Fanny Smith à Saas-Fee
Ski Cross

Fanny Smith: Skicross-Rekordsiegerin mit Hunger auf mehr

© Ruedi Flück/Red Bull Content Pool
Fanny Smith hat sich für viele Jahre harter Arbeit belohnt: mit ihrem 27. Sieg im Skicross-Weltcup ist die Schweizerin nun alleinige Rekordhalterin.
Autor: Laurent Morel / Ski Actuveröffentlicht am
Vornweg: mit 27 Weltcup-Siegen ist noch lange kein Ende in Sicht. Also freuen kann sie sich doch und so war Fanny Smith nach dem Weltcup in Schweden bei ihrer Rückkehr in die Schweiz eine mehr als glückliche Sportlerin. Schliesslich hatte sie Idol und Freundin Ophélie David vom Thron der Skicross-Rekordsiegerin gestossen – natürlich in aller Freundschaft und mit Gratulationsrufen am Ende. Aber auch wenn sie ihre Konkurrenz in Idre Fjäll einmal mehr hinter sich liess - die Sportlerin aus Villars will noch mehr.
Am 27. März tritt Fanny Smith zusammen mit der Weltelite des Skicross beim Red Bull Superskicross in Andermatt an - live auf Red Bull TV.

"Diese Ergebnisse kommen nicht von selbst"

"Natürlich ist es verrückt, ein solches Resultat zu erzielen", freut sich die Weltmeisterin von 2013. "Ich bin nie Ski gefahren, um einen Rekord zu holen. Aber es ist eine schöne Belohnung für all die Arbeit und Opfer, die ich in den letzten zwölf Jahren gebracht habe." Und das sie hart arbeitet, stellt sie in den Rennen immer wieder unter Beweis: "Diese Ergebnisse kommen nicht von selbst."
Und sie will mehr. Die 28-jährige Sportlerin hat kaum fertig gefeiert, schon steht ihr neues Ziel im Fokus – der nächste Wettkampf in Feldberg. "Die Saison geht weiter", sagt sie. "Wir müssen das Beste daraus machen, wir können uns schon sehr glücklich schätzen, in der momentanen Situation überhaupt Rennen fahren zu können."
Man muss immer bereit sein. Und im Gegensatz zum Training, wo es manchmal kompliziert ist, begeistert mich der Wettkampf.
An Motivation fehlt es der Olympia-Bronzemedaillengewinnerin tatsächlich nicht. "Das Magische an unserem Sport ist, dass jedes Rennen, jeder Start, jede Runde ein neuer Wettkampf ist", erklärt sie. "Man muss immer bereit sein. Und im Gegensatz zum Training, wo es manchmal kompliziert ist, begeistert mich der Wettkampf."
Fanny Smith beim Val Thorens Weltcup im Skicross am 13. Dezember 2014
Fanny Smith beim Wettkampf in Val Thorens

Der Blick in die Zukunft

Auf ihrem Weg zur dritten Kristallkugel schein Fanny nicht aufzuhalten zu sein und hat mittlerweile einen Vorsprung von über 200 Punkten zu ihrer engsten Konkurrentin. Dass sie, gerade in dieser Disziplin, in der so viele Parameter eine Rolle spielen, welche die Sportler aus der Bahn werfen können, trotzdem regelmässig Top-Ergebnisse einfährt, überrascht sie selbst indes wenig. "Es ist schon ziemlich schwierig, in sieben Rennen sechs Mal auf dem Podium zu landen, aber ich bin davon überzeugt, dass man eine gewisse Konstanz in diesem Sport erreichen kann", bekräftigt sie. "Seit sieben oder acht Jahren gehöre ich zu den Top 3 der Welt. Aber das ist kein Zufall. Um das zu erreichen, muss man sehr hart arbeiten, auf viele Details achten und ein hervorragendes Team haben."
Lifestyle-Foto der Schweizer Skiercross Athletin Fanny Smith.
Fanny Smith
Auch wenn neben dem Weltcup mit der Weltmeisterschaft (ebenfalls in Idre Fjäll) und dem Red Bull Superskicross noch einige Highlights in dieser Saison anstehen: die Waadtländerin blickt noch weiter in die Zukunft: "Ich kann mir vorstellen, noch lange weiterzumachen", schwärmt sie und denkt dabei bereits an die Olympischen Spiele 2026. "Meine Gesundheit hat höchste Priorität. Ich tue alles, was ich kann, um Verletzungen zu vermeiden, indem ich mich so gut wie möglich vorbereite." Eine Formel, die für die Königin des Skicross noch für viele Jahre vielversprechend sein wird.