiedlichen Gegebenheiten konfrontieren.
So könnt ihr die Straßen des idyllischen Updaams am Morgen relativ unbeschwert erkunden, während es bei Einbruch der Dämmerung nur so vor Gegnern wimmelt – immerhin schmeißt einer der Visionäre, wie ihr schnell herausfindet, des Nachts eine riesige Kostümparty.
Hat die Handlung von Deathloop erst einmal Fahrt aufgenommen, lässt euch die packende Story nicht mehr los. Der Mix aus Entdeckung, Lösen von Rätseln und Sammeln von Hinweis-Schnipseln entfaltet eine enorme Faszination, denn ihr habt selbst bei der kleinsten neuen Information immer das Gefühl, Fortschritte zu erzielen, die euch eurem Ziel näherbringen. Letztlich geht es darum, alle acht Visionäre an nur einem Tag auszuschalten – klingt simpel, ist in der Praxis allerdings eine echte Herausforderung und dabei erst nach vielen Loops überhaupt machbar.
Screenshot aus Deathloop zeigt das Spiel aus der Ego-Perspektive und den Hinweis auf den Aufenthaltsort eines Visionärs.
Vorsicht: Manche Hinweise wollen euch in die Irre führen.
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Schleichen, hacken, kämpfen

Wie ihr das ultimative Ziel von Deathloop erreicht, überlässt der Titel ganz allein euch, denn die spielerische Freiheit ist eine der größten Stärken des Spiels. Wenn ihr bereits die Dishonored-Reihe gespielt habt, wisst ihr in etwa, was euch erwartet:
Dank seines vertikalen und verwinkelten Leveldesigns ist der Schleichansatz ein valides Mittel. So könnt ihr ganze Gegnergruppen vollständig umgehen und ungesehen an die wichtigen Hinweise gelangen. Alternativ versucht ihr euch als Hacker und setzt Überwachungskameras und Geschütztürme für eure Zwecke ein.
Oder ihr wählt die Brechstangenmethode und lasst Maschinengewehr, Nagelpistole oder Machete für euch sprechen. Alle Ansätze funktionieren gleichermaßen gut, das lädt zum Experimentieren ein. Hinzu gesellen sich übernatürliche Fähigkeiten, die ihr euch von den Visionären aneignet – auch diese erinnern einmal mehr an Dishonored.
So seid ihr beispielsweise in der Lage, euch zu höhergelegenen Bereichen zu teleportierten oder euch kurzzeitig unsichtbar zu machen, was vor allem Stealth-Fans freuen dürfte. Wer eher den actionreichen Ansatz verfolgt, der rüstet Colt oder sein Waffenarsenal mit zusätzlichen Upgrades aus. Das Experimentieren mit allen Möglichkeiten, die euch Deathloop an die Hand gibt, macht einfach Spaß.
Screenshot aus Deathloop zeigt Colt beim Schleichen, der eine Glasflasche als Ablenkung in der Hand hält.
Beim Schleichen werden Erinnerungen an Dishonored wach.
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Kein Roguelike

Doch ihr startet nicht nur erneut am Strand, wenn der nächste Tag anbricht. Auch euer Ableben löst den Loop aus, was euch (ohne über Los zu gehen) zurück an den anfänglichen Strand verfrachtet. Dabei erinnert der Grundkonzept mitunter recht stark an das Roguelike-Genre, bei dem zuletzt Schwergewichte wie Returnal für frischen Wind sorgen konnten.
Doch Deathloop ist kein klassisches Roguelike. Einerseits nehmt ihr alle gesammelten Hinweise und Informationen – dazu zählen beispielsweise auch Geheim-Codes für Tresore oder verschlossene Türen – mit in den nächsten Durchgang. Andererseits könnt ihr mithilfe einer Ressource namens Residuum auch eure Waffen, Fähigkeiten oder Perks mitnehmen und somit deutlich gestärkt einen neuen Anlauf wagen.
Da besagtes Residuum allerdings äußerst rar ist, gilt es jederzeit abzuwägen, welche Items ihr in den nächsten Loop mitnehmen wollt.
Screenshot aus Deathloop zeigt die Ressource Residuum. Damit lassen sich Waffen und Ausrüstungsgegenstände in den nächsten Loop mitnehmen.
Wer genug Residuum erntet, darf sein Equip in den nächsten Loop mitnehmen
05

Kluge Ideen, konstante Bedrohung

Besonders das offene Leveldesign der vier weitläufigen Bereiche überzeugt auf ganzer Linie und bietet euch unzählige Möglichkeiten, euer Vorgehen zu planen. Wenn ihr euch die Zeit nehmt, die detaillierte Umgebung zu erkunden, tun sich euch gleich mehrere alternative Wege auf, die letztlich allerdings alle zum gleichen Ziel führen.
Auch wenn Deathloop dieses Konzept leider nicht konsequent zu Ende spinnt, überzeugt die spielerische Abwechslung auf ganzer Linie. Letztlich erlebt jeder genau das Abenteuer, auf das er oder sie am meisten Lust hat. Dass es aufgrund der lediglich vier Bereiche jedoch sehr oft zu nervigem Backtracking kommt, ist eines der größten Probleme des Spiels.
Dabei bringen euch die klugen Rätsel und Hinweise nicht nur den Visionären näher, sondern locken auch abseits des Hauptweges mit spannenden Geheimnissen. Ihr erfahrt, wo sich eine besonders mächtige Waffe versteckt oder, wo sich ein Pyrotechniker morgens aufhält, der am Abend ein Feuerwerk steigen lassen soll. Diese Hinweise bringen euch zwar nicht immer direkt eurem Ziel näher, erweisen sich im Spielverlauf allerdings fast immer als nützlich.
Für eine konstante Bedrohung sorgt zudem die Assassinin Julianna, die sich ab einem gewissen Punkt (wahlweise KI-gesteuert oder in Form eines menschlichen Spielers) in eure Spielwelt einklinkt und zur Jagd auf euch bläst. Sie setzt alles daran, den Loop zu beschützen – warum wollen wir an dieser Stelle allerdings nicht verraten – und schreckt nicht davor zurück, euch eure Sightseeing-Tour auf der Insel Blackreef zu einem echten Höllentrip zu machen.
Sobald Julianna eure Welt betritt, werden eure Fluchtwege verschlossen. Erst wenn ihr die Mörderin eliminiert und eine Antenne hackt, könnt ihr aus dem aktuellen Level entkommen. Das sorgt für einen unnachahmlichen Adrenalinrausch, da ihr euch mit der taffen Dame im Nacken zu keinem Zeitpunkt mehr sicher fühlen könnt. Vor allem, wenn sie von einem anderen Spieler gesteuert wird.
Screenshot aus Deathloop zeigt das Entdeckungen-Menü. Hier werden alle gefundenen Hinweise aus den vier Gebieten nach Tageszeit aufgeführt.
Alle gefundenen Hinweise könnt ihr euch im Menü erneut zu Gemüte führen
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Bond trifft auf 1960er Jahre

Obwohl Deathloop aus technischer Sicht nicht ganz mit aktuellen Blockbustern mithalten kann, überzeugt das Action-Game durch einen rundum stimmigen Grafikstil, der sich irgendwo zwischen einem James Bond-Agententhriller und einer bunten 60er-Jahre-Party einordnet. Das stylische Artdesign sorgt für eine dichte Atmosphäre, die mit beeindruckenden Details immer wieder zum Verweilen einlädt.
Und das alles auf der PlayStation 5 in konstanten 60 Bildern pro Sekunde samt 4K-Auflösung. Wahlweise sogar mit Raytracing, dann allerdings nur mit 30 FPS. Gleichzeitig findet der innovative PS5-Controller gleich mehrfach Verwendung. Trigger blockieren bei Waffen mit Ladehemmung, Gespräche über das Funkgerät kommen direkt aus dem verbauten Lautsprecher.
Besonderes Lob verdient allerdings die Vertonung, denn Deathloop bietet eine hervorragende deutsche Sprachausgabe und punktet mit einem treibenden Soundtrack, der auch abseits des Spiels eine gute Figur abgibt.
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