Gaming
Nachdem Fortnite in den letzten Wochen einen Großteil der Battle Royale-Aufmerksamkeit auf sich ziehen konnte, ist nun allem Anschein nach wieder PUBG an der Reihe. Auslöser für den jüngsten Medienrummel? Klar, die neue Karte Sanhok (ehemaliger Codename Savage), welche aktuell noch bis zum 14. Mai um 13 Uhr auf den Experimental Servern erprobt werden kann. Was du sonst noch über die neue Map wisst musst, haben wir in diesem Special zusammengefasst.
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1. Spielt in den Tropen
Während Erangel auf einer fiktiven osteuropäischen Insel angesiedelt ist und Miramar ein Wüstenszenario als Grundlage nimmt, verschlägt es euch in Sanhok in tropische Gefilde. Geht's nach den Entwicklern, dann wurde das Design der Karte von einer Vielzahl von Inseln aus dem südasiatischen Raum inspiriert, allen voran solchen aus Thailand und den Philippinen. Und der Name? Setzt sich aus dem thailändischen Wort für Spaß (sah-nook) sowie dem philippinischen Wort für Hühnchen (manok) zusammen. Bildet man aus beiden Worten eins, entsteht daraus Sanhok.
2. Deutlicher kompakter - und genau deswegen Adrenalin pur
PUBG-Profis kennen die Zahlen. Die bisherigen Karten Erangel und Miramar sind jeweils 8x8 Kilometer groß, decken also eine Fläche von jeweils beeindruckenden 64 Quadratkilometern ab. Die Kehrseite der Medaille: Es besteht die Gefahr, dass man speziell in der Startphase kaum jemandem über den Weg läuft und Matches locker mal 20 Minuten und mehr dauern.
Ganz anders verhält es sich mit Sanhok. Da die Karte selbst nur 16 Quadratkilometer (4x4 km) umfasst, sind frühe und regelmäßige Feuergefechte praktisch vorprogrammiert. Durch die kürzeren Laufwege dauern die meisten Matches zudem kaum mehr als 15 Minuten, was viele Spieler aus der Community sehr begrüßen. Für eine schnelle, adrenalingeladene Runde zwischendurch ist Sanhok somit bestens geeignet.
3. Dynamische Wettereffekte sind zurück
Bereits auf Erangel experimentierten die Entwickler mit dynamischen Wetter. Nun kehrt es auf Sanhok zurück - und macht eine erstaunlich gute Figur. Derzeit stehen insgesamt drei verschiedene, von Match zu Match zufällig wechselnde Wetterlagen zur Verfügung. Ausprägung eins ist klares, sonniges Wetter, welches dank seiner grandiosen Sichtweite insbesondere Scharfschützen gefallen dürfte. In Wetter-Variante zwei ziehen bereits zu Beginn einer Partie Nebelschwaden auf, die dann im Matchverlauf immer dichter werden - und Schleich-Profis ein wahres Grinsen ins Gesicht zaubern. Bliebe noch Wetterlage Numero drei. Sie äußert sich durch einen zunächst bewölkten Himmel, der kurz darauf in leichten Regen übergeht. Auffällig in diesem Zusammenhang: Regengeräusche sind weniger aufdringlich als bisher, aber immer noch laut genug, um weiter entfernte Umgebungsgeräusche zu übertünchen.
4. Sprung in den Höllenschlund
Sanhok bietet eine Vielzahl interessanter Locations, darunter eine historische Tempelanlage, ein verlassenes Ferienresort (Paradise Resort), einen kraterförmigen Steinbruch (Quarry), ein kleiner Container-Hafen (Docks), verschiedene militärische Ausbildungslager (Camp Alpha, Bravo, Charlie und Bootcamp), eine Kokosnussfarm (Mongnai), eine Reisfarm (Kampong) sowie einen Bereich zur Meersalz-Gewinnung (Lakawi). Highlight der Karte bleibt jedoch das Höhlensystem nahe der südöstlich gelegenen Bucht.
Der Clou: Letzteres ist von der Phraya Nakhon Höhle im Khao Sam Roi Yot Nationalpark inspiriert und verfügt genau wie diese über eine kreisförmige Öffnung, die man aus der Luft sehen und natürlich auch mit dem Fallschirm anfliegen kann. Einmal im Inneren des Höhlensystems, stehen dann insgesamt drei Ausgänge zur Verfügung. Doch Obacht: Nicht selten lauern genau hier fiese Heckenschützen!
5. Loot wohin das Auge blickt
Egal ob ihr nun in den dicht besiedelten Gebieten der Karte oder an eher weniger frequentierten Orten landet - die Menge an Loot zu Matchbeginn begeistert und sorgt dafür, dass man sich in relativ kurzer Zeit recht üppig ausrüsten kann. Die Folge: Es kommt schneller und häufiger zu Shoot-outs, was wiederum prima zum zackigen, auf kürzere Partien getrimmten Spielstil der Karte passt. Interessant für Fernwaffen-Fans: Sturmgewehre, speziell das AKM sowie das M16A4, spawnen nun häufiger. Die Waffen-Balance hingegen entspricht in der aktuellen Karten-Version der auf den PUBG Live-Servern.
6. Angepasstes "Rote Zonen"-Konzept
Rote Zonen, also Bereiche in denen Flugzeuge tödliche Brandbomben abwerfen, tauchen nun nicht mehr innerhalb der sicheren Zone auf. Diese Änderung mag zunächst wenig relevant klingen, sorgt allerdings dafür, dass es nun ein stückweit gefährlich wird, sich außerhalb der sicheren Zone aufzuhalten. Versorgt man sich gleichwohl mit ausreichend Heil-Items und einem Vehikel, hat man außerhalb der sicheren Zone dennoch gute Überlebenschancen. Wichtig: Sofern sich der blaue Kreis zu nahe an der sicheren Zone befindet, tritt die oben genannte Regel nicht in Kraft.
7. Wasserfahrzeuge spielen eine größere Rolle
Schaut man sich Sanhok aus der Luft an, fällt umgehend die Einteilung in drei verschiedene Inseln auf, die durch mehrere Brücken miteinander verbunden sind. Da es jedoch speziell an diesen Nadelöhren meist zu sehr intensiven Feuergefechten kommt, hat sich die Relevanz von Wasserfahrzeugen spürbar erhöht. Die gute Nachricht: Insbesondere die handlichen Aquarails spawnen auf Sanhok deutlich häufiger als beispielsweise auf Miramar und erwiesen sich im Probespiel als sehr probates Mittel, um schnell von einem Ufer zum anderen zu gelangen oder auf dem zentralen Flusslauf größere Distanzen zurückzulegen. Klappt natürlich auch mit dem weniger wendigen, dafür aber schnelleren Speedboat.
8. Jetzt mit Apfel-Weitwurf
Seit jeher krankt die PUBG Ingame-Lobby an einem zentralen Wehwehchen: Rucklern. Um das leidigen Performance-Problem etwas einzudämmen, verzichten die Entwickler in der Sanhok-Lobby-Phase auf umherliegende Waffen und legen jedem Spieler stattdessen einige knackige Äpfel ins Inventar, mit denen man dann wild um sich werfen kann. Ziemlich verrückt! Tatsächliches Waffentraining wäre uns dennoch lieber gewesen.
9. Praktische Detailverbesserungen
Abseits der bisher skizzierten Features bietet Sanhok noch einige weitere interessante Gameplay-Neuerungen. Beispielsweise sind die Intervalle kürzer geworden, innerhalb derer die Energiewand die sichere Zone immer weiter einengt. Den Entwickler zufolge scheint das Spiel dabei zu berücksichtigen, wie viele Teilnehmer noch am Leben sind. Frei nach dem Motto: Je geringer die Teilnehmerzahl, desto schneller schrumpft die blaue Zone. Ebenfalls wissenswert: Aufgrund der reduzierten Kartengröße ist es nun durchaus möglich, dem blauen Kreis rennend zu entkommen.
10. Mit Feinschliff zum Ziel
Sanhok befindet sich noch in der Entwicklung. Bevor die Karte also ihren Weg auf die Live-Server findet, werden noch einige Wochen, eventuell sogar Monate vergehen. Genau deswegen ist allerdings anzunehmen, dass die Entwickler noch weitere Features ergänzen. Beispielsweise würden wir uns nicht wundern, wenn man in der nächsten Programmversion der Karte mit Asien-typischen Tuk Tuks durch die Gegend flitzen darf. Aber auch das Hinzufügen komplett neuer Locations und Waffen ist - wenn man sich den Werdegang von Miramar in Erinnerung ruft - nicht auszuschließen.