Bike
Mountainbiking war schon immer ein Sport, in dem Innovation großgeschrieben wird. Mit jeder Saison kommen neue Technologien und Trends zu tragen, die für Veränderung sorgen. Größere Laufräder, verbesserte (schlauchlose) Reifen, leichteres und robusteres Material und fein abgestimmte Federungen - all das führt zu einer neuen Art von Bikes, die den Markt nach und nach erobert.
Zunächst wurden sie scherzhaft als "Downcountry"-Bikes bezeichnet - eine Mischung aus Cross-Country(XC)- und Downhill-Bike. Der Name blieb aber hängen und mittlerweile bieten die Hersteller eine ganze Palette an Modellen, die in diese Kerbe fallen. Das bringt uns zu einer ganz bestimmten Frage:
Was genau ist Downcountry-Mountainbiking?
Die verbesserten Materialien und Technologien erlauben es, aus den Cross-Country-Bikes noch mehr herauszuholen - sie sind nicht mehr länger "nur" leichtgewichtige Renn-Maschinen. Zwar haben sie in dieser Hinsicht nichts eingebüßt, doch fallen die neuen Modelle zusätzlich sehr viel robuster aus, während sie optimal auf technisch anspruchsvolles Terrain zugeschnitten sind. Es reicht, wenn du einen Blick auf die Strecken des Mercedes-Benz UCI Cross-Country World Cup wirfst. Diese machen schnell klar, dass moderne Rennbikes mehr aushalten müssen, um hier bestehen zu können.
Klar, die meisten Leute fahren mit ihren Cross-Country-Bikes keine Rennen. Dennoch, ein Bike, dass extrem leicht ist und zugleich effizient arbeitet, erfreut jeden Mountainbiker da draußen.
Genau dabei spielt Downcountry-Mountainbiking eine tragende Rolle. Während dein normales XC-Bike einen Federweg von etwa 100mm an der Front mitbringt, gehen die Downcountry-Varianten mit ihren 120mm bedeutend weiter. Daneben werden einige Schlüsselkomponenten abgewandelt: Die Laufräder und Reifen passen sich an technischeres Terrain an, die Lenkstange fällt breiter aus und in der Kettenführung kommen neue Innovationen zum Einsatz - und schon wird aus dem gewohnten XC-Bike ein Downcountry-Modell.
Du willst dir nun selbst ein solches Modell zulegen? Wir helfen dir dabei und stellen dir die besten Downcountry-Bikes für das Jahr 2021 vor. Um diese auch preislich einzuordnen, bewegt sich die Spanne zwischen € (niedriger Preis) und €€€ (hoher Preis).
1. Trek Top Fuel
Preis: €€
Größen: S, M, ML, L, XL
Rahmenmaterial: Aluminium oder Kabon
Laufräder: 29"
Federweg: 115 mm (Heck), 120 mm (Front)
Trek sagt über seine Downcountry-Bikes, dass sie "mit ihrer Effizienz überzeugen und bereit für die Party" sind. Die Bikes sind "leicht und schnell, und machen Spaß, wenn man anspruchsvollere Abfahrten angeht". Das Top Fuel ist für Endurance-Racer genauso gebaut wie für jene Biker, die sich mehreren Disziplinen verschreiben. Es fällt größer als das Supercaliber aus, dass auf World Cup-Level von Evie Richards gefahren wird, ist aber dennoch kleiner als das Fuel EX Trail-Bike. Die Geometrie ist flexibel, womit du auch auf ein noch stabileres Setting zurückgreifen kannst. Zudem hast du die Wahl zwischen Aluminium- und Karbon-Modellen, damit ist auch die preisliche Flexibilität gegeben.
2. Santa Cruz Tallboy
Preis: €€
Größen: XS, S, M, L, XL, XXL
Rahmenmaterial: Aluminium oder Karbon
Laufräder: 29"
Federweg: 120 mm (Heck), 130 mm (Front)
Das aktuelle Tallboy-Modell kam 2019 auf den Markt und wurde als "XC-Bike für Downhiller" angepriesen. Es gehört bei all jenen Trail-Fahrern, die überall schnell und effizient hinkommen wollen und auf mehr aus sind, als ein reguläres XCO-Rennbike, zu den Favorits. Es ist vor allem der Federweg (120 mm hinten, 130 mm vorne), der dieses Bike in die Downcountry-Kategorie bringt. Daneben bietet Santa Cruz mit der Aluminium-, der Karbon- und der Karbon CC-Variante drei verschiedene Rahmenoptionen an.
3. Cannondale Scalpel Carbon SE
Preis: €€
Größen: S, M, L, XL
Rahmenmaterial: Karbon
Laufräder: 29"
Federweg: 120 mm (Heck), 120 mm (Front)
Die Scalpel SE-Palette von Cannondale bietet auf jedem Terrain Geschwindigkeiten auf World-Cup-Niveau, da es mehr Punch mitbringt als das reguläre Scalpel. Es ist voll und ganz auf schnelles und kompromissloses Trail-Riding ausgerichtet. Jedes Modell ist mit einer Dropper-Sattelstütze, bulligeren Reifen und einem kürzeren Vorbau ausgestattet, was es von einem üblichen Cross-Country-Bike unterscheidet. Hinzu kommt, dass das Scalpel SE mit flexiblen Karbon-Platten einiges an Gewicht einspart.
4. Specialized Epic EVO
Preis: €€€
Größen: XS, S, M, L, XL
Rahmenmaterial: Karbon
Laufräder: 29"
Federweg: 110 mm (Heck), 120 mm (Front)
Der Hersteller Specialized mischt seit dessen Gründung kräftig mit, wenn es darum geht, innovative Bikes zu bauen. Das Epic EVO steht dieser Philosophie in nichts nach. Das Grundkonzept orientiert sich am regulären Epic - dem vollgefederten XC-Rennbike - nur wurde der hintere Federweg auf 110 mm erhöht, während vorne eine Gabel mit 120 mm Federweg arbeitet und bei technischen Passagen eine wertvolle Hilfe ist.
5. Transition Spur
Preis: €€€
Größen: S, M, L, XL
Rahmenmaterial: Karbon
Laufräder: 29"
Federweg: 120 mm (Heck), 120 mm (Front)
Transition Bikes stellt seine Bikes im Trail-Riding-Mekka in Bellingham (USA) her. Mit unzähligen technischen Singletracks direkt vor der Haustüre ist es damit kein Wunder, dass das Spur nicht selten als das beste Bike seiner Kategorie angesehen wird. 120 mm Federweg vorne und hinten arbeiten hier mit der von Transition so schön bezeichneten "Speed Balanced Geometry" zusammen, die ganz und gar darauf ausgerichtet ist, das Gewicht des Fahrers im Zentrum zu halten.