Spielst du mit dem Gedanken auf ein E-MTB umzusteigen? Du wirst es nicht bereuen. Das sind die 8 begehrtesten Modelle derzeit.
Von: James McKnight
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Der Markt für E-Mountainbikes explodiert aktuell regelrecht. Es ist deshalb auch wenig verwunderlich, dass sowohl etablierte als auch aufstrebende Firmen große Summen in die Entwicklung investieren. Und das hat sich bereits ausgezahlt.
Von aggressiven Bikes, die der Schwerkraft trotzen, zu federleichten Allroundern - von extrem teuren Highend-MTBs zu leistbaren Fabrikaten. Die Auswahl ist riesig, schon fast zu groß. Genau deswegen haben wir hier die ultimative Liste jener Modelle, die du unbedingt auf dem Schirm haben solltest.
The Glacier Edition
Die Red Bull Glacier Edition mit dem Geschmack von Gletschereis-Himbeere.
Die Hausmarke von Chain Reaction Cycles -- Vitus -- hat einige der preiswertesten Alternativen in ihrem Sortiment, nicht zuletzt das E-Sommet VR. Neben 170 mm Federweg bekommt man beim E-Sommet VR auch noch viel Leistung um wenig Geld (im Vergleich zu den meisten E-MTBs). Außerdem verfügt das Bike über ein Komponentenpaket, das einigen teureren Herstellern um nichts nachsteht -- und mit seinem integrierten 504Wh-Akku punktet es mit schlankem Design. Der Akku ist zwar etwas kleiner als bei vielen anderen kürzlich auf dem Markt vorgestellten E-Bikes, aber wenn du auf knackige Anstiege stehst und gerne in unwegsamem Gelände unterwegs bist, ist das E-Sommet genau das Richtige für dich.
2. Orbea Rise M20
Beim Rise M20 merkt man kaum, dass es ein E-MTB ist
Das baskische Unternehmen Orbea verfügt über ein solides E-Bike-Sortiment, aber das Rise ist wohl das spannendste. Es gehört zu den absoluten Leichtgewichten in dieser Liste. Dafür verantwortlich sind der kleine 360-Wh-Akku und der Motor, dessen Drehmoment auf 60 Nm begrenzt ist (Orbea hat dazu in Zusammenarbeit mit Shimano extra eine maßgeschneiderte Version entwickelt). Das bedeutet aber natürlich auch, dass man beim Fahren weniger Unterstützung bekommt und dass sich das Rise dadurch ähnlich fährt, wie ein Standart-MTB.
Aufgrund des begrenzten Outputs behauptet Orbea, dass das Rise eine ähnliche Reichweite wie größere Bikes mit 500-Wh-Akkus hat. Falls es trotzdem nicht reichen sollte, kann man einen zusätzlichen Range-Extender-Akku anbringen, um anscheinend eine Reichweite von 4.000 Höhenmeter im Eco-Modus zu erreichen. Das Rise M20 ist zwar das kostengünstigste Modell von Orbea, aber das Komponentenpaket ist nicht nur erschwinglich, sondern auch noch solide und zuverlässig.
3. Scott Patron eRide 910
Das Patron eRide 910 kommt mit dem neuen Performance-CX-Motor von Bosch
Scotts neuestes E-MTB ist eine wahre Maschine mit 160 mm Federweg, revolutionärem Design und zukunftsweisender Technologie. Der neu überarbeitete Performance-CX-Motor von Bosch und der brandneue 750-Wh-Akku sind sicherlich das Herzstück und garantieren lange Ausfahrten. Aber das Patron eRide 910 hat noch mehr zu bieten: Der Motor wurde um exakt 46° rotiert, so dass er im Rahmen liegt. Damit erhöht sich die Rahmenstärke. Außerdem sorgt das spezielle Design für eine verbesserte Kühlung weil mehr Luftstrom herrscht. Der hintere Stoßdämpfer ist ebenfalls in die Rahmenstruktur integriert, wodurch er vor Verschmutzungen geschützt ist und dem Bike eine elegante Ästhetik verleiht. Das Patron eRide 910 ist zwar nicht unbedingt billig, aber immer noch eines der billigsten in dieser Preiskategorie -- und dafür bekommt man eine ziemlich beeindruckende Auswahl an Qualitätskomponenten.
4. Trek E-Caliber 9.6
Mit dem herausnehmbaren Antriebssystem hast du alle Vorteile
Das E-Caliber von Trek ist inspiriert vom Supercaliber, mit dem Evie Richards 2021 Weltmeisterin wurde und zwei Weltcup-Rennen gewann. Trek hat das Bike genommen und es in eine wahre E-Maschine für Singletrack und Cross-Country verwandelt. Das einzigartige am E-Caliber ist, dass das kompakte Fazua-Antriebssystem und der Akku einfach abmontiert werden können. Damit hast du einen entscheidenden Vorteil gegenüber den anderen Bikes, denn wenn du mal ohne Antrieb fahren möchtest, kannst du das ganz einfach machen -- und hast noch dazu viel Stauraum im Unterrohr. Die bescheidenen 60 mm Federweg am Hinterrad deuten darauf hin, dass es sich um ein Bike für flachere Gegenden und Cross-Country-Terrain handelt.
5. Specialized Turbo Kenevo Expert
Das Turbo Kenevo ist eine absolute Downhill-Maschine
Motor: Specialized Turbo Full Power System 2.2 Motor
Akku: 700Wh
Am anderen Ende des Spektrums, verglichen mit dem leichten und schlanken Rise von Orbea, steht das Turbo Kenevo von Specialized. Das Bike ist der Downhill-Monstertruck unter den E-MTBs -- die Triple-Crown-Gabel macht seine Absichten deutlich. Mit 180 mm Federweg vorne und hinten, einem großen 700-Wh-Akku und dem hauseigenen Full Power System 2.2-Motor ist das Kenevo Expert laut Specialized ready für die "längsten und härtesten" Anstiege und Abfahrten. Die robusten Komponenten und die großen 2,6-Zoll-Reifen sollten sogar die brutalsten Schläge wegstecken. Für all jene, denen das zu teuer ist, gibt es mit dem Kenevo Comp auch eine preiswertere Variante. Wenn du aber voll durchstarten willst und Geld keine Rolle spielt, ist das Expert genau das Richtige für dich!
Lapierre ist bekannt dafür, die Grenzen des Möglichen im Bereich der E-Mountainbikes immer wieder zu sprengen. Nicht umsonst arbeitet der 10-fache Downhill-World-Champion Nicolas Vouilloz in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung der Firma.
Wenn du auf der Suche nach dem schnellsten E-Bike bist, das der Markt derzeit hergibt, hast du mit dem Overvolt von Lapierre genau das gefunden. Nach den Ergebnissen der Enduro World Serie-E von 2021 zu urteilen, ist es nämlich unfassbar schnell. Nicolas Vouilloz hat mit dem Overvolt sensationelle Siege gefeiert und seiner Konkurrenz eine Lehrstunde nach der anderen gegeben. Bei der zweiten Runde in Finale Ligure, Italien, war das Podium bei den Herren sogar ein reines Lapierre-Podium. Der Akku ist zentral angebracht und der niedrige Schwerpunkt sorgt für ein stabiles Fahrgefühl. Außerdem punktet das Bike mit optimaler Federleistung.
7. Forestal Siryon Halo
Das eingebaute Display sorgt beim Siryon Halo für das futuristisches Design
Das Unternehmen aus Andorra hat es sich zur Aufgabe gemacht, sogenannte "space-age"-Produkte zu entwickeln, die in der Produktionsstätte in den Pyrenäen hergestellt werden. Umgeben von zerklüfteten Bergen, Weltklasse-Trails und Profi-Ridern (Cedric Gracia war federführend für die Marke), ist es wenig überraschend, dass Forestal-Bikes nicht nur schön anzusehen, sondern auch extrem leistungsfähig sind. Das Siryon ist dabei das E-Bike von Forestal, mit dem alles begann, wobei es mittlerweile fünf verschiedene Modelle gibt. Außerdem ist und bleibt es das beste Enduro-MTB der Marke. Der Rahmen aus Carbon besticht durch das integrierte Display im Oberrohr, das eine Vielzahl von Informationen, darunter Navigation, Trainingspläne, Airtime (ja, tatsächlich!), G-Kräfte und natürlich Akkustatus und Einstellungen liefert. Wenn der Assist-Modus ausgeschaltet ist, kuppelt das Forestal-Antriebssystem aus, so dass du ohne Reibung voll in die Pedale treten kannst. Der kleine integrierte 350-Wh-Akku kann außerdem durch einen anschraubbaren Range-Extender-Akku ergänzt werden.
Suchst du nach dem Premium-Modell schlechthin, dann bist du mit dem Shuttle von Pivot am besten dran. Das Shuttle ist seit langem eines der leichtesten und dynamischsten E-MTBs auf dem Markt. Die neueste Version kommt mit 29"-Zoll-Laufrädern vorne und hinten, einem Vollcarbonrahmen und 140 mm Federweg. Der brandneue und massive 726-Wh-Akku macht das Bike perfekt für lange Rides in wirklich jedem Terrain. Die kompromisslose Konstruktion und die besten Komponenten, die du auf dem Markt findest, sorgen für das üppige Preisschild, dafür findest du auch kein anderes E-Mountainbike, das so flexibel, schnell und fähig ist -- der Mercedes-Benz UCI Downhill World Cup-Rider Bernard Kerr würde das mit Sicherheit unterschreiben.