Felipe Fraga fährt an der Spitze bei der dritten DTM-Runde 2022 in Imola, Italien.
© Julian Kroehl/Red Bull Content Pool
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DTM in Imola 2022: Felipe Fraga führt...und scheitert dennoch

Felipe Fraga zeigte ein herausragendes Qualifying, startete bei einem chaotischen Rennen in Imola in der Front-Row und übernahm die Führung...bis eine Kollision alle Träume zunichte machte.
Autor: Paul Keith
3 min readveröffentlicht am
Es war ein harter Tag im Büro für Felipe Fraga bei einer chaotischen dritten Runde der DTM-Weltmeisterschaft auf dem Autodromo Internazionale Enzo e Dino Ferrari, nachdem er sich von einem DNF im ersten Rennen zurückgekämpft hatte. Fraga lieferte eine souveräne Runde ab, um sich die Pole 0,152 Sekunden vor dem 22-jähirgen Schweizer Racer Ricardo Feller zu sichern.
Und Fraga behielt beim Start die Nerven, während Feller seinen Reifen in der Eröffnungsrunde in den Kies tauchte. Der Brasilianer übernahm die frühe Führung. In Runde drei kollidierten jedoch Thomas Preining und Rolf Ineichen, womit das Safety Car ausfahren musste.
Der Großteil des Feldes ging an die Box, um sich frische Reifen abzuholen, beim Restart in Runde sechs gelang es Feller aber, die bessere Linie zu finden und Fraga zu überholen. Dann holte sich der Ferrari 488 GT3 Evo 2020 des Brasilianers einen Platten, der wiederum sein Rennen beendete.
Das Team arbeitete hart und wir kämpften um den Sieg mit, aber ich bekam einen Schlag von hinten ab. Es ist wirklich enttäuschend. Jetzt können wir uns nur auf das nächste Rennen fokussieren.
Die DTM-Regeln schreiben vor, dass hinter einem Safety Car nicht beide Autos an die Box gehen dürfen, damit setzte Nick Cassidy, der als Sechster startete, auf den Vorteil der Track-Position - eine gute Strategie, da das Überholen auf dieser Strecke unheimlich schwierig ist. Er konnte die Führung übernehmen, die er zu nutzen wusste: Er legte nach und nach eine schnelle Runde hin, um sich am Ende den Bonuspunkt zu sichern. Als er sich frische Reifen abholen musste, fiel er jedoch auf den 17. Platz zurück.
Nick Cassidy fährt bei der dritten Runde der DTM 2022 in Imola, Italien.
Hot Lap: Nick Cassidy legt die schnellste Runde in Imola aufs Parkett.
"Es war ein solider Tag, würde ich behaupten. Wir hatten ein gutes Qualifying, das Rennen verlief auf P5 auch gut und wir sahen richtig stark aus", meinte Cassidy im Anschluss. "Leider durfte während des Safety Cars nur ein Auto an die Box, doch wir konnten draußen bleiben und unseren Speed zeigen, was uns die schnellste Runde einbrachte - das ist ein wichtiger Punkt. Was die Performance betrifft, können wir, obwohl das Wochenende wirklich frustrierend verlief, positiv in die Zukunft schauen."
Feller gewann schlussendlich das Rennen und sicherte sich ein Double für ABT Sportline Audi gemeinsam mit René Rast, der seinen ersten Sieg nach seinem Comeback einfuhr. AF Corse musste jedoch in Rennen eins eine schwere Pille schlucken, da Fraga mit einem DNF abschloss und Cassidy über Platz 14 nicht hinaus kam. Die Pace ist zweifellos da, aber das Team braucht das notwendige Glück, um sich die Belohnung für die harte Arbeit endlich abholen zu können.
"Es war ein wertes Mal ein hartes Wochenende für uns", erzählt Fraga, der in sechs Rennen nur eines davon beenden konnte. "Das Team arbeitete hart und wir kämpften um den Sieg mit, aber ich bekam einen Schlag von hinten ab. Es ist wirklich enttäuschend. Jetzt können wir uns nur auf das nächste Rennen fokussieren."
Fraga, Cassidy und das Red Bull AF Corse Team muss nun darauf warten, bis die DTM am 1. Juli auf dem legendären Norisring in Nürnberg, Deutschland, in die nächste Runde geht.