Elden Ring Vorschau
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Elden Ring Vorschau: Das erste Gaming-Highlight für 2022

Elden Ring will im Jahr 2022 in die Fußstapfen der Dark Souls-Reihe treten. Wir haben das Action-RPG bereits gespielt und verraten euch, warum ihr euch auf das Game freuen könnt.
Autor: Philipp Briel
7 min readveröffentlicht am
Soulslike-Fans haben Grund zur Freude, denn am 25. Februar 2022 erscheint mit Elden Ring endlich das neue Action-Rollenspiel aus der Feder des japanischen Game-Designers Hidetaka Miyazaki. Trotz einiger Parallelen zu den bisherigen FromSoftware-Titeln wartet Elden Ring mit einige spannenden Neuerungen auf. In unserer Vorschau verraten wir euch, warum ihr euch auf das Spiele-Highlight 2022 freuen dürft.
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Eine Prise Dark Souls…

Die gute Nachricht für Genre-Fans: Elden Ring hat einiges von den vorangegangenen FromSoftware-Titeln wie Dark Souls, Bloodborne, Sekiro oder zuletzt dem Demon’s Souls Remake geerbt. Allem voran natürlich der knackige, aber stets faire Schwierigkeitsgrad.
So werdet ihr auch in Elden Ring etliche Male das Zeitliche segnen, fluchen und durchdrehen. Gleichzeitig aber auch lernen, verstehen und über euch hinauswachsen. Neben dem gewohnt knackigen Schwierigkeitsgrad weist Elden Ring noch mehr Parallelen zu Dark Souls und Co auf.
Angesiedelt in einer düsteren Fantasy-Welt samt groteskem Gegnerdesign kann man dem Game seine Herkunft nicht absprechen. Auch in den Kämpfen erinnert einiges an die indirekten Vorgänger, denn noch immer kommt ihr ohne den Einsatz von Blocks, Paraden und Ausweichmanövern nicht allzu weit.
Damit richtet sich auch Elden Ring keineswegs an absolut alle Spieler und bedient vor allem Fans des Genres. Und doch wartet der Titel mit derart vielen frischen Ideen auf, die ihn für viele Spieler interessant machen, die mit den vorangegangene RPGs des japanischen Studios nichts anfangen konnten.
Screenshot aus Elden Ring zeigt den Kampf gegen mehrere Gegner.
Das Artdesign von Elden Ring erinnert an Dark Souls.
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… Mit neuem Spielgefühl

Die vielleicht wichtigste Neuerung, in der sich Elden Ring von Dark Souls oder Bloodborne unterscheidet, ist die vollständig offene Spielwelt. Anstatt fest vorgegebenen schlauchigen Wegen zu folgen, entlässt euch das Action-RPG direkt nach dem Tutorial in die Open World.
Die erinnert ein wenig an The Legend of Zelda: Breath of the Wild, denn Markierungen für Nebenmissionen, wichtige Orte oder den Weg zum nächsten Hauptziel sucht ihr vergebens.
In Elden Ring nimmt die Erkundung einen hohen Stellenwert ein. Erfreulicherweise warten die Zwischenlande, so der Name der Welt, mit derart vielen spannenden Arealen und versteckten Geheimnissen auf, dass Entdeckernaturen voll auf ihre Kosten kommen.
Screenshot aus Elden Ring zeigt die Hauptfigur auf einem Pferd beim Sprung über eine Schlucht.
Dank Open World spielt sich Elden Ring frisch.
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Eine beeindruckende offene Spielwelt

Bereits die ersten Schritte in der offenen Welt von Elden Ring machen Lust auf mehr. Ihr bestaunt die beeindruckende Umgebung, lasst den malerischen Himmel auf euch wirken und lasst euren Blick in die Ferne schweifen. Moment: Ist das dahinten eine Höhle? Und so beginnt das Abenteuer.
In Limgrave, so der Name der ersten Region im Spiel, gibt es eine ganze Menge zu entdecken. Wie viel ihr davon tatsächlich sehen werdet (oder wollt), liegt ganz bei euch. So durchkämmt ihr Wälder, Täler, Moore und Gebirgsebenen, die allesamt mit ihren eigenen Gegnertypen, Höhlen und Geheimnissen aufwarten.
Keiner der Orte ist auf eurer Karte markiert, wenn ihr nicht schon einmal dagewesen seid. Und doch lohnt es sich, jeden noch so entlegenen Winkel zu erkunden. Immerhin werdet ihr überall mit nützlichen Items belohnt oder sammelt zumindest durch die damit verbundenen Kämpfe zusätzliche Erfahrung, die euch das Weiterkommen erleichtern.
Screenshot aus Elden Ring zeigt den NPC Melina, die euch eine Hilfestellung anbietet.
Ab und zu trefft ihr in der Welt auch auf NPCs wie Melina.
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Ihr reit‘ durch Sturm und Wind: Das Mount

Dass die Reise durch eine solch gewaltige Spielwelt einiges an Zeit in Anspruch nimmt, versteht sich von selbst. Wie gut, dass euch Elden Ring relativ kurz nach Spielbeginn mit dem gehörnten Pferd Sturmwind ein waschechtes Mount zur Seite stellt.
Das Spektralpferd könnt ihr mithilfe einer Pfeife jederzeit herbeirufen. Dabei ist es nicht nur äußerst praktisch, um schnell von A nach B zu reisen, sondern lässt euch in Windeseile auch aus brenzligen Situationen flüchten – beispielsweise, wenn eine Horde Riesen eure Verfolgung aufgenommen hat.
Sturmwind steuert sich recht präzise und lässt euch zudem direkt aus dem Sattel in die Schlacht ziehen. Das ist allerdings nur bedingt effektiv, da euer Angriffsrepertoire zu Ross stark begrenzt ist. Und haut euch ein Kontrahent aus dem Sattel, seid ihr ihm mehrere Sekunden lang schutzlos ausgeliefert.
Screenshot aus Elden Ring zeigt einen Kampf auf dem Pferd Sturmwind.
Euer getreues Ross Sturmwind ist immer an eurer Seite.
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Elden Ring als Schleichspiel

Vom Ninja-Abenteuer Sekiro: Shadows Die Twice hat Elden Ring das Schleichsystem geerbt, das sich ebenfalls gut in das Spielgeflecht einfügt. Per Knopfdruck geht euer Charakter in die Hocke, um so im hohen Gras unbemerkt voranzukommen.
Aufgrund des Open-World-Ansatzes lassen sich damit sogar ganze Gruppen vollständig umgehen, wenn euch mal der Sinn nicht nach einem offenen Schlagabtausch steht. Alternativ könnt ihr euren Widersachern aber auch mit einem einzigen, gut getimten Backstab den Garaus machen.
Das Schleichsystem ist zwar bei Weitem nicht so komplex wie in einem Metal Gear Solid oder Splinter Cell, fügt dem Elden Ring Gameplay aber eine ganz neue Nuance hinzu, die für frischen Wind sorgt.
Screenshot aus Elden Ring zeigt die Hauptfigur, die sich im Gras versteckt.
Im hohen Gras werdet ihr nahezu vollständig unsichtbar.
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Ruinen und Dungeons

Beim Erkunden der Welt stoßt ihr unweigerlich auf Höhlen, altertümliche Ruinen oder andere Geheimverstecke, in die die Entwickler klassische Dungeons eingeflochten haben. Dank der Hardware-Power der aktuellen Konsolen geht der Wechsel zwischen riesiger Außen- und linearer Innenbereiche erfreulicherweise komplett ohne Ladezeiten vonstatten.
In diesen Dungeons spielt sich Elden Ring dann deutlich linearer und mehr wie ein klassisches Souls-Abenteuer. Am Ende der Ruinen erwartet euch dann immer auch ein besonders knackiger Bosskampf, der euch dafür nach dem Triumpf mit besonders hochwertiger Beute belohnt.
Praktisch zudem, dass sich innerhalb der Ruinen – sowie an vielen Orten in der Open-World – Speicherpunkte finden lassen, bei denen ihr nach eurem Scheitern wiederaufersteht. Die heißen in Elden Ring „Site of Grace“ und stellen das Äquivalent zu den bekannten Leuchtfeuern dar, immerhin könnt ihr auch per Schnellreise zwischen bereits entdeckten Zwischenstopps hin- und herspringen.
Doch nicht nur in den Dungeons bekommt ihr es mit knackigen Bossen zu tun, auch die offene Welt steckt voller besonderer Gefahren. Beim Erkunden eines Moores weckt ihr einen riesigen, uralten Drachen der mit seinem Feueratem mal eben die gesamte Umgebung in Brand steckt. Skyrim lässt grüßen.
Auf Wunsch könnt ihr euch auch direkt zu Spielbeginn den Bosskämpfen stellen oder direkt dem Hauptpfad zu verschiedenen Endbossen folgen. Ein Fest für Speedrunner wie David ‘GrandPOOBear’ Hunt.
Screenshot aus Elden Ring zeigt die Gemäuer des Stormveil Castle.
Im Stormveil Castle Dungeon trefft ihr auf den ersten Endboss.
Bereit für die Herausforderungen: Speedrunner GrandPooBear baut das Studio seiner Träume - und so sieht es aus. Nach Dark Souls Remastered dürfte sich Hunt im kommenden Jahr mit Sicherheit auch Elden Ring stellen.
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Das Kampfsystem von Elden Ring

Neben der Erkundung nehmen die Kämpfe in Elden Ring den höchsten Stellenwert ein. Souls-Veteranen werden sich in den Techtelmechteln sofort heimisch fühlen. Von den Bewegungen über die Manöver bis hin zu den komplexen Taktiken und dem Studieren der Angriffsmuster erinnert vieles an die anderen Titel des Studios.
Insgesamt gibt es im fertigen Spiel zehn Charakterklassen, die allerdings nur Einfluss auf de Start-Attribute haben. Später verlaufen die Grenzen zwischen den einzelnen Klassen, sodass ihr die Spielfigur erschafft, die am besten zu eurem bevorzugten Stil passt. Ob ihr also mit Schwert und Schild, wuchtigen Zweihändern, Zaubern oder Pfeil und Bogen in den Kampf zieht, bleibt ganz allein euch überlassen. Für Abwechslung ist also allemal gesorgt.
Eine spannende Neuerung stellen die sogenannten Summonings dar. In der Nähe bestimmter Monumente könnt ihr verbündete Geister herbeirufen, die euch kurzzeitig im Kampf unterstützen. Wölfe, nordische Krieger oder mit Fackeln bewaffnete Bauern sind nur ein paar Beispiele.
Diese Geister sind zudem äußerst stark und können in manchem zuvor unmöglich erscheinenden Bosskampf das Zünglein an der Waage darstellen, das euch zum Sieg führt.
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PVP- und Koop-Modus von Elden Ring

Optional könnt ihr Elden Ring auch im Koop-Modus spielen oder kompetitiv andere Spielern herausfordern. Auch dieses System hat der Titel von der Souls-Reihe geerbt, denn der Elden Ring Multiplayer ist rein indirekt.
Sprich: Ihr benötigt bestimmte Items, um andere Spieler in eure Welt einladen oder eine Invasion in die Welt eines anderen Spielers starten zu können. Gewinnt ihr ein Duell, winken hochwertige Belohnungen, während vor allem die kooperative Hilfe eines anderen Helden bei Bosskämpfen hilfreich ist. Wer keine Lust hat und das Game lieber allein erleben möchte, der versieht seine Sitzung einfach mit einem Passwort.
Screenshot aus Elden Ring zeigt zwei Spieler im Koop-Modus.
Der indirekte Koop- und PVP-Modus kehrt in Elden Ring zurück.
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Elden Ring wird ein Highlight

Wer Dark Souls mochte, wird Elden Ring lieben. Das neueste Abenteuer von FromSoftware nimmt sich das beste aus der kultigen Spiele-Reihe und fügt mehr als genug Neuerungen und frische Ideen hinzu, die die klassische Souls-Formel sinnvoll verbessern.
Vor allem die Open-World, die ganz ohne nervige Sammelaufgaben daherkommt, hebt das Action-RPG auf eine ganz neue Ebene. In Kombination mit dem abwechslungsreichen und fordernden Kampfsystem, der schicken Technik und der hoffentlich packenden Story startet das Gaming-Jahr 2022 mit einem echten Highlight.