Hier erwachen die Hügel zum Leben
© Anthony Cullen / Ford's Fascinating World of Football
Fußball

Die 7 fantastischsten Fußballplätze der Welt

Wir reisen um den Planeten und zeigen dir Plätze, die jedes Fußballspiel perfekt machen.
Von: Jonno Turner
5 min readPublished on
Fußball ist ein Sport für alle – das heißt, dass er nicht nur in Hochglanz-Sporthallen und technisch ausgefeilten Superstadien seinen Platz findet, sondern auch an idyllischen und abgeschiedenen Orten zum Gesamtbild gehört.
Wir haben uns deshalb auf gemacht und dir genau diese fantastischen Plätze zusammengesucht: Hier erfährst du, was es heißt, wenn sich spieltaktische Analysen mit dem Schwelgen in der Umgebung verbinden – 7 Plätze, die dir zeigen, dass der Fußball Herz und Seele wahrhaftig berühren kann.

Ottmar Hitzfeld Stadion, Schweiz

Hier erwachen die Hügel zum Leben

Hier erwachen die Hügel zum Leben

© Anthony Cullen / Ford's Fascinating World of Football

Heimstadion für: Den FC Gspon

Das Original Red Bull

Red Bull Energy Drink

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Willkommen im Heimstadion des FC Gspon, der Mannschaft eines schweizerischen Dorfes mit gewaltiger Aussicht. Wenn hier die Spieler aneinander krachen, dann erwachen die Hügel zum Leben. Benannt wurde der Platz – vielleicht hast du es schon erraten – nach dem ehemaligen Trainer des Nationalteams der Schweiz Ottmar Hitzfeld. Er liegt in den Alpen, gut 2000 Meter über dem Meeresspiegel, und ist damit das am höchsten gelegene Spielfeld Europas. Die Luft hier oben ist so dünn, dass kein Gras wächst, weshalb das Feld mit einem Kunstrasen abgelegt ist. Abgeschiedenheit gehört zum Leben in Gspon einfach dazu – da passt es doch, dass die Fans zuerst in die Seilbahn steigen müssen, um ihre Mannschaft im Stadion unterstützen zu können.

Adidas Futsal Park, Japan

Nicht nach unten sehen!

Nicht nach unten sehen!

© Matthew Ashton / Corbis Sport / Getty

Heimstadion für: Die besten Futsal-Mannschaften Tokios
Wenn du von deiner Zielfähigkeit nicht zu 100 Prozent überzeugt bist, dann solltest du dir zweimal überlegen, ob du den Lift in den zehnten Stock dieses spektakulären Wolkenkratzers in Tokio nimmst. Denn wenn du hier einen Schuss über die Latte setzt, dann kannst du dich gleich auf eine Suchaktion einstellen, die dich quer durch die Stadt führt. Stolz ragt das Stadion aus einer der geschäftigsten Städte der Welt und liefert dir damit einen atemberaubenden Ausblick über 270-Grad – der perfekte Platz also, um sich ein paar Stunden mit einem Fußballspiel zu vertreiben.

Eidi Stadium, Färöer-Inseln

Ball verschossen? Na dann ab ins Boot...

Ball verschossen? Na dann ab ins Boot...

© Andrea Ricordi / Getty

Heimstadion für: Das Nationalteam der Färöer-Inseln
Der Atlantische Ozean, der das Nationalstadion der Färöer-Inseln auf beiden Seiten flankiert, heißt die Besucher mit einem eindrucksvollen Blick ins Blaue willkommen. Die Fans sind hier aber darauf bedacht, den Begriff „Schönheit“ im weitesten Sinne des Wortes zu fassen – denn das Stadion liegt hier kahl und isoliert in einer Einöde und damit ist es hier ziemlich windig und kalt. Und wenn du den Ball verziehst und über das Stadion jagst, dann darfst du dich auf einen kleinen Ausflug mit dem Boot freuen, um ihn wieder aus dem Wasser zu keschern. Viele Zuschauer haben hier übrigens nicht Platz, nachdem sich in diesem Ort aber nur gut 600 Leute niedergelassen haben, dürfte das zu keinem großen Problem werden.

La Paz, Bolivien

Na hoffentlich meint es die Nachbarschaft gut...

Na hoffentlich meint es die Nachbarschaft gut...

© Bloomberg / Getty

Heimstadion für: Viele der dort ansässigen Fußballer
Dieser Fußballplatz liegt inmitten der Vorstadt der 800.000 Einwohner großen Stadt La Paz. Bei einem kleinen Kick in der Hauptstadt Boliviens ist also Achtsamkeit geboten, denn du willst ja den Ball nicht durch die Fenster der direkt angrenzenden Häuser jagen. Außerdem solltest du auf viele wohlgesinnte Nachbarn hoffen. Du kannst dich nämlich darauf einstellen, dass du sie häufig danach fragen musst, deinen Ball zurückzubekommen – einige hunderte Male pro Tag.

Koh Panyee Floating Stadium, Thailand

Fragt sich noch jemand, wo die Ersatzbank sitzt?

Fragt sich noch jemand, wo die Ersatzbank sitzt?

© Christophe Archambault / Getty

Heimstadion für: Den Panyee FC
Du bist oft und gerne seekrank? Na dann solltest du diesen Platz von deiner Liste streichen, denn dieses Fußballfeld treibt auf den Gewässern in Koh Panyee in Thailand. Jahrelang hatten die dortigen Einwohner keine Möglichkeit, Fußball zu spielen, bis sie mit dem Floating Stadium eine Lösung fanden. Der erste Bau wurde aus Holzresten provisorisch zusammengeschustert, wobei die Spieler den Nägeln, die aus dem Feld ragten, immer wieder ausweichen mussten. Das konnte auf Dauer natürlich nicht gut gehen, weshalb sie ihre Tricks jetzt auf einem neuen Spielfeld zeigen können. Und wie halten die Spieler den Ball davon ab, ins Wasser zu rollen? Mit ihrer eindrucksvollen Einschätzungsgabe und ihrer makellosen Beinarbeit natürlich. Kein Wunder also, dass der Panyee FC eines der erfolgreichsten Jungend-Teams des Landes hat.

Nuuk Stadium, Grönland

Der malerische Eindruck trügt...

Der malerische Eindruck trügt...

© Grant Dixon / Getty

Heimstadion für: Das Nationalteam Grönlands
Der Ort Tasiilaq mag hübsch und malerisch aussehen, aber die Szenerie, die uns irgendwie an Schokolade erinnert, versteckt ein dunkles Geheimnis – also dunkel im buchstäblichen Sinne. In den Wintermonaten dauern die Tage hier nämlich nur drei Stunden. Die Temperatur kann zu dieser Zeit auf frostige -12° Celsius sinken. Garniert wird das Ganze noch von einem eisigen Wind, der sich auf den Eiskappen bildet, die Ostküste runterprescht und dabei eine Geschwindigkeit von 300 km/h erreichen kann. Na das klingt doch angenehm. Vergiss deine lange Unterhose nicht!

Bluetongue Stadium, Australien

Sorry, Jungs! Der Ball nimmt mir die Aussicht...

Sorry, Jungs! Der Ball nimmt mir die Aussicht...

© Cameron Spencer / Getty

Heimstadion für: Den Central Coast Mariners FC
Wenn der Grund nur einige Meter vom Meer entfernt liegt, dann ist es doch schade, wenn der Ausblick auf die blaue Schönheit verbaut wird. Das dachte sich auch das Genie, das das Bluetongue Stadium in Australien entworfen hat. Das Resultat: Ein einzigartiges Spektakel mit drei offenen Seiten, um jedem Fan einen Blick auf das Meer zu garantieren. Hinzu kommen malerische Palmen und romantische Sonnenuntergänge – eine Menge also, das dich von der Action auf dem Spielfeld ablenken kann. Gute Neuigkeiten sind das hingegen für Fans des Mariners FC, da deren Team diese Saison mit dem letzten Platz der A-League vorliebnehmen musste.