Laufsport

Kuriose Weltrekorde und was man dafür braucht!

© Red Bull
Vor Florian Neuschwanders 3-Stunden-Laufband-Weltrekordversuch zeigen wir dir drei kuriose Weltrekorde und sagen dir, was man braucht, um auf einem Laufband Geschichte zu schreiben.
Autor: Henner Thiesveröffentlicht am

1. Gene Dykes bricht den M70-Marathon-Weltrekord

Wer, Was? Am 15. Dezember 2018 läuft der Amerikaner Gene Dykes den Jacksonville-Marathon in 2 Stunden 54 Minuten und 23 Sekunden. Damit unterbietet der 70-Jährige den M70-74 (Anm. d. Red.: Alterklasse der Männer zwischen 70 und 74) Weltrekord des Kanadiers Ed Whitlock aus dem Jahr 2004 um satte 25 Sekunden.
Was es brauchte: Mut zur Lücke und eine Pace von 4:08 min/km auf 42,2 km.

2. Nathalie Pohl schwimmt von Spanien nach Marokko

Wer, Was? Bei Wassertemperaturen zwischen 14 und 16 Grad durchschwimmt die damals 21-jährige Marburgerin Nathalie Pohl im April 2016 in nur 2 Stunden und 53 Minuten 14 km die Strasse von Gibraltar, also vom spanischen Tarifa bis zum Point Cires in Marokko! Weltrekord.
Was es brauchte: Keinen Neoprenanzug! Nur jede Menge Mut, Wille und Können.

3. Dreifach-Mutter schiebt ihre Kinder zum Marathon-Weltrekord

Wer, Was? Im Juni 2019 läuft die 35 Jahre alte, dreifache Mutter, Cynthia Arnold mit ihrem Dreier-Buggy in nur 3 Stunden und 11 Minuten in Montana einen Marathon. Mit dabei, ihre drei 6, 4 und 1 Jahre alten Kinder! Fertig ist ein neuer offizieller Guiness-Weltrekord.
Was es brauchte: Frauenpower, drei Kinder und einen Dreier-Buggy.

Was Florian Neuschwander braucht, um am 27. Februar einen neuen 50 km-Laufband-Weltrekord aufzustellen, liest du hier:

1. Wille
Man muss es wollen. Wenn man an sich schon keinen Bock auf Laufband hat, ist das Ding gegessen. Ich laufe ganz gern auf dem Laufband, sonst würde ich es nicht machen.
2. Kontinuität
Man muss am Ball bleiben. Gerade die längeren Kanten muss man auf dem Laufband über einen längeren Zeitraum regelmäßig trainieren.
3. Spaß
Ohne Spaß geht gar nichts. Nicht im Leben und nicht beim Laufen. Mir macht laufen sogar auf dem Laufband Spaß. Zusätzlich lenke ich mich beim Laufen längerer Strecken gerne mit Videos oder Musik ab. Also sowas wie das Endspurtfinale von Jan Fitschen, als er Europameister über die 10.000 m wurde, oder musiktechnisch Punk oder Rock. Alles, was am Ende nochmal pusht! Im Optimalfall läuft dann noch jemand auf einem Laufband neben mir her – aber da weiß ich nicht, ob ich das alles organisiert bekomme (lacht).
Ultrarunner Florian Neuschwander jubelt während eines Interviews in München.
Flo Neuschwander freut sich auf seinen Weltrekordversuch!
4. Belohnung
Man sollte schon vor dem Rekordversuch wissen, womit man sich danach belohnt. Irgendwas, wo man Bock drauf hat... ein fettes Eis, oder vielleicht ein bisschen Wellness und danach in die Sauna gehen. Ganz egal, Hauptsache, man weiß, wie man es sich danach gut gehen lassen will.
5. Regeneration
Ein ganz wichtiger Punkt! Man muss nicht nur vor und während des Laufens auf den eigenen Körper hören, sondern vor allem danach. Man sollte dem Körper immer die nötige Regeneration gönnen und sie fördern, wo und wie man kann.
Du willst noch mehr Weltrekorde sehen? Kein Problem!