Egal ob du noch neu im Rafting oder schon ein alter Routinier bist - es gibt immer wieder neue Flüsse zu entdecken, die dir den ersehnten Adrenalinkick garantieren. Von den tiefen Schluchten des Grand Canyons bis zu den ruhigen Gewässern Norwegens: Wir haben die besten Rafting-Destinationen der Welt zusammengetragen.
Nordamerika
Colorado River – Grand Canyon
- Wo: Arizona/Utah, USA
- Warum: Eine wilde Fahrt durch eines der spektakulärsten Naturwunder der Erde, den Grand Canyon, ist dir garantiert
- Schwierigkeit: I-V
- Wann: April bis Oktober
Mit seinen 360 km purer Weißwasser-Rafting-Action und seiner grandiosen Landschaft ist ein Trip durch den Grand Canyon wohl unübertrefflich. Dabei steht einem mit den Optionen von einem Tag bis über drei Wochen eine zeitlich sehr flexible Auswahl bereit. Wenn man nicht in Eile ist, lohnt sich eine längere Tour aber schon alleine wegen der zwei großen Highlights - den Crystal Stromschnellen und den Lava Falls.
Salmon River
- Wo: Idaho, USA
- Warum: Einer der besten mehrtägigen River-Rides weltweit
- Schwierigkeit: III-IV
- Wann: Juni bis August
Diese etwa 170 km lange Rafting-Tour durch unwiderstehliches Weißwasser führt nicht nur durch eine der naturbelassensten Gebiete der USA, sondern ist auch noch gespickt mit etwa 100 Stromschnellen und Schluchten, die sogar tiefer sind als der Grand Canyon.
Der Trip dauert zwischen 6 und 8 Tage - je nach Planung. Normalerweise startet man am Boundary Creek, wo es besonders bei Niedrigwasser (vor allem im Juni) gleich mal richtig zur Sache geht.
Afrika
Sambesi
- Wo: Viktoriafälle, Zambia/Zimbabwe
- Warum: Einer der intensivsten Weißwasser-Trips
- Schwierigkeit: IV-V
- Wann: Juni bis März
Der Sambesi ist bekannt für seine Wildheit, und das bleibt auch bei einer Rafting-Tour kein Geheimnis. Deshalb sollte man ihn auf keinen Fall auf die leichte Schulter nehmen. Unter Insidern wird er auch 'Slam-Besi' genannt. Der Name ist wohl Programm.
Die wohl bekannteste Passage geht über circa 27 km und startet an den Viktoriafällen. Dabei sorgt nicht nur das Wildwasser für ordentlich Adrenalin, sondern auch die dort einheimischen Hippos und Krokodile, auf die man stets ein Auge werfen sollte.
Hat man gewisse Sektionen wie die 'knirschenden Todeskiefer' oder die legendäre 'Waschmaschine' entgegen aller Erwartungen ohne Zwischenfall überstanden, dann sollte man sich nicht vor der Schlüsselstelle namens 'Verwüstung' freuen. Bist du mal im Wasser, dann mach am besten den Mund nicht zu weit auf, denn der Sambesi hat absolut keine Trinkwasserqualität.
Südamerika
Futaleufú
- Wo: Chile
- Warum: Der aufregendste Weißwasser-Trip in Südamerika
- Schwierigkeit: III-V
- Wann: Dezember bis März
Diese Destination beeindruckt mit kristallklarem Gletscherwasser, den spektakulären Bergen Patagoniens sowie mit allen möglichen Schwierigkeitslevels. Dabei folgt man dem Fluss für etwa 65 km und freut sich auf die legendäre Bridge-to-Bridge-Zone, wo man einige der heftigsten Stromschnellen weltweit finden kann.
Aber auch Beginner kommen in ruhigeren Passagen voll auf ihre Kosten und können sich im Rafting üben. Für Fortgeschrittene warten besonders im unteren Teil des Flusses aufregende Abschnitte, nach denen man sich im Camp und den dort existierenden heißen Quellen eine verdiente Pause gönnen kann.
Neuseeland
Rangitikei
- Wo: Nordinsel Neuseelands
- Warum: Eine der wildesten Weißwasser-Fahrten
- Schwierigkeit: II-V
- Wann: Das ganze Jahr
Neuseeland ist ein wildes Land, aber diese Weißwasser-Fahrt setzt ihm die Krone auf:
Lass dich vom sachten ersten Abschnitt nicht beirren, denn etwa nach der Hälfte kommen heftige Stromschnellen auf dich zu, wo du aber immer wieder in den zwischengelagerten Pools eine Pause einlegen kannst. Ein idealer Verlauf für einen repetitiven Adrenalinkick!
Der Ausstiegspunkt ist übrigens direkt neben einem beliebten Pub, wo man sich gerne Geschichten über die erlebten Abenteuer erzählt.
Europa
Noce River – Val di Sol
- Wo: Trentino-Alto Adige, Norditalien
- Warum: Das beste Weißwasser-Rafting in Europa
- Schwierigkeit: III-V
- Wann: Juni bis September
Die Dolomiten sind ein Eldorado für Kletterer und Skifahrer, aber in der Zeit um die Schneeschmelze entwickeln sich Weißwasserströme, die fürs Rafting geradezu perfekt sind.
Dabei legt man eine Strecke von etwa 26 km zurück und überwindet dabei die wilde Schlucht von Mostizzolo, aber auch ruhigere Gewässer zwischen Fucine und Mezzana.
Sjoa - Norwegen
- Wo: Norwegen
- Warum: Alle Schwierigkeitsstufen und atemberaubende Landschaften
- Schwierigkeit: II-V
- Wann: Mai bis Oktober
Diese eisigen Gletscherwasser, die sich durch enge Schluchten und tiefe Wasserfälle ihren Weg nach unten bahnen, sind sowohl für Familien als auch für Profis geeignet.
Die bekannteste und auch beliebteste Passage bietet über eine Strecke von etwa 16 km anfängerfreundliche Stromschnellen mit stärkerem Wellengang im tieferen Wasser und technisch anspruchsvolleren Stellen im seichten Wasser. Flussabwärts wartet jedoch der Åseng Canyon auf dich, wo du deine Skills in engen, turbulenten Schluchten unter Beweis stellen kannst.
Tara - Montenegro
- Wo: Montenegro
- Warum: Einer der tiefsten Fluss-Canyons
- Schwierigkeit: III-IV
- Wann: Mai bis Oktober
Dieser Grenzfluss Montenegros hat den Status UNESCO Weltkulturerbe zu sein, und er hält auch, was er verspricht. Dabei kommst du in den Genuss von über 50 Stromschnellen.
Besonders der Abschnitt zwischen Brstanovica und Scepan Polje ist beliebt. Dabei windet sich das Wasser den Fluss hinunter, als ob es über Treppen hinabsteigen würde. 21 Grad steile Stromschnellen über 18 km sprechen für sich.