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Die besten Musikvideos der Woche

Foster The People, DIIV und Tree sind unsere Favoriten der letzten sieben Tage.
Von: Al Horner
3 min readPublished on
Der Rapper Tree aus Chicago live.

Tree

© Aaron Rogosin/Red Bull Content Pool

Foster The People – Coming Of Age

The Glacier Edition

Die Red Bull Glacier Edition mit dem Geschmack von Gletschereis-Himbeere.

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Red Bull Glacier Edition - Image
The Glacier Edition Background
Nachdem sie 2011 mit ihrem Radio-Hit „Pumped Up Kicks“ die Welt eroberten, klingt die Comeback-Single von Foster The People, „Coming of Age“, so richtig nach „Teenage Kicks“ und ist eine Hymne für alle, die auf der Schwelle zum Erwachsenwerdens stehen und noch ihren Platz in der Welt suchen. Das Video erinnert an Mark Fosters eigene Jugend in den frühen 90ern und ist eine nostalgische Verbeugung vor dem Kult-High School-Drama „My So Called Life“. Der Clip entführt uns zurück in eine Zeit, als alles noch einfacher schien und man in Skateparks herumhing und sich ungeschickte Anmach-Sprüche ausdachte...
Angel Olsen – Hi-Five
In dem rätselhaften Video zu „Hi-Five“ streift Grunge-Sängerin Angel Olsen durch die Flure eines leeren Film-Sets an den Requisiten-Regalen entlang – wie eine einsame Schauspielerin, die nichts mit sich anzufangen weiß, sobald der Vorhang gefallen ist und die Bühnenscheinwerfer erlöschen. Der Clip balanciert auf Messers Schneide zwischen unheimlich und verführerisch, dunkel und verlockend – dieselbe Atmosphäre prägt auch ihr demnächst erscheinendes Album „Burn Your Fire For No Witness“, eines der bisher faszinierendsten Hörerlebnisse 2014.
Tree – Like Whoa
Ein Rapper aus Chicago mit Reibeisenstimme, dem die Welt zu Füßen liegt…Warum kommt uns das wohl bekannt vor? Der Unterschied zwischen dem aufstrebenden Rapper/Produzenten Tree und dem Chi-Town-Liebling (und Red Bull Sound Select-Kollegen) Chance the Rapper liegt in seinem dunkleren, verzerrten Sound. Im Video zu seiner neuen Single „Like Whoa“ wandert er durch die verarmten Slums der Stadt und entdeckt die Schönheit inmitten des Elends.
Broken Bells – And I Love Her (The Beatles-Coverversion)
James Mercer und Danger Mouse, zusammen das Duo Broken Bells, coverten beim Auftritt in der Late Show von David Letterman „And I Love Her“ von den Beatles, mit Backing-Aufnahmen von Ringo Starr. Während der Shins-Musiker sich schon lange zum Einfluss der Fab Four bekennt, ist es eher ungewöhnlich, dass Elektro-Produzent Danger Mouse (mit echtem Namen Brian Burton) wieder zu der Band zurückkehrt, die er schon auf seinem „The Grey Album“ remixt hat.
Jorge Elbrose – Call To Ring
Im Video zu „Call To Ring“ ist eine ganze Armee von Headbangern mit weißen Gitarren zu sehen, dazu Frauen in Camouflage-Kleidung an Timpani-Drums und augenlose, dämonische Fratzen, die einen aus gespenstischem Nebel anstarren. Nicht gerade das typische Indie-Pop-Promo-Video, aber Jorge Elbrose, der die Indie-Kulthelden Jorge Elbrecht und Ariel Pink zitiert, ist eben auch keine typische Band. Das Video, bei dem Elbrecht Regie führte, ist so unheimlich, dass man fast die sommerlichen Gitarrensounds und den tollen Refrain vergisst.
DIIV – Like A Rolling Stone (Bob Dylan-Coverversion)
Die Nachricht, dass New Yorks beliebtester Indie-Club 285 Kent geschlossen werden sollte, verbreitete sich im letzten Monat wie ein Lauffeuer. Der Club in Williamsburg, der für seine DIY-Shows berühmt war, mag jetzt verschwunden sein, aber die Erinnerung lebt weiter – beispielsweise in dem rauen Live-Video der Punkband DIIV vom letzten Abend des Clubs. Während ihres Songs „Druun Pt.1“ brach die Band in eine psychedelische, rockige Version von Bob Dylans Klassiker „Like A Rolling Stone“ aus – ein passender Abschiedsgruß.
Al Horner ist Redakteur bei NME.com. Folge ihm auf Twitter!