Team-Foto nach dem erneuten DFB-Pokal-Triumph über Eintracht Frankfurt in Berlin.
© RB Leipzig
Fußball

Too hot to forget: 7 unvergessliche RB Leipzig-Momente im DFB-Pokal

Von sensationellen Torfestivals bis zu emotionalen Last-Minute-Siegen: Wir lassen die größten Momente der Roten Bullen im DFB-Pokal noch einmal aufleben.
Von: Christian Knoth
5 min readUpdated on
RB Leipzig ist längst nicht mehr nur national ein Name im Profifußball. Die Roten Bullen, die seit 2016 durchgängig in der Bundesliga spielen, sorgen regelmäßig international für Furore und waren viele Jahre Stammgast in der Champions League. Doch die größten Erfolge gelangen den Leipzigern bisher bei einem nationalen Wettbewerb: 2022 und 2023 gewann RB Leipzig zweimal in Serie den DFB-Pokal und setzte damit ein Statement an die Konkurrenz.
Aber nicht bloß die beiden Titel sind in Erinnerung geblieben. Die erfolgreiche Reise der Roten Bullen im DFB-Pokal bescherte uns einige unvergessliche Momente. Wir schauen hier auf die krassesten davon zurück und schwelgen in Nostalgie.
01

2011/12: Vorsicht, Bundesliga: Die Bullen kommen!

In der Saison 2011/12 war für RB Leipzig die Bundesliga noch weit entfernt. Zwei Jahre nach der Vereinsgründung kickten die Roten Bullen in der viertklassigen Regionalliga Nordost. Aber im DFB-Pokal machten die Leipziger schon damals auf sich aufmerksam. In der ersten Hauptrunde besiegte RB Leipzig in der Red Bull Arena den VfL Wolfsburg 3:2 - und gewann damit erstmals in der Vereinsgeschichte gegen einen Bundesligisten. Dreifacher Torschütze für die Sachsen: Daniel Frahn, der viele Jahre Top-Torjäger der Sachsen war. In der zweiten Hauptrunde war dann Schluss, gegen den FC Augsburg gab es ein knappes 0:1.
Der ehemalige RB Leipzig-Stürmer Daniel Frahn als fiktive FUT 22 Hero-Karte.

Daniel Frahn FUT 22 Hero

© Red Bull/EA Sports

02

2018/19: Turbo-Werner lässt es krachen

Sieben Jahre später spielte RB Leipzig bereits in der Bundesliga und hatte sich von der 4. Liga bis ins Oberhaus hochgearbeitet. Längst waren die Roten Bullen kein krasser Underdog mehr, nachdem sie unter anderem in der Debüt-Saison 2016/17 in der Bundesliga Vizemeister geworden waren. In der zweiten Hauptrunde des DFB-Pokals 2018/19 kam es zum Duell mit Ligakonkurrent TSG Hoffenheim. Lange stand es 0:0, zur zweiten Halbzeit wurde Timo Werner eingewechselt. Und der langjährige Torjäger der Roten Bullen, der aktuell an die Tottenham Hotspur ausgeliehen ist, sollte zum Gamechanger werden. Werner zündete den Turbo, traf innerhalb von neun Minuten (48. und 56.) doppelt und entschied die Partie fast im Alleingang für RB Leipzig. In dieser Saison erreichten die Roten Bullen erstmals das Endspiel. Im Berliner Olympiastadion gab es ein 0:3 gegen den FC Bayern München.
Timo Werner bejubelt mit Emil Forsberg ein Tor.

Timo Werner traf auf Anhieb regelmäßig

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2019/20: “Wölfe” zähmen leicht gemacht

In der darauffolgenden Saison musste RB Leipzig in der zweiten Hauptrunde beim Ligakonkurrenten VfL Wolfsburg ran. Für ein Zweitrundenmatch ein schwieriges Los. Aber das störte die Roten Bullen nicht daran, das halbe Dutzend voll zu machen. Am Ende war es ein deutlicher 6:1-Erfolg mit fünf verschiedenen Torschützen - und damit der zweithöchste Pokalsieg der Vereinsgeschichte. Nur in der Titelsaison 2022/23 (8:0 gegen Teutonia 05 Ottensen) gab es einen noch höheren Sieg im DFB-Pokal.
04

2020/21: Keeper Gulacsi wird zum Zero Hero

Eine Saison vor dem ersten DFB-Pokaltitel dauerte es bis zum Halbfinale, bis RB Leipzig-Torwart Peter Gulacsi erstmals hinter sich greifen musste. 464 Minuten blieb die Vereinslegende der Roten Bullen ohne Gegentor. Nach Siegen gegen Nürnberg (3:0), Augsburg (3:0), Bochum (4:0) und Wolfsburg (4:0) war es im Halbfinale der SV Werder Bremen, der Gulacsi in der Verlängerung bezwingen konnte. Dennoch zog RB Leipzig mit einem 2:1 zum zweiten Mal ins Finale ein. Diesmal verloren die Roten Bullen in Berlin 1:4 gegen Borussia Dortmund.
RB Leipzig-Keeper Peter Gulacsi am Ball.

Peter Gulacsi

© GEPA pictures/ Kerstin Kummer

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2021/22: Forsberg lässt die Red Bull Arena beben

Mit dem neuen Vereinscredo “You Can Do Anything” startete RB Leipzig in der folgenden Spielzeit die Mission, den ersten Titel im Profifußball zu holen. Und diesmal klappte es! Aber first things first: Im Halbfinale hatten die Leipziger den Ligakonkurrenten Union Berlin zu Gast. Lange sah es danach aus, als ob das Match in die Verlängerung gehen würde. Allerdings hatte Emil Forsberg etwas dagegen. Die Clublegende, die mittlerweile für die New York Red Bulls am Ball ist, sorgte in der Nachspielzeit für den späten Gamewinner! Mit einem 2:1-Erfolg erreichten die Roten Bullen zum zweiten Mal in Folge in das Endspiel des DFB-Pokals.
06

2021/22: Ready for Lift-off - Titel-Durchbruch gegen Freiburg

Nach einer erneut starken Pokalsaison traten die Roten Bullen im Endspiel gegen den SC Freiburg an. Mit einem 1:1 nach regulärer Spielzeit und Verlängerung kam es zu einem Elfmeterkrimi - in dem die Leipziger die Oberhand behalten sollten. Im Elfmerterschießen trafen unter anderem Kapitän Willi Orban und Außenverteidiger Benjamin Henrichs für Leipzig. Im Anschluss an den verschossenen Elfer von Freiburgs Ermedin Demirović gab es dann kein Halten mehr: RB Leipzig gewann bei der dritten Finalteilnahme erstmals den DFB-Pokal und reckte die Trophäe in den Himmel!
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2022/23: Kapitän Orban vollendet Powerplay gegen den BVB

Auf dem Weg zum zweiten DFB-Pokaltitel in Serie bekam es RB Leipzig in der Saison 2022/23 im Viertelfinale mit Borussia Dortmund zu tun. Es war die potenzielle Revanche für das Endspiel 2020/21 - und diesmal setzten sich die Roten Bullen durch. Besonders in der ersten Hälfte legte Leipzig ein spektakuläres Powerplay hin und ging durch einen Treffer von Timo Werner in Führung. Einzig das zweite Tor fehlte zunächst. Und das wurde Leipzig am Ende beinahe zum Verhängnis. Keeper Janis Blaswich verhinderte kurz vor dem Ende das 1:1. Im Anschluss an die darauffolgende Ecke liefen die Leipziger dann auf das leere Tor des BVB zu. Kevin Kampl legte für den über den gesamten Platz mitgelaufenen Kapitän Willi Orban auf, der in Torjäger-Manier zum 2:0 einnetzte und so für die Entscheidung sorgte. Ein paar Wochen später krönten sich die Roten Bullen mit einem 2:0-Erfolg gegen Eintracht Frankfurt dann erneut zum DFB-Pokalsieger.
Folgen nun in der Saison 2025/26 die nächsten besonderen Pokal-Momente? In der 1. Hauptrunde beim Drittliga-Absteiger SV Sandhausen (4:2) ging es schon einmal erfolgreich los. Und: Mit Neuzugang Johan Bakayoko holten die Roten Bullen einen Pokal-Spezialisten ins Team! Das Offensivtalent gewann mit der PSV Eindhoven in den Niederlanden zweimal den KNVB-Pokal und will daran nun in Leipzig anknüpfen.

Das sagt RB Leipzig-Neuzugang Johan Bakayoko über...

Die Mannschaft von RB Leipzig in einer Reihe nach dem DFB-Pokal-Erfolg beim SV Sandhausen.

Let's go! Das Team von RB Leipzig bejubelt den Erstrundensieg im DFB-Pokal.

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