Sébastien Loeb beim DTM 2022 Team Launch in Spa-Francorchamps. Wir stellen euch 5 Formel-1-Fahrer vor, die nach ihrem Ende in der Königsklasse in der DTM gestartet sind.
© Geoffrey Meuli / Red Bull Content Pool
DTM

Diese F1-Fahrer wechselten später in die DTM

Wir stellen euch 5 Formel-1-Fahrer vor, die später auch in der DTM an den Start gingen.
Von: Philipp Briel
7 min readPublished on
Die Formel 1 gilt gemeinhin als Königsklasse des Motorsports und verlangt ihren Fahrern absolut alles ab. Nach ihrer Karriere suchten bereits einige Piloten eine neue Herausforderung und wurden dabei in der Tourenwagen-Rennserie DTM fündig. 5 davon stellen wir euch hier vor.
01

Alex Albon

Alexander Albon beim EuroSpeedway in Lausitz, Deutschland

Alex Albon beschäftigt sich mit der DTM

© Julian Kroehl/Red Bull Content Pool

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Die DTM im Fokus: Unsere Doku 'Driving DTM' beleuchtet die wichtigste Tourenwagen-Serie Deutschlands.
02

Mika Hakkinen

Dani Pedrosa und Mika Hakkinen während des Gamma Racing Day in Assen, 2016.

Zu einer aktiven Karriere in der MotoGP kam es für Mika Hakkinen nie.

© Jarno Schurgers / Red Bull Content Pool

Der vielleicht bekannteste Name, der nach seinem Engagement in der Formel 1 auch in der DTM startete, ist Mika Hakkinen. Zwischen 1991 und 2001 startete der Finne insgesamt 161 Mal in der Formel 1 und krönte sich in den Jahren 1998 und 1999 im McLaren zum Fahrerweltmeister.
Nach seinem Ende in der Königsklasse legte Hakkinen eine dreijährige Rennsport-Pause ein, bevor er in den Jahren 2005, 2006 und 2007 in der DTM an den Start ging. Schon in seinem dritten Rennen sicherte sich der „fliegende Finne“ Pole-Position und Rennsieg im belgischen Spa-Francorchamps, an seine erfolgreiche F1-Karriere konnte er allerdings nicht mehr anknüpfen. Im November 2007 kündigte Hakkinen dann seinen Rücktritt aus der DTM und aus dem aktiven Rennsport an.
03

David Coulthard

David Coulthard im Cockpit seines DTM-Boliden für das Rennen in Oschersleben, 2012.

David Coulthard startete zwischen 2010 und 2012 in der DTM.

© Dutch Photo Agency / Red Bull Content Pool

In beiden Weltmeisterschaftssaisons von Hakkinen stand ihm dabei ein gewisser Schotte namens David Coulthard als Teamkollege zur Seite, der in der Formel-1-Saison 1996 von Williams zu McLaren wechselte. 1997 und 1998 wurde „DC“ jeweils Dritter in der Fahrerweltmeisterschaft und krönte sich in der Saison 2001 sogar zum Vize-Weltmeister.
Zur Saison 2005 wechselte Coulthard zum neu gegründeten Rennstall Red Bull Racing, der aus dem Jaguar-Team hervorgegangen war und leistete dort wichtige Aufbauarbeit. Bereits ein Jahr später sicherte Coulthard mit seinem dritten Platz in Monaco die erste Podestplatzierung von Red Bull Racing in der Formel 1. Zum Saisonende 2008 kündigte Coulthard seinen Abschied aus der Formel 1 an.
Genau wie sein einstiger Teamkollege Mika Hakkinen, zog es auch den Schotten nach einer kurzen Verschnaufpause wieder auf den Asphalt und so sollte Coulthard zur Saison 2010 als Teamkollege von Maro Engel in der DTM an den Start gehen. Beim Saisonfinale in Shanghai sicherte sich DC seine ersten Punkte und fuhr die schnellste Rennrunde. Zwei weitere Jahre im Tourenwagen-Sport sollten folgen, bevor Coulthard zum Ende der Saison 2012 seine aktive Motorsport-Karriere ausklingen ließ.
Spannende Fakten zu David Coulthard

(Fast) Immer auf dem Podium

Zwischen 1994 und 2003 gelang es "DC" in jeder F1-Saison, immer mindestens einmal auf dem Podium zu landen.

Aber immer in den Punkten...

In jeder Saison, in der Coulthard in der F1 startete, sammelte der Schotte Punkte. Am Ende waren es 535 WM-Punkte

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Englisch +9

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Ralf Schumacher

David Coulthard, Miguel Molina, Martin Tomczyk und Ralf Schumacher beim DTM-Lauf am Red Bull Ring in Spielberg, 2012.

Der Name Schumacher ist F1- und DTM-Fans wohlbekannt.

© Philip Platzer / Red Bull Content Pool

„Schumi 2“, Bruder des F1-Rekordweltmeisters Michael Schumacher, dürfte jedem Deutschen Rennsport-Fan ein Begriff sein. Zehn Jahre lang, zwischen 1997 und 2007, war Ralf Schumacher in der Formel 1 aktiv, startete zu 180 Grand Prix‘ und konnte sechs Rennen gewinnen. Seine erfolgreichsten Saisons schloss Schumacher in den Jahren 2001 und 2002 für das BMW WilliamsF1 Team ab, in denen er sich jeweils Platz 4 in der Fahrerweltmeisterschaft sicherte.
Direkt nach seinem Karriereende in der F1 zog es auch Schumacher in die DTM und ebenfalls zu Mercedes-Benz. Bereits im zweiten Rennen der Saison 2008 fuhr er in Oschersleben in die Top-10. Beim Rennen auf dem Nürburgring holte er dann auch schon seinen ersten Punkt.
Auf die erste Podestplatzierung musste Ralf Schumacher allerdings warten. Diese folgte beim Auftaktrennen der Saison 2011 am Hockenheimring. Kurz darauf ließ Schumacher einen zweiten Platz am Red Bull Ring folgen. Obwohl Schumacher für die Saison 2013 ein Cockpit sicher hatte, kündigte er vor dem Saisonstart überraschend seinen Abschied aus der DTM und dem aktiven Motorsport an.
In der aktuellen DTM-Saison 2022 erklingt der Name Schumacher allerdings erneut. Denn David Schumacher, Sohn von Ralf Schumacher, feiert in der neuen Saison sein Debüt in der Tourenwagen-Rennserie.
Der umgekehrte Weg (von der DTM in die F1)

Michael Schumacher

F1-Rekordweltmeister Michael Schumacher war vor seine Karriere in der Königsklasse kurzfristig in der DTM aktiv

Heinz-Harald Frentzen

"HHF" sollte vor seiner F1-Karriere noch 1993 in der DTM starten, trat aber nicht an. Später kam es aber doch dazu

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Jean Alesi

Jean Alesi beim Formel-1-Grand Prix von Österreich am Red Bull Ring, 2017.

F1-Urgestein Jean Alesi ließ seine Karriere in der DTM ausklingen.

© GEPA pictures / Red Bull Content Pool

Der Franzose Jean Alesi ist älteren Anhängern der Formel 1 ein Begriff, immerhin zählt der Rennfahrer zu den erfolgreichsten F1-Fahrern Frankreichs. Zwischen 1991 und 2001 startete Alesi ganze 201 Mal in der Königsklasse – Platz 20 in der ewigen Bestenliste. In seiner aktiven Zeit trat er für sechs verschiedene Teams an, holte 241 WM-Punkte und landete in seinen erfolgreichsten Jahren, 1996 und 1997, zwei Mal auf Platz Vier der Fahrer-WM.
In den beiden darauffolgenden Jahren ging Alesi für das Red Bull Sauber Petronas-Team an den Start, bevor er am Ende der Saison 2011 im Jordan seine F1-Karriere beendete. 2002 wechselte Alesi in die DTM, wo er im Cockpit eines AMG-Mercedes CLK DTM Platz nahm.
Bereits bei seinem Auftaktrennen landete Alesi auf Platz 3 am Hockenheimring, kurz darauf folgte der erste DTM-Sieg im britischen Donnington Park. Am selben Ort konnte der Franzose auch in den beiden darauffolgenden Jahren als Erster die Ziellinie überqueren, 2003 und 2005 gewann er am Hockenheimring. Auch Alesi beendete seine aktive Rennsport-Karriere in der DTM und gab zum Ende der Saison 2006 seinen Rücktritt bekannt.
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Sébastien Loeb

Sébastien Loeb beim DTM 2022 Team Launch in Spa-Francorchamps. Zum Saisonstart in Portimao geht der Franzose in der DTM an den Start.

Der neunfache WRC-Champion Sébastien Loeb startet 2022 in der DTM

© Geoffrey Meuli / Red Bull Content Pool

Okay. Technisch gesehen war der Franzose Sébastien Loeb nie ein Formel-1-Fahrer. Viel hätte aber nicht gefehlt. Im Dezember 2007 absolvierte er erste Winter-Testfahrten für Renault auf dem Circuit Paul Ricard. Ein Jahr später trat er für Red Bull Racing sogar zu den offiziellen Wintertests auf dem Circuit de Catalunya an und landete hinter dem Steuer des Red Bull RB4 auf Platz 8.
Zur Mitte der Saison 2009 wäre Loeb fast als Fahrer für die Scuderia Toro Rosso in der Formel 1 gestartet, doch eine Verweigerung der notwendigen Superlizenz seitens der FIA machte den Formel-1-Plänen von Loeb ein für allemal einen Strich durch die Rechnung.
Den im elsässischen Haguenau geborenen Motorsport-Tausendsassa dürfte das aber nur bedingt ärgern. Immerhin kann er schon jetzt auf eine beispiellose Karriere im Rennsport zurückblicken, in der er sich unter anderem neun Mal zum Rallye-Weltmeister und vier Mal zum Sieger des Race of Champions krönen konnte.

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