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Die besten Tipps und Tricks für F1 2019

© Codemasters
F1 2019 von Codemasters wartet mit zahlreichen Neuerungen auf. Wir liefern euch die besten Tipps und Tricks, damit ihr ganz oben auf dem Podium landet.
Autor: Philipp Brielveröffentlicht am
Rund zwei Monate früher als sonst schickt Codemasters mit F1 2019 den neuesten Ableger der offiziellen Videospielreihe zur Formel 1 an den Start. Mit von der Partie sind in diesem Jahr zahlreiche Neuerungen, darunter die Formel 2, eine waschechte Story und die Integration der F1 Esports Series. Doch auch auf der Strecke hat sich eine Menge getan. Kluge Detailverbesserungen machen F1 2019 zum bislang besten Formel-1-Spiel des britischen Studios. Das macht den Weg an die Spitze des Podiums schwieriger als je zuvor. Mit unseren Tipps und Tricks sichert ihr euch den Platz ganz oben auf dem Podium.

1. Der Einstieg in die Formel 2

Mit F1 2019 feiert die Formel 2 ihre Videospielpremiere. Zu Beginn der Karriere geht ihr in drei gescripteten Events an den Start, um die Weichen für eure Zukunft in der Königsklasse zu stellen. Optional könnt ihr die F2-Events im Menü allerdings auch vollständig überspringen.
Ob ihr diese fahren wollt, ist ganz alleine euch überlassen. Eure Entscheidungen auf der Rennstrecke, beispielsweise beim Einhalten der Stallorder oder eurem Verhalten bei einer Zeitstrafe eures Konkurrenten haben Auswirkungen auf die Verträge, die euch für die Formel 1 angeboten werden. Die Unterschiede fallen allerdings äußerst gering aus, euch entsteht also kein echter Nachteil dadurch, wenn ihr die Formel 2 einfach überspringt.
Wer die Nachwuchsserie trotzdem kennenlernen möchte, kann im Hauptmenü des Spiels auch die komplette 2018er Saison fahren. Die Daten für die Saison 2019 sollen später als kostenloses Update folgen. Grundsätzlich unterscheidet sich das Fahrverhalten der Formel 2 stark von dem des großen Bruders, doch auch am Ablauf der Saison ändert sich einiges. So geht ihr hier an jedem Wochenende in zwei Rennen an den Start. Neben einem normalen Rennen wartet zudem ein Sprintrennen auf euch.
Um euch mit dem Fahrverhalten von F1 2019 vertraut zu machen empfiehlt es sich jedoch, mit der Formel 2 einzusteigen. Dank etwas weniger PS unter der Haube und mehr Abtrieb könnt ihr euch mit der grundlegenden Steuerung vertraut machen, was euch in der Formel 1 den Einstieg erleichtert.

2. Nutzt die neue HUD-Anpassung

F1 2019 setzt beim HUD, also den Bildschirmeinblendungen, auf die offizielle Variante der TV-Übertragungen. Neu hingegen ist die Option, das HUD in den Einstellungen des Spiels nach eurem Belieben anzupassen.
Die Anzeigen für eure Position, schnellste Rundenzeit, Minikarte der Strecke oder Einblendungen von Flaggen lassen sich im Optionsmenü vollkommen frei auf dem Bildschirm verschieben. Zumindest solange sie sich nicht überschneiden. Nutzt dieses Feature, um die Einblendungen so zu positionieren, damit sie euch den bestmöglichen Überblick liefern.

3. Stellt euch die Kamera ein

F1 2019 bietet genretypisch eine ganze Menge Kameraperspektiven. Vom Cockpit über die Außenansicht bis zur bekannten TV-Kamera. Diese könnt ihr im Optionsmenü ebenfalls nach eurem Gusto anpassen und beispielsweise das Field of View (also den sichtbaren Bereich) oder den Winkel anpassen.
Nehmt euch unbedingt die Zeit, die Kamera so einzustellen wie es euch gefällt. Gerade im Multiplayer hat eine Vergrößerung des sichtbaren Bildes den Vorteil, dass ihr auf der Strecke – beispielsweise bei Überholmanövern – mehr Übersicht habt. Das minimiert das Risiko eines Unfalls.
Der Red Bull RB15 im direkten Duell mit Mercedes und Ferrari in Bahrain
In F1 2019 könnt ihr die Kamera stark anpassen.

4. Der Karrieremodus von F1 2019: Tipps für den Start

Wie bereits im Vorgänger habt ihr auch in F1 2019 die freie Wahl, für welches Formel-1-Team ihr zu Beginn der Karriere an den Start gehen wollt. Auch diesmal solltet ihr euch nicht sofort für eines der drei Top-Teams Red Bull, Ferrari oder Mercedes entscheiden.
Der Grund ist simpel: Diese Teams stellen deutlich höhere Anforderungen an euch, als die kleineren Vertreter. Während sich diese bereits mit eingefahrenen Punkten zufriedengeben, wollen die großen Drei Rennsiege sehen.
Außerdem ist es wichtig, die drei freien Trainings zu absolvieren. Dort könnt ihr zwischen verschiedenen Trainingsprogrammen wählen, die euch mit zusätzlichen Erfahrungspunkten belohnen. Diese investiert ihr wiederum im verzweigten Forschungs- und Entwicklungsbaum in Verbesserungen für Motor, Aerodynamik oder Chassis.
Trainingsprogramme lassen sich erfolgreich beenden (grüne Anzeige) und perfektionieren (lila Anzeige). Gelingt es euch, ein Programm zu perfektionieren, winkt die doppelte Anzahl an Erfahrungspunkten. Welche Programme ihr wählt, ist ganz alleine euch überlassen und hängt von euren Vorlieben ab. Gerade die Streckenakklimatisierung und das Qualifying-Tempo gehören zu den einfachsten Herausforderungen. Behaltet zudem stets die Teamziele im Blick, die für jeden der 21. Kurse anders ausfallen und euch ebenfalls mit Bonuserfahrung belohnen.
Bereits nach den ersten Rennen könnt ihr neben eurem Teamkollegen einen weiteren Rivalen auswählen. Dieses Feature solltet ihr unbedingt nutzen, sobald es verfügbar ist. Schlagt ihr euren Kontrahenten, winken zusätzliche Erfahrungspunkte.

5. Den Forschungs- und Entwicklungsbaum verstehen

Der aus den Vorgängern bekannte Forschungs- und Entwicklungsbaum feiert in F1 2019 ebenfalls ein Comeback. Die zuvor erwähnten Erfahrungspunkte investiert ihr in insgesamt vier Kategorien: Antrieb, Strapazierfähigkeit, Chassis und Aerodynamik. Zudem warten alle zehn Formel-1-Teams mit exklusiven Upgrades auf, die anderen Teams nicht zur Verfügung stehen. Diese lohnen sich besonders.
Gerade zu Beginn ist der Verschleiß an Teilen enorm, weshalb ihr euch zunächst auf die Strapazierfähigkeit konzentrieren solltet. Der Grund: So riskiert ihr deutlich weniger Strafen für den Wechsel von Teilen während der Saison. Per Knopfdruck könnt ihr euch empfohlene Upgrades anzeigen lassen, die in den meisten Fällen tatsächlich zuerst angewandt werden sollten.
Antrieb, Strapazierfähigkeit, Chassis und Aerodynamik lassen sich mit Upgrades verbessern
Konzentriert euch in der Forschung zunächst auf die Strapazierfähigkeit

6. Unterschätzt nicht die Interviews in F1 2019

Auch die Interviews sind in diesem Jahr wieder mit von der Partie und sind genauso leicht zu durchschauen wie im Vorjahr. Hier beantwortet ihr unter Zeitdruck Fragen, die euch mitunter Vorteile auf der Strecke liefern. Eure Antworten haben nicht nur Auswirkungen auf eure Fairness beziehungsweise eure Selbstdarstellung, was vor allem für künftige Vertragsverhandlungen relevant ist.
Vielmehr solltet ihr immer wenn es möglich ist euer Team loben. Das erhöht nicht nur die Zufriedenheit sondern auch die Effizienz der einzelnen Abteilungen. Dadurch verringern sich mögliche Defekte, während Upgrades schneller entwickelt werden. Spart also nicht mit Lob und entscheidet euch, ob ihr lieber den fairen Sportsmann oder den Selbstdarsteller mimen wollt. Bedenkt allerdings, dass bestimmte Teams nur einen der beiden Fahrertypen einstellen.
Die Interviews in F1 2019 haben nicht nur Auswirkungen auf eure Fairness und Selbstdarstellung, sondern auch auf die Effizienz eures Teams
In den Interviews müsst ihr euch schnell entscheiden

7. Schneller werden mit dem Zeitfahren

Die Boliden aller zehn Formel-1-Teams unterscheiden sich in F1 2019 stark voneinander. Dabei spiegeln Top-Speed und Aerodynamik noch nicht immer die Realität wider. So ist derzeit von der reinen Höchstgeschwindigkeit her der Racing Point das schnellste Auto im Spiel, während der McLaren das Schlusslicht markiert. Realistisch? Nein, aber ein Update ist laut Codemasters bereits in der Mache.
Wenn es euch nach Bestzeiten im Zeitfahr-Modus dürstet, sind allerdings der Mercedes und der Ferrari das Maß aller Dinge. Dort könnt ihr euch die Ghost-Daten der besten Spieler herunterladen und so an eurer Rundenzeit feilen. Um vorne mitzufahren, ist das Lernen und Studieren der Konkurrenz ein wichtiger Faktor. Schaut euch eure Runde an und sucht euch am besten zuerst einen Gegner, der minimal schneller ist als ihr. Nach und nach arbeitet ihr euch so in der Bestenliste immer weiter nach oben.
Wichtig: Nutzt die In- und Out-Lap, um auf die Strecke zu gehen. Startet ihr direkt in die fliegende Runde, drückt euch F1 2019 automatisch etwas Reifenverschleiß auf. Das könnt ihr umgehen, indem ihr eine langsame Runde absolviert, wenn ihr aus der Box kommt.
Der Toro Rosso STR14 in F1 2019, hier kämpft Daniil Kvyat gegen Alfa Romeo
Im Zeitfahrern verbessert ihr euch konstant

8. Den ERS-Einsatz erlernen

Das im vergangenen Jahr eingeführte Energierückgewinnungssystem ERS ist natürlich auch in der 2019er Saison weiterhin vertreten. Grundsätzlich regelt F1 2019 den Einsatz in fünf Stufen automatisch. Allerdings solltet ihr schnellstmöglich lernen, ERS selbstständig zu verwenden. Besonders auf anspruchsvollen Kursen wie Baku, Spa oder Le Castellet könnt ihr so wertvolle Hundertstel herausholen.
Hier empfiehlt sich das entsprechende ERS-Programm in den freien Trainings, das euch den optimalen Einsatz näher bringt.
Mit dem ERS-System der Formel 1 Boliden kommt zusätzliche Taktik ins Spiel
Das ERS zu verstehen ist enorm wichtig
Der große gelbe Balken der ERS-Anzeige gibt Aufschluss über die Gesamtkapazität während eines Stins. Hier solltet ihr aufpassen, dass dieser sich nicht zu schnell leert. Ganz leer kann der Balken nicht werden, da ihr durch das Bremsen und die Wärme des Motors neue Energie zurückgewinnt, allerdings fehlt euch relativ schnell die Kraft, wenn ihr konstant in einem hohen ERS-Programm fahren würdet.
Justiert während einer Runde das jeweilige Programm und wähle eine untere Stufe, wenn ihr alleine unterwegs seid, wechselt dann in Stufe 3 oder 4, wenn ihr zum Überholen ansetzen wollt.
Der Balken links darunter zeigt an, wie viel Energie euch noch für die aktuelle Runde zur Verfügung steht, während der rechte Balken angibt, wie viel Energie ihr durch das Bremsen zurückgewonnen habt.

9. Setup-Tipps für F1 2019

Ihr habt euch mit dem Handling der Boliden vertraut gemacht, das ERS gemeistert und kennt die Strecken wie eure Westentasche? Dann steht (fast) nur noch das richtige Fahrzeug-Setup zwischen euch und dem Platz ganz oben in der Bestenliste.
Das zu finden ist allerdings gar nicht so einfach und hängt von den persönlichen Vorlieben, dem gewählten Fahrzeug und der jeweiligen Strecke ab. Klar: Front- und Heckflügel herunterzuschrauben macht euch auf den Geraden schneller, sorgt in Kurven aber für weniger Abtrieb und massives Untersteuern.
Zunächst ist es allerdings wichtig, dass ihr euch mit der manuellen Schaltung vertraut macht und so viele Fahrhilfen wie möglich deaktiviert. Nur so habt ihr überhaupt die Chance, ganz oben mitzuhalten.
Fünf vorgefertigte Setups könnt ihr bis ins kleinste Detail individualisieren und beispielsweise den Abtrieb anpassen
In F1 2019 stehen euch 5 vorgefertigte Setups zur Wahl
Um es Einsteigern zu erleichtern gibt euch F1 2019 insgesamt fünf Presets an die Hand, auf denen ihr aufbauen und euer eigenes Setup kreieren könnt. Mögt ihr lieber eine harte Federung und eine kürzere Übersetzung in den unteren Gängen? Das herauszufinden benötigt viel Übung und hängt von den jeweiligen Kursen ab. Eine längere Übersetzung des zweiten und dritten Ganges erweist sich vor allem auf dem Red Bull Ring als nützlich, kann in Hockenheim allerdings schon wieder kontraproduktiv sein. Verändert immer nur ein bis zwei Einstellungen auf einmal und geht auf die Strecke, um das Setup zu testen.
Durch die Reglementänderung der aktuellen Formel-1-Saison hat sich vor allem die Aerodynamik stark verändert. In unseren ersten Tests hat es sich daher als nützlich erwiesen, dem Frontspoiler mehr Abtrieb zu geben als dem Heckspoiler. Die Einstellung von 5 für den Frontflügel und 3 oder 4 für den Heckflügel funktionierte aus unserer Sicht derzeit am besten. Auch Short-Shifting, also das frühe Hochschalten in höhere Gänge um das Durchdrehen der Reifen zu minimieren, erwies sich zum Testzeitpunkt als äußerst stark.

10. F1 2019 Multiplayer-Tipps

Gerade im Multiplayer hat F1 2019 kräftig zugelegt und bietet jetzt neben den klassischen Einzelrennen und Meisterschaften ein eigenes Liga-System, in dem ihr euch an vorher festgelegten Wochentagen oder zu bestimmten Uhrzeiten mit anderen Spielen messen könnt. Ein großer Schritt vorwärts für den Esport-Aspekt des Rennspiels, der in der F1 Esports Series gipfelt. Diese ist im neuen Spiel sogar mit einem eigenen Punkt im Menü verankert.
Alles schön und gut, aber euch interessieren in erster Linie die klassischen Multiplayerrennen. Hier gibt euch F1 2019 die Wahl zwischen Ranglistenspielen und Rennen ohne Rangliste. Letztere solltet ihr euch zum Start in die Multiplayerkarriere zuerst anschauen, da ihr euch hier mit dem Multiplayer-Gameplay vertraut machen könnt.
Im Gegensatz zum Ranglistenspiel haben die Rennen hier keinerlei Auswirkungen auf eure Safety-Wertung. Schneidet ihr Kurven oder verursacht Unfälle, schmälert das euren Erfahrungsgewinn mitunter deutlich. Das System funktioniert glücklicherweise etwas besser als noch im Vorjahr und drückt euch für unverschuldete Crashes nur noch selten eine Strafe auf.
Habt ihr euch mit dem Gameplay vertraut gemacht, solltet ihr euch direkt an die Ranglistenspiele wagen. Fahrt ihr fair und regelkonform, winkt ein enormer XP-Boost, mit denen ihr schneller im Rang aufsteigt und eure gewonnenen Erfahrungspunkte in zusätzliche Lackierungen investiert. Neu in F1 2019 sind die Multiplayer-Lackierungen: Während alle Fahrzeuge gleich stark sind, könnt ihr das Design der Boliden im Editor anpassen und beispielsweise mit eigenen Farben versehen. Ein Feature, das sich Fans schon lange gewünscht habt.
Dafür benötigt ihr Credits, die ihr für Levelaufstiege und das Absolvieren der wöchentlichen Herausforderungen erhaltet. Diese wöchentlich wechselnden Events lohnen sich ohnehin, da ihr hier weitaus mehr Credits in kurzer Zeit sammelt.