Mister Crimson konnte mit Dhalsim das Red Bull Kumite London gewinnen
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Street Fighters Pro Tipps: So spielt ihr Dhalsim

Besonnen und kontrolliert: Der indische Street Fighter Dhalsim hält seine Gegner mit Projektilen und langen Gliedmaßen auf Distanz. Aber auch seine Offensive hat Feuer.
Autor: Matthias Regge (@PrinnyTonic)
5 min readveröffentlicht am
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Street Fighter bietet eine stetig wachsende Palette an interessanten Charakteren. Bei all den Fightern ist es nicht immer leicht den Überblick zu behalten oder seinen Favoriten zu finden. Aus diesem Grund stellen wir euch die Street Fighter in unserem Guide einmal im Detail vor.
Dieses Mal geht es um den Mann mit den langen Armen: Dhalsim.
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Wer ist Dhalsim?

Mit seinen dehnbaren Gliedmaßen und Feuerbällen sucht Dhalsim natürlich primär den Kampf auf Reichweite. Das bedeutet aber nicht, dass seine Offensive leidet. In seinem Arsenal sind zahlreiche Werkzeuge, um schnell zwischen unterschiedlichen Spielweisen zu wechseln.
Dhalsim ist der lebende Beweis dafür, dass Yoga einen beweglicher macht. Anders kann man es nicht erklären, dass seine Arme und Beine sich im Kampf zu unnatürlichen Längen strecken. Sein Kampfstil ist damit weniger an einem existierenden Martial Art angelehnt, sondern soll mehr die Künste eines Fakirs repräsentieren. So gehört sowohl das Spucken von Feuer, als auch das Schweben über dem Boden zu Dhalsims Fähigkeiten.
Da er ein Pazifist ist, sieht Dhalsim es vor niemanden ernsthaft zu verletzten oder gar zu töten. Er macht hier auch keine Ausnahme bei Individuen, die klar bösartig sind. Spiritualität steht für ihn im Vordergrund und es hilft ihm dabei stets ruhig und beherrscht zu agieren, selbst während des Kampfes.
Dhalsims Name entspringt einem Indischen Restaurant in der nähe des Capcom-Büros in Osaka mit dem Namen “Dhal’s”, das leider nicht mehr existiert. Erste Design-Entwürfe zeigten Dhalsim mit einer starken optischen Anlehnung an Ganesha, eine Gottheit mit Elefantenkopf.
Frühe Konzeptzeichnungen für Street Fighter II
Konzeptzeichnungen zeigen Dhalsim noch mit Elefantenkopf
I'm not very fond of conflict.
Dhlasim (Street Fighter V)
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Dhalsims erster Auftritt

1991 gab Dhalsim sein Debüt in Street Fighter II: The World Warriors. Im Vergleich zu heute war sein Move-Set zu diesem Zeit bereits relativ komplett. Ein kleines Update bekam er im Nachfolger. Hier lernte er den Yoga Teleport. In Street Fighter II’: Hyper Fighting war er der einzige Nicht-Boss-Charakter, der sich teleportieren konnte.
Allerdings war das Grundgerüst seines Designs schon damals gefestigt. Weit reichende Normals, ein Projektil und der Yoga Drill, um seine Sprungkurve zu beeinflussen, waren seit dem ersten Auftritts ein Teil von Dhalsim.
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Dhalsims Spielstil

Mit seinen langen Normal-Moves und dem Projektil Yoga Fire passt Dhlasim auf den ersten Blick am besten in die Zoner-Kategorie. Diese Annahme ist auch nicht falsch. Viele Dhalsim-Spieler ziehen ihre Stärke aus den Optionen, die der Charakter hat, während er möglichst weit vom Gegner entfernt ist.
Wie andere Charaktere dieses Archetyps ist das Ziel hierbei, auf die Bewegung des Gegners zu reagieren und seine Frust über die Missglückten Annäherungsversuche entsprechend zu bestrafen.
Was Dhalsim aber von generischen Zonern abhebt, ist seine Möglichkeit schnell in die Offensive zu wechseln. Durch seine Slides und Divekicks besitzt er Optionen, sich aggressiv und variantenreich auf den Gegner zuzubewegen. Gerade der Yoga Drill ist dabei in vielen Teilen ein ausgezeichnetes Werkzeug, um Druck aufzubauen und den Gegner zum Blocken zu zwingen. Etwas, das man auf den ersten Blick nicht vermuten mag, wenn man den langsamen Sprung des Charakters sieht.
Ein weiterer Schlüssel zu seiner starken Offensive ist der Yoga Teleport. Dieser hilft natürlich auch dabei dem Gegner zu entgehen, kann Dhalsim aber auch direkt hinter seinen Kontrahenten befördern. Gepaart mit seinem Feuerball, den der Gegner blocken muss, öffnet sich damit die Tür für gefährliche Mixups. Da der Yoga Teleport auch kurz nach dem Start eines Sprungs ausgeführt werden kann, ist es zusätzlich schwer zu erkennen, ob der Angriff nach der Teleportation ein gesprungener Angriff, der stehend geblockt werden muss, ist, oder nicht.
Der Schlüssel zum Erfolg mit Dhalsim ist es herauszufinden, wann man von Zoning in Offensive wechselt, und den Vorteil anschließend weiter mit Teleport-Mixups behält.
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Ikonische Special-Moves

Yoga Fire
Dhalsims Feuerball. Wortwörtlich. Vermutlich einer der wenigen Projektile in Street Fighter, die tatsächlich aus Feuer bestehen. Yoga Fire fliegt relativ langsam. Das hilft ihm dabei seine Offensive zu starten, indem er dieses als Deckung für seinen Teleport oder ähnliche Annäherung verwendet. In Street Fighter V hat der Move seine erste Überarbeitung bekommen. Hier fliegt die reguläre Version in einem Bogen, während sich die EX-Variante regulär nach Vorne bewegt.
Yoga Teleport
Im Laufe der Zeit wurde der Yoga Teleport ein immer wichtigeres Werkzeug für Dhalsim. Besonders in Street Fighter V ist der Move ein essenzieller Teil seines Gameplans. Egal ob Mixup, Combos oder Neutral-Game - es gibt immer sinnvolle Anwendungen für dieses Tool. Besonders der Yoga Teleport, der knapp über dem Boden ausgeführt wird, ist eine wichtige Technik, die Dhalsim-Spieler meistern sollten.
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Bekannte Dhalsim-Spieler

Ryan “Fillipino Champ” Ramirez
FChamp ist ein umstrittener Spieler. Viele reiben sich an dem Charakter des Fighting Game-Profis. Was man allerdings nicht abstreiten kann ist, dass er ein sehr talentierter Spieler ist. Gerade während der Street Fighter IV-Zeit war er einer der wenigen Dhalsim-Mains, die mit den übrigen Top-Spielern mithalten konnte. Mit seinem Sieg gegen den Red Bull Athleten, und Fighting Game-Legende, Daigo “The Beast” Umehara im Jahr 2010 konnte er zum ersten Mal Wellen schlagen. Hier nutzte er den Matchup-Vorteil den Dhalsim gegen Ryu besitzt.
Nathan "Mister Crimson" Massol
Der aktuell beste Dhalsim der Welt. Der Franzose Mister Crimson hat in den letzten 12 Monaten gezeigt, dass er mit dem Rest der Profi-Liga mithalten kann. Zuletzt konnte er das auf dem Red Bull Kumite London beweisen. Hier besiegte er im Grand Final den Amerikaner IDOM.
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