FIFA-Weltmeister RBLZ Umut mit der WM-Trophäe
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10 hilfreiche Profitipps für FIFA 23

Ihr wollt durchstarten wie FIFA-Weltmeister RBLZ Umut? Wir haben 10 heiße Tipps, die euch dabei helfen, in FIFA 23 schnell besser zu werden und deutlich mehr Spiele zu gewinnen.
Autor: Christian Knoth
31 min readveröffentlicht am
Das alljährliche Warten hat ein Ende: FIFA 23 ist da! Um euch den Einstieg in das neue FIFA zu vereinfachen, geben wir euch wieder zehn hilfreiche Profitipps. Unser großer FIFA 23-Guide ist der optimale Begleiter durch die Saison. Egal ob ihr Anfänger oder Fortgeschrittene seid: Hier könnt ihr etwas für euren persönlichen Fortschritt mitnehmen. Mit diesen Tipps seid ihr euren Gegnern zum Start in FIFA 23 einen großen Schritt voraus.
01

Die Defensive - Grundlagen und Neuerungen

Grundlagen
Falls ihr glaubt, zum Start in die neue Saison müsst ihr alles wieder neu erlernen, können wir euch beruhigen: Die Grundlagen bleiben auch in FIFA 23 wieder die gleichen. Habt ihr die Grundlagen in FIFA 22 beherrscht, werdet ihr sie auch in FIFA 23 schnell hinbekommen. Zunächst kommt es wieder darauf an, für eine stabile Verteidigung zu sorgen. Es heißt ja nicht umsonst: Die Offensive gewinnt Spiele, die Defensive gewinnt Meisterschaften. Setzt ihr diese sechs Tipps um, beißen sich Gegner die Zähne an euch aus.
Innenverteidiger nicht aus der Verteidigung herausziehen: Einen eurer Innenverteidiger aus der Abwehrkette herauszuziehen, ist einer der größten Fehler, den ihr machen könnt. So entstehen große Lücken, die von den gegnerischen Spielern gnadenlos für gefährliche Steilpässe ausgenutzt werden können.
Mit einem Mittelfeldspieler zurücklaufen: Um die Innenverteidiger in der Abwehrkette zu lassen, aber trotzdem schon weit vor eurem Tor mit einem Spieler verteidigen zu können, solltet ihr mit einem eurer Mittelfeldspieler zurücklaufen. So generiert ihr darüber hinaus ein Überzahlspiel und habt einen weiteren Spieler, mit dem ihr die Angriffe eures Gegners abblocken könnt. Euer Kontrahent hat es dadurch schwieriger, Lücken in eurer Verteidigung zu finden.
Das richtige Pressing: Mit gezieltem Pressing ist es möglich, eure Gegner zu Ballverlusten zu zwingen. Nutzt dazu die R1- bzw. RB-Taste, um mit einem weiteren Spieler konstant Druck auf den ballführenden Akteur aufzubauen. Je aggressiver ihr damit umgeht, umso mehr verwirrt ihr den Angreifer. Aber Achtung: Gleichzeitig öffnet ihr mit aggressivem Drücken der R1- bzw. RB-Taste eure Verteidigungslinie für weitere Stürmer. Wägt also ab, wie oft und wie aggressiv ihr R1 bzw. RB drücken wollt. Bereits in FIFA 19 gab es eine revolutionäre Neuerung. Mittlerweile seht ihr, mit welchem zusätzlichen Spieler ihr Druck aufbaut, wenn ihr euch für das Drücken von R1 bzw. RB entscheidet. Während euer angewählte Spieler ein rotes Symbol über seinem Kopf hat, seht ihr über einem weiteren eurer Spieler ein graues Symbol. Das ist der Spieler, mit dem ihr mit R1 bzw. RB Druck aufbauen könnt. Außerdem ist dies der Akteur, den ihr bei einem Spielerwechsel (L1 bzw. LB) angewählt bekommt. Diese Neuerung hat das Verteidigen in FIFA schon vor einigen Jahren besser gemacht.
Jockey-Verteidigung bleibt Pflicht: Worauf ihr auch in FIFA 23 nicht verzichten dürft, ist die Jockey-Verteidigung mit der L2- bzw. LT-Taste. Habt ihr L2 bzw. LT nicht gedrückt, wenn ein Angreifer auf euch zugelaufen kommt, fehlt euch in den Zweikämpfen der Zugriff und ihr lasst die Gegenspieler zu oft vorbeiziehen. Mit L2 bzw. LT steht ihr besser, bewegt euch in einem kleineren Radius und könnt durch schnellere Bewegungen auf kleinem Raum optimal verteidigen. Eine wichtige Neuerung gab es schon in FIFA 20: Das Sprinten ist bei L2/LT-Drücken seitdem nicht mehr außer Kraft gesetzt. Drückt ihr gleichzeitig L2/LT und R2/RT, bewegt ihr euch schneller und habt dennoch weiterhin den Blick nur auf den ballführenden Spieler gerichtet. Auch bei hohem Tempo könnt ihr nun also mit L2/LT super verteidigen. Aber es gibt noch immer Situationen, in denen ihr kurzzeitig auf L2/LT verzichten solltet. Ein Beispiel: Es kommt an der Außenlinie zu einem Sprintduell und ihr braucht euer Maximum an Tempo, um euren Gegenspieler nicht davon laufen zu lassen. Um ihm in Sachen Geschwindigkeit Paroli zu bieten, drückt ihr ausschließlich die R2/RT-Taste. Sobald ihr so viel Tempo nicht mehr benötigt und es in Richtung Zweikampf geht, dürft ihr dann aber nicht vergessen, zusätzlich zu R2/RT wieder L2/LT zu drücken.
Manuelles Verteidigen lohnt sich: Viele FIFA-Spieler haben in den letzten Jahren das Verteidigen gerne den CPU-Spielern überlassen. Zum einen, weil sie selbst Probleme damit hatten und zum anderen, weil sich die CPU-Spieler größtenteils intelligent verhalten haben. Letzteres ist mittlerweile deutlich abgeschwächt worden. Bereits seit FIFA 20 raten wir euch davon ab, euch allein auf die CPU-Verteidigung zu verlassen. Unsere Empfehlung ist, mehr manuell zu verteidigen, weil sich das wieder mehr lohnt. Diese Entwicklung bestätigt sich auch in FIFA 23. Die CPU-Spieler machen nicht viel, ihr müsst daher mehr denn je aktiv verteidigen. Nur wenn ihr absolute Top-Spieler in der Defensive habt - wie zum Beispiel Virgil van Dijk - kann die CPU-Verteidigung hin und wieder hilfreich sein. Fazit: Vor allem in Partien auf hohem Niveau werdet ihr mit optimalem manuellem Verteidigen besser fahren als mit einer vor allem CPU-gesteuerten Defensive. Übt das manuelle Verteidigen mit unseren oben genannten Tipps und verteidigt selbst!
Belohnung für richtiges Zweikampf-Timing: Schon seit FIFA 21 ist das Timing bei Zweikämpfen wichtiger als je zuvor. Das liegt daran, dass der Ball nicht direkt wieder zum Gegner springt, wenn euer Tackling im richtigen Augenblick erfolgt. Auch in FIFA 23 ist das so. Wenn ihr mit eurem Verteidiger optimal steht und dann im richtigen Moment tacklet, bekommt ihr auch den Ball. Das „Ping Pong“ aus früheren Jahren hat (zum Glück) ein Ende gefunden. Allerdings könnt ihr nicht erwarten, dass ein Spieler mit einem Gesamtrating von 60 und einem Tacklingwert von 40 jeden Zweikampf gewinnt - nur, weil ihr richtig steht. Es gilt: Je höher der Tacklingwert, desto größer ist die Erfolgschance beim Tackling. Dass ihr insgesamt für optimale Tacklings auch mit mehr Ballgewinnen belohnt werdet, spricht übrigens auch wieder dafür, euch selbst um eure Defensive zu kümmern und nicht bloß dem CPU zu vertrauen.
Neuerungen
Wenn ihr die Grundlagen beim Verteidigen draufhabt, seid ihr in FIFA 23 bereits gut gerüstet für gegnerische Angriffe. Aber es gibt auch einige neue Features für die Abwehrarbeit, die eure Defensivleistung noch einmal auf ein höheres Level heben können.
  • Partielles Teampressing
Das partielle Teampressing ist so etwas wie die Weiterentwicklung des Pressings mit einem zweiten Spieler. Aber es ist dennoch etwas anders. Indem ihr zweimal R1/RB drückt und beim zweiten Mal R1/RB gedrückt lasst, befehlt ihr zwei eurer Spieler, die Passwege aggressiver zu decken. Dabei gehen sie aktiv auf die Gegenspieler zu und üben Druck auf sie aus. Wichtig ist hierbei zu erwähnen, dass der Spieler mit dem zweiten Pressing-Indikator nicht in das Partielle Teampressing einbezogen wird.
Insgesamt ist das Partielle Teampressing ein cooles neues Feature, das euch ermöglicht, mehr Druck auf euren Gegner auszuüben und es ihm zu erschweren, erfolgreiche Offensivaktionen auszuführen. Während ihr selbst Druck auf den Ball ausübt, bewegen sich eure Verteidiger, die mit dem Partiellen Teampressing beauftragt werden, viel aktiver zu ihren Gegenspielern hin und lassen ihnen so weniger Platz. Wir können euch also empfehlen, das Partielle Teampressing in euer Spiel in FIFA 23 zu integrieren.
  • Hard Slide Tackle
Das Hard Slide Tackle kann als Weiterentwicklung des Slide Tackles angesehen werden. Also quasi die Grätsche 2.0. Ihr führt sie aus, indem ihr R1/RB und Viereck/X drückt. Nützlich ist das Hard Slide Tackle beispielsweise, wenn ihr dem Gegner nicht nur den Ball abnehmen, sondern das Spielgerät gleichzeitig auch sofort aus der Gefahrenzone befördern wollt. Denn mit dieser Grätsche schießt ihr den Ball gleichzeitig etwas weiter weg.
Hierbei gibt es aber eine Gefahr: Der Ball wird nicht immer in die gewünschte Richtung geschossen. Es kann also auch mal vorkommen, dass ihr mit dem Hard Slide Tackle den Ball nicht aus der Gefahrenzone heraus, sondern in eine noch gefährlichere Position befördert, aus der euer Gegner dann eine Torchance bekommt. Wir empfehlen euch daher, vorsichtig mit diesem neuen Feature umzugehen und es nicht zu häufig zu nutzen. Um aber den Ball mit einem Tackling direkt ins Seitenaus oder ins Toraus zu klären, kann das Hard Slide Tackle definitiv von Nutzen sein.
  • Adaptive Player Switching
Das wohl beste neue Feature in der Defensive ist das Adaptive Player Switching - das neue System für Spielerwechsel. Mit der richtigen Anwendung macht es euer Leben beim Verteidigen definitiv einfacher und angenehmer! Wie bisher haltet ihr für das Wechseln eines Spielers den rechten Stick in die gewünschte Richtung. Die große Änderung ist, dass ihr die Distanz für den Spielerwechsel selbst festlegen könnt. Je länger ihr den rechten Stick in die jeweilige Richtung haltet, desto weiter weg ist der Spieler, den ihr anwählt.
Das ermöglicht das Wechseln von Spielern in die hintere Reihe, ohne den rechten Stick mehrfach zu bewegen. Ein großer Vorteil davon ist außerdem, dass bei kurzen Wechseln der Wechsel definitiv zum nächsten Spieler vorgenommen wird und damit weniger Wechselfehler passieren. In FIFA 22 war es häufig noch so, dass beim Spielerwechseln mit dem rechten Stick ein anderer Spieler angewählt wurde, als wir eigentlich wollten. Das war dann hin und wieder auch ein Spieler, der mit der aktuellen Situation rund um den Ball gar nichts zu tun hatte. Dieses Problem gehört jetzt hoffentlich der Vergangenheit an.
  • Machine Learning Jockey
Die letzte kleinere Neuerung ist, dass das Jockey-Verteidigen (L2/LB) in FIFA 23 realistischer und einfach insgesamt smoother aussieht. Während in FIFA 22 der Übergang von schnellen Sprints zu Jockey-Bewegungen noch sehr abrupt daherkam, sind die Animationen nun flüssiger und konsistenter. Der Übergang erfolgt nun langsamer.
02

Der Spielaufbau - Mit Ruhe und Kontrolle zum Sieg

Weiter geht es mit den Grundlagen. Für einen sicheren Spielaufbau ist es besonders wichtig, dass ihr die Ruhe bewahrt - auch, wenn euch euer Gegner unter Druck setzt. Agiert ihr unruhig und seid zu hektisch, ist die Gefahr groß, dass ihr Fehlpässe spielt, in Konter lauft und unnötige Gegentore kassiert. Gute Ballkontrolle und sicheres Passspiel sind beim Spielaufbau das A und O!
Gute Ballkontrolle: Für eine gute Ballkontrolle braucht ihr zunächst einmal die nötige Ruhe. Ihr dürft nicht schon nervös werden, wenn sich ein Gegenspieler nur nähert. Habt Selbstvertrauen in eure Fähigkeiten und bleibt gelassen. Wer in Hektik verfällt, hat oft schon verloren. Neben Ruhe, Coolness und Selbstvertrauen braucht es für eine gute Ballkontrolle außerdem ein effektives Dribbling. Wenn ihr das Dribbling beherrscht, könnt ihr dem Pressing eures Gegners besser standhalten. Auf engstem Raum führt ihr den Ball ganz eng am Fuß und könnt mit blitzschnellen Bewegungen den Gegenspieler vom Ball fernhalten.
Sicheres Passspiel: Auch für ein sicheres Passspiel sind Ruhe und Geduld gefragt. Wer zu hektisch die X- bzw. A-Taste drückt, spielt einen ungenauen Pass und im schlimmsten Fall einen Fehlpass. Wichtig: Wenn ihr einen Pass spielt, sollte die Passrichtung auch die Blickrichtung des Spielers sein. Schaut ihr mit eurem Spieler beispielsweise nach vorne und passt nach links oder rechts, kommt der Ball womöglich ungenau oder gar nicht bei eurem Mitspieler an. Versucht also, erst einen Pass zu spielen, wenn ihr euren Mitspieler auch anschaut. Es ist im Endeffekt wie im realen Fußball: Die Spieler haben rechts, links und hinten keine Augen!
03

Die Offensive - Viele Tore dank variablem Angriffsspiel

Grundlagen-Kapitel Drei: Die Offensive. Um zum Torerfolg zu kommen, gibt es viele verschiedene Möglichkeiten. Ihr könnt durch die Mitte und über die Außen spielen oder es mit Distanzschüssen probieren. Entscheidend ist nur eins: Wählt einen Mix aus all diesen Optionen und spielt nicht zu eintönig nach vorne. Wer immer den gleichen Spielzug wählt, ist zu einfach ausrechenbar und wird langfristig nicht erfolgreich sein. In der Offensive kommt es besonders darauf an, variabel zu sein.
Angriffsspiel durch die Mitte: Wählt ihr einen Spielzug durch die Mitte, könnt ihr euch darauf einstellen, dass ihr auf engem Raum viele schnelle Entscheidungen treffen müsst. Ein schnelles Passspiel, sowie Dribbling und Skillmoves sind essentiell, um die vielen Gegenspieler ins Leere laufen zu lassen. Im richtigen Moment muss dann der Pass in die Schnittstelle kommen, um zu einer Tormöglichkeit zu kommen. Wie bei den Verteidigungstipps bereits erwähnt, sind die Steilpässe schon in FIFA 21 besser geworden. Und auch in FIFA 23 sind sie wieder gefährlich. Wenn ihr mit einem Top-Spieler wie Kevin De Bruyne im optimalen Augenblick einen Steilpass spielt, kommt er häufig überragend an. Das liegt auch daran, dass die Laufwege der Spieler in den letzten Jahren intelligenter geworden sind.
Angriffsspiel über die Außen: Bei Spielzügen über die Außen habt ihr oft mehr Platz, als wenn ihr durch die Mitte spielt. Das ist erst einmal positiv. Allerdings seid ihr so natürlich weiter vom gegnerischen Tor entfernt und müsst euch irgendwann entscheiden, wie ihr den Ball wieder in die Mitte bringen wollt. Dafür gibt es verschiedene Optionen. Entweder ihr wählt die einfachste Lösung und schlagt von weit außen eine hohe Flanke in die Mitte. Mit hohen Flanken müsst ihr aber oft einen weiten Weg überbrücken und daher lässt die Genauigkeit hin und wieder zu wünschen übrig. Steht einer eurer Spieler also nicht komplett blank im Strafraum, solltet ihr euch zweimal überlegen, ob ihr euren Ball mit einer Flanke abgeben oder ihn noch am Fuß halten wollt. Eine weitere Möglichkeit ist nämlich, von außen wieder in die Mitte zu ziehen - entweder mit schnellen, gezielten Kurzpässen sowie druckvollen Pässen in den Strafraum (X/A + R1/RB) oder aber einem gekonnten Sololauf - gespickt mit Skillmoves. Oft rechnet euer Gegner nicht damit, ist überfordert und die Abwehr ist unsortiert. Von innen zunächst nach außen und dann wieder von außen nach innen zu ziehen kann daher effektiv sein.
Wir möchten aber noch einmal auf hohe Flanken zu sprechen kommen. Das Flankenspiel lohnt sich in FIFA wieder mehr als früher! Vor allem, wenn ihr kopfballstarke Spieler in der Sturmzentrale habt, legen wir euch ans Herz, wieder häufiger mit hohen Flanken zu agieren. Bei den Kopfbällen gab es schon in FIFA 21 eine interessante Neuerung: Mit manuellen Kopfbällen könnt ihr die komplette Kontrolle übernehmen und besser denn je entscheiden, wohin genau ihr köpfen wollt. Das gilt sowohl für Torversuche als auch für Pässe, die ihr mit dem Kopf spielt.
Extra-Tipp: Auch bei Ecken solltet ihr hin und wieder hohe Bälle in die Mitte einstreuen. In FIFA 20 hatten wir euch noch empfohlen, die Ecken vor allem kurz auszuführen, weil hoch in die Mitte geschlagene Ecken meist zu nichts führten. Schon in FIFA 21 und FIFA 22 war das anders - und auch in FIFA 23 können hohe Ecken wieder zum Erfolg führen.
Schießt mehr aus der Distanz: Wir predigen es seit Jahren und tun es auch in FIFA 23 noch: Schießt mehr aus der Distanz und versucht nicht immer, den Ball ins Tor zu tragen! Schüsse außerhalb des Strafraums sind effektiver, als viele von euch vielleicht denken. Hinzu kommt, dass es bereits in FIFA 22 durch die seitdem besser gewordenen Torhüter schwieriger geworden ist, innerhalb des Strafraums ein Tor zu erzielen. Allerdings dürft ihr natürlich nicht aus jeder möglichen Situation draufknallen. Wenn ihr aus der Distanz schießt, solltet ihr den richtigen Spieler und Spot dafür haben. Ihr benötigt genug Platz und der Ball sollte auf dem starken Fuß liegen. Ist beides gegeben? Dann zieht ab!
Neues Feature: Der Power Shot
Bei Distanzschüssen - aber auch bei Abschlüssen innerhalb des Strafraums - solltet ihr unbedingt den in FIFA 23 hinzugekommenen Power Shot ausprobieren. Der Power Shot ist ein neuer Schusstyp, bei dem ihr mehr manuell zielt und das Tor genauer treffen könnt. Allerdings ist das nicht ganz so einfach: Mit dem Power Shot ist es nämlich wirklich notwendig, sehr genau zu zielen - ansonsten ist es schwierig, damit Erfolg zu haben. Vor allem, wenn ihr mit eurem Spieler viel Platz und keinen Gegenspieler um euch herum habt, ist es empfehlenswert, den Power Shot auszuführen.
So funktioniert der Power Shot: Ihr drückt gleichzeitig L1/LB, R1/RB und Kreis/B. Die Kamera zoomt dann auf den ballführenden Spieler, bis er geschossen hat. Übrigens: Diese Zoom-Animation könnt ihr ausstellen, indem ihr in den Settings bei den Kameraeinstellungen die Power Shot Zoom-Option deaktiviert. Bei der Ausführung des Power Shots gilt: Je länger ihr Kreis drückt, desto mehr Power hat der Schuss. Ihr zielt mit dem linken Stick. Der Ball landet tatsächlich genau da (und nicht nur ungefähr), wo ihr mit dem linken Stick hinzielt. Hier kommt es also auf Präzision an. Stärkere Spieler mit besseren Schusswerten haben größere Chancen, den Power Shot erfolgreich auszuführen.
Extra-Tipp: Es ist wichtig, dass ihr bei der Ausführung des Power Shots Platz habt. Die Animation dauert etwas und wenn ein Gegenspieler zu nah ist, kann er euch relativ einfach den Ball abnehmen, während ihr zum Schuss ausholt. Andersherum solltet ihr beim Verteidigen eines Power Shots schnellstmöglich den Abwehrspieler mit der geringsten Distanz zum ballführenden Gegenspieler anwählen. Nur so habt ihr eine Chance, noch in die Schusslinie zu laufen und den Schuss zu blocken.
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Das Dribbling - Essentiell für den Erfolg

Wer in FIFA 23 Erfolg haben möchte, sollte das Dribbling besser als je zuvor beherrschen. Ihr seid dann nicht bloß schwerer zu verteidigen, sondern es hilft auch, euch aus Drucksituationen bei starkem gegnerischem Pressing zu befreien. Für das Dribbling gibt es in FIFA 23 insgesamt drei Möglichkeiten, die wir euch nun näher bringen.
  • Neu: Technical Dribbling
Das Technical Dribbling ist das neue klassische Dribbling mit dem linken Stick. Es wurde eingeführt, um Dribblings geschmeidiger und reaktionsschneller werden zu lassen. Unser erster Eindruck ist, dass das Technical Dribbling sehr gut funktioniert. Mit Moves im richtigen Augenblick könnt ihr eure Gegner sehenswert umkurven. Der ballführende Spieler hat mehr Kontrolle über seine Bewegungen, macht bessere Ballberührungen und hat insgesamt mehr Stabilität. Das führt dazu, dass ihr in Dribblings durchaus auch mal höheres Risiko gehen könnt.
Was aber nicht so gut klappt, ist der Übergang vom Technical Dribbling zum engen Dribbling, zu dem wir gleich noch kommen. Bevor ihr also ins enge Dribbling geht, solltet ihr den Ball erst einmal mit ein paar Berührungen verarbeiten.
Extra-Tipp: Ausführen kann das Technical Dribbling jeder in FIFA 23 verfügbare Spieler. Aber auch hier gilt wieder: Je besser der Spieler und je stärker der Dribblingwert, desto besser funktioniert das Technical Dribbling.
Das Strafe Dribbling
Bereits seit FIFA 20 bekannt ist das Strafe Dribbling, das im Grunde das schon vorher eingeführte Skilled Dribbling ist. Ins Strafe Dribbling gelangt ihr mit der L1/LB-Taste und dem linken Stick. Der Unterschied zum Technical Dribbling ist, dass ihr euch auf engerem Raum bewegt, den Ball in kürzeren Zeitabständen berührt und so schnellere Bewegungen ausführt.
Um das Strafe Dribbling in sämtliche Richtungen auszuführen - also nicht nur in die Richtung des gegnerischen Tores - müsst ihr das Locked Angle Strafe Dribbling anwenden. Das geht, indem ihr gleichzeitig L1/LB und R1/RB drückt. Macht ihr das, kommt euer Spieler sofort ins Strafe Dribbling und muss sich nicht erst in Richtung des gegnerischen Tores drehen, um das Strafe Dribbling ausführen zu können.
Eine wertvolle Bewegung vor der Anwendung des Strafe Dribblings kann das Ball zurückziehen sein. So könnt ihr einem Tackling des Gegenspielers ausweichen und eure Richtung ändern. Das funktioniert mit L1/LB und dem Drücken des linken Sticks in die Richtung, in die ihr laufen möchtet. Wichtig: Hierbei geht es vor allem darum, dass ihr das Verhalten eures Kontrahenten antizipiert. Habt also ständig ein Auge auf euren Gegenspieler und überlegt euch, in welchem Moment er wahrscheinlich versuchen wird, euch vom Ball zu trennen.
Das Strafe Dribbling kann auch dazu dienen, Zeit zu gewinnen - beispielsweise um auf einen Mitspieler zu warten, der sich gerade freiläuft. Ihr nutzt das Strafe Dribbling hierbei also, um den Gegenspieler von euch fernzuhalten und auf den richtigen Augenblick für einen Steilpass zu warten.
Ihr könnt das Strafe Dribbling natürlich auch sehr lange am Stück anwenden, um bestenfalls damit mehrere Gegenspieler alt aussehen zu lassen. Allerdings solltet ihr Folgendes beachten: Wenn ihr das Strafe Dribbling nutzt, schützt ihr den Ball nicht mit dem Körper vor eurem Gegner. Das heißt: Sobald ihr einen Schritt eines Gegenspielers falsch antizipiert, kann der Ball schnell weg sein. Unsere Empfehlung ist daher, das normale und das Strafe Dribbling zu kombinieren und auch das Ball zurückziehen mit in eure Dribblings einzubeziehen. So habt ihr die größte Chance, über einen längeren Zeitraum ein erfolgreiches Dribbling auszuführen.
Eine weitere Möglichkeit, um mit dem Strafe Dribbling an eurem Gegenspieler vorbeizukommen, ist der Double Step. Der Double Step ist ein Fakemove, bei dem ihr den Ball zurückzieht, aber dann nicht in eine andere Richtung lauft, sondern nach nur einem Ballkontakt ins normale Dribbling zurückkehrt und den Exitmove in die gleiche Richtung ausführt. Im für euch besten Fall denkt euer Gegner, dass ihr nach dem Zurückziehen des Balles die Richtung wechselt. Er versucht, das zu antizipieren und bewegt sich mit seinem Spieler bereits in diese Richtung. Mit dem Exitmove in die gleiche Richtung lasst ihr dann ziemlich einfach euren Gegenspieler hinter euch.
Was ihr auch beim Strafe Dribbling immer im Kopf haben solltet: Je technisch versierter euer Spieler ist, desto besser ist die Ausführung. Die wichtigsten Attribute sind hierbei Dribbling, Agilität und Balance. Generell solltet ihr beispielsweise mit großgewachsenen, steifen Innenverteidigern das Strafe Dribbling lieber nicht anwenden. Verliert ihr nämlich dann den Ball, hat euer Gegner freie Bahn zu eurem Tor. Und noch ein letzter Hinweis: Nachdem ihr das Strafe Dribbling angewendet habt, kann es sein, dass der Spieler für die Ausführung der nächsten Aktion eine Weile braucht. Das hängt davon ab, wie der Ball liegt und mit welchem Fuß euer Spieler die darauffolgende Aktion ausführen wird.
Das Agile Dribbling
Schon in FIFA 21 wurde mit dem Agilen Dribbling eine weitere Form des Dribblings eingeführt. Ihr nutzt es mit R1/RB und gleichzeitigem Bewegen des linken Sticks. Wie es der Name schon vermuten lässt, seid ihr damit in euren Dribbling Moves agiler, ihr bewegt euch schneller und präziser mit dem Ball. Hierbei gilt: Je höher Dribblingwert, Beweglichkeit-Wert, Reaktionen-Wert und Ballkontrolle-Wert eures Spielers, desto schneller, präziser und besser kann er den Ball am Fuß führen.
Außerdem gibt es das kontextbezogene Agile Dribbling, das zwar optional ist, aber standardmäßig aktiviert wird. Habt ihr es aktiviert, führen eure Spieler in bestimmten Situationen automatisch Agile Dribblings aus, beispielsweise wenn sie sich in einem 1-gegen-1 gegen einen Gegner befinden. Das kontextbezogene Agile Dribbling könnt ihr in den Controller-Einstellungen ausschalten.
Extra-Tipp: Wir können euch nur empfehlen, das Agile Dribbling hin und wieder in euer Offensivspiel einzubauen. Allerdings braucht ihr wirklich sehr gute und technisch versierte Spieler, um euch mit dem Agilen Dribbling tatsächlich einen Vorteil verschaffen zu können. Nutzt ihr es mit schwachen oder durchschnittlichen Spielern, wird das Agile Dribbling nicht wie gewünscht funktionieren. Außerdem solltet ihr das Agile Dribbling nicht inflationär nutzen. Sprich: Zu viel Agiles Dribbling am Stück kann kontraproduktiv sein, weil der Ball nicht so eng am Fuß liegt und ihr Angriffsflächen für eure Gegenspieler bietet. Wenn ihr es also schafft, mit dem Agilen Dribbling an Gegenspielern vorbeizuziehen, solltet ihr anschließend schnell wieder in das normale Dribbling wechseln, um den Ball besser zu sichern. Seid also nicht zu verspielt und nutzt das Agile Dribbling nur dann, wenn es auch wirklich Sinn macht!
05

Pässe und Crosses - Auf Genauigkeit und Übersicht kommt es an

Pässe
Dass mitunter ein sicheres Passspiel entscheidend für euren Erfolg ist, haben wir bereits bei unseren Tipps zum Spielaufbau betont. Grundsätzlich sollte das auch jedem FIFA-Spieler bewusst sein. Dennoch wird es häufig vernachlässigt, kontrollierte Pässe zu spielen. Stattdessen wird wie wild die X- bzw. A-Taste gedrückt, um so schnell wie möglich nach vorne zu gelangen. Es gab früher sicherlich FIFA-Spiele, in denen das funktioniert hat. Mittlerweile geht das aber nicht mehr. Über jeden Pass müsst ihr euch Gedanken machen.
Fehlt es euch an Genauigkeit, sind oft Fehlpässe die Folge. Genaue Pässe spielt ihr, indem ihr:
  • Eure Anspielstation anschaut und nicht seitlich oder mit dem Rücken zu ihr steht
  • Nicht zu weit weg von der Anspielstation steht
  • Darauf achtet, dass sich kein Gegenspieler im Passweg befindet
  • Kontrollierte Bälle spielt, sofern möglich mit vorheriger Ballannahme und Ballmitnahme
  • Die X- bzw. A-Taste nur so lange drückt, wie es der Passweg verlangt (bei einem sehr kurzen Pass reicht es bspw., wenn ihr die Passtaste nur kurz antippt)
Crosses
Es reicht auf dem Weg nach vorne natürlich nicht nur, das Passspiel zu beherrschen. Ein effektives Mittel in FIFA 23, um Räume zu überbrücken und gefährliche Spielsituationen zu erschaffen, sind Seitenwechsel bzw. Crosses. Sie sind seit FIFA 22 noch nützlicher geworden, weil sie mit mehr Tempo geschlagen werden - die Bälle fliegen nicht mehr so lange durch die Luft und kommen schneller bei euren Mitspielern an. Hierbei entscheidend ist vor allem eine gute Übersicht. Ihr werdet unter Druck gesetzt und seht auf der anderen Spielfeldseite einen Spieler frei stehen? Dann fackelt nicht lange und spielt den Ball in hohem Bogen rüber! Es bietet sich auch an, immer wieder einen Blick auf das Radar zu werfen - hier könnt ihr genauer sehen, wo sich auf dem Spielfeld freie Räume ergeben.
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Skillmoves - 3 simple und effektive Spezialbewegungen

Wenn es um Skillmoves geht, schrecken viele Spieler immer noch schnell zurück. Spezialbewegungen seien grundsätzlich zu kompliziert, das Erlernen erfordere zu viel Zeit und führe schlussendlich doch zu nichts. Mit diesem Mythos haben wir bereits in den vergangenen Jahren endgültig aufgeräumt! Es gibt zahlreiche Moves, die überhaupt nicht kompliziert sind. Und das Beste daran: Sie sind extrem effektiv und verbessern euer Spiel enorm. Wir stellen euch drei einfache Spezialbewegungen vor, die bereits den kleinen, aber feinen Unterschied ausmachen können und die ihr deshalb auch in FIFA 23 in eurem Repertoire haben solltet.
  • Der Drag Back - Zwei-Sterne-Skillmove
Schon seit Jahren gehört der Drag Back zu den beliebtesten FIFA-Skillmoves. Und das hat zwei gute Gründe: Die Ausführung ist simpel und ihr könnt den Gegner in einigen Spielsituationen vernaschen.
Ausführung
Um den Drag Back auszuführen, drückt ihr zunächst R1/RB und zieht gleichzeitig den linken Stick ausgehend von der Laufrichtung eures Spielers nach hinten. Lauft ihr also geradeaus auf das rechte Tor zu, drückt ihr den linken Stick nach links, lauft ihr auf das linke Tor zu, drückt ihr den Stick nach rechts.
Dadurch zieht ihr zunächst einmal den Ball zurück. Jetzt kommt es zur entscheidenden Bewegung, die den Drag Back so unberechenbar und effektiv macht. Ihr könnt den Exit Move des Drag Backs in jede mögliche Richtung ausführen. Das heißt: Entweder ihr lasst den linken Stick nach hinten gedrückt, oder ihr drückt ihn abschließend nach rechts, links oder vorne.
Anwendung
Das Schöne am Drag Back ist, dass eine Anwendung in vielen Spielsituationen sinnvoll ist. Die verschiedenen möglichen Exit-Move-Richtungen machen es eurem Gegner schwer, zu erahnen, was ihr mit dem Drag Back genau vorhabt. Um nur zwei Beispiele für Anwendungsmöglichkeiten zu nennen:
  1. Ihr werdet bei einem Sprint von einem Verteidiger eingeholt. Mit erfolgreicher Anwendung des Drag Backs lasst ihr den Gegenspieler ins Leere laufen und verschafft euch wieder Platz.
  2. Ihr spielt euren Stürmer am Strafraum an. Mit dem Drag Back könnt ihr euren Gegenspieler aussteigen lassen und euch in Schussposition bringen.
  • Der Fake Shot - Ein-Sterne-Skillmove
Oft reicht auch schon der Fake Shot, um euren Gegner alt aussehen zu lassen. Die klassische Schusstäuschung kennen wohl die meisten von euch, aber das Entscheidende sind die verschiedenen Ausführungen.
Ausführung
Ihr drückt grundsätzlich erst einmal die Schuss-/Flankentaste und direkt danach die Passtaste, um die Schusstäuschung auszuführen. Gleichzeitig bestimmt ihr mit dem linken Stick, in welche Richtung ihr euch nach der Schusstäuschung bewegt. Damit entscheidet ihr auch, ob ihr das Tempo beibehaltet oder es beispielsweise mit einem kompletten Richtungswechsel rausnehmt. Möglich ist auch, den linken Stick gar nicht zu berühren. Dann führt ihr eine Schusstäuschung in den Stand aus. Außerdem gibt es eine Schusstäuschung mit anschließendem Tempoboost. Wie das geht? Ganz einfach: Ihr drückt zusätzlich zur normalen Schusstäuschung L1/LB. Wenn ihr also eine Schusstäuschung beispielsweise schräg nach rechts oder links ausführen möchtet und dabei an Tempo gewinnen wollt, nutzt die L1/LB-Taste definitiv. Kommt ihr damit vorbei an eurem Gegenspieler, wird es für ihn extrem schwer, euch wieder einzuholen.
Anwendung
Der Fake Shot hilft euch in zahlreichen Situationen. Beispielsweise könnt ihr euch mit der Schusstäuschung im Strafraum und um den Sechzehner herum in vielversprechende Abschlusspositionen bringen. Mit dem Fake Shot in den Stand lassen sich Laufduelle mit euren Gegenspielern abbrechen. Läuft der Gegenspieler weiter, habt ihr für kurze Zeit wieder Platz und ihr bekommt die Möglichkeit, neue Spielsituationen zu erschaffen. Die Schusstäuschung mit Tempoboost bietet sich vor allem auf den Außenbahnen an, wenn ihr für Sprints mit euren Flügelspielern zusätzliche Geschwindigkeit braucht.
  • Die Ballrolle - Zwei-Sterne-Skillmove
Auch die Ballrolle ist eine nützliche Spezialbewegung, die in der Ausführung äußerst simpel ist.
Ausführung
Alles, was ihr für die Ballrolle braucht, ist der rechte Stick. Ihr drückt den Stick in die Richtung, in die ihr die Ballrolle ausführen möchtet. Beispiel: Lauft ihr geradeaus auf das rechte Tor zu und ihr wollt eine Ballrolle nach rechts ausführen, drückt ihr den rechten Stick nach rechts. Wichtig: Damit es auch mit der Ballrolle klappt, müsst ihr den Stick für eine kurze Zeit in die jeweilige Richtung gedrückt halten. Je länger ihr aber den Stick in diese Richtung drückt, desto mehr Ballrollen führt euer Spieler aus.
Anwendung
Für die optimale Anwendung der Ballrolle kommt es besonders darauf an, den richtigen Zeitpunkt zu wählen. Ein Beispiel: Ihr rennt mit eurem Spieler nach vorne und ein Gegenspieler läuft auf euch zu. Ihr erahnt, dass euer Gegner nun ins Tackling gehen wird, um euch den Ball abzunehmen. Ganz kurz vor dem Tackling kommt jetzt die Ballrolle ins Spiel. Mit der Ballrolle umgeht ihr dem Zweikampf und lasst den Gegenspieler ins Leere tacklen. Ohne große Mühe seid ihr an eurem Gegenspieler vorbei und dem gegnerischen Tor ein Stück näher. Aber wie gesagt: Es kommt auf das Timing an. Nutzt ihr die Ballrolle zu früh oder zu spät, bringt sie nicht den erhofften Mehrwert und euer Gegenspieler nimmt euch im schlimmsten Fall den Ball ab.
Fazit: Falls ihr diese drei Skillmoves noch nie benutzt habt und erst jetzt in euer Spiel integriert, werdet ihr schnell merken, dass ihr in FIFA 23 bessere Ergebnisse erzielt. Mit dem Drag Back, dem Fake Shot und der Ballrolle wird euer Spiel kreativer und unberechenbarer.
Extra-Tipp: Schon seit FIFA 22 ist es wichtiger denn je, eure Skillmoves gezielt und mit dem richtigen Timing anzuwenden. Stimmt das Timing nicht, ist es für eure Gegner nun einfacher, euch vom Ball zu trennen. Das heißt: Es erfordert in FIFA 23 mehr Geschick und Können, mit Spezialbewegungen an euren Gegenspielern vorbeizukommen. Es bringt nichts, einfach nur irgendwie Skillmoves anzuwenden. Das Timing muss perfekt sein, um den gewünschten Effekt herbeizuführen und sich einen Vorteil mit den verschiedenen Spezialbewegungen zu verschaffen.
Ihr wollt noch mehr Skillmoves erlernen? Hier findet ihr eine Übersicht zu allen Skillmoves in FIFA 23 - inklusive den neu hinzugekommenen Spezialbewegungen.
07

Elfmeter - Ein komplett neues System

Nachdem es in den zurückliegenden FIFA-Ablegern kaum bis gar keine Veränderungen bei Elfmetern gab, wurde das System in FIFA 23 komplett überarbeitet.
So funktionieren die neuen Elfmeter: Es gibt bei der Ausführung nun einen Kreis um den Ball, der abwechselnd groß und klein wird. Für den optimalen Elfmeter drückt ihr in dem Moment die Schusstaste, in dem der Kreis so klein wie möglich ist. Je besser der Elfmeterschütze, desto langsamer verändert sich die Größe des Kreises um den Ball und desto einfacher ist es, den richtigen Moment zu erwischen. Nach der Betätigung der Schusstaste gibt es in FIFA 23 keinen Cursor mehr, mit dem ihr euren Elfmeter platziert. Ihr könnt den Iinken Stick komplett in die gewünschte Richtung drücken - ohne euch Sorgen zu machen, dass der Ball meilenweit am Tor vorbeifliegt. Nachdem es in FIFA 22 einen sehr empfindlichen Cursor gab, ist es jetzt also deutlich einfacher, einen präzisen Elfmeter zu schießen.
Extra-Tipp: Beim Drücken der Schusstaste bestimmt ihr mit der Länge des Drückens weiterhin die Power des Elfmeters. Das heißt: Drückt ihr zu lange, kann es passieren, dass der Schuss daneben oder drüber geht. Mehr Power bedeutet eine größere Streuung. Heißt: Mit mehr Schusskraft erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass der Ball nicht genau dort landet, wo ihr hinzielt. Die Streuung könnt ihr verringern, indem ihr die Elfmeter mit hochkarätigen Spielern schießt. In FIFA 23 ist es also mehr denn je wichtig, mit einem guten Schützen anzutreten. Den Schützen wählt ihr mit der R2/RT-Taste aus. Für die Power des Elfmeters empfehlen wir circa die Hälfte der Powerleiste, vielleicht etwas mehr.
Fazit: Trotz des wegfallenden Cursors beim Zielen ist weiterhin etwas etwas Feingefühl gefragt, um einen Strafstoß sicher zu verwandeln.
Finesse und Lupfer
Neben dem normalen Schuss mit Kreis bzw. B, habt ihr selbstverständlich auch wieder die Möglichkeit, euren Elfmeter mit einem Finesseschuss oder einem Lupfer zu verwandeln. Für den Finesseschuss drückt ihr wie gehabt Kreis/B und die R1/RB-Taste. Wollt ihr den Ball lupfen, dann betätigt ihr Kreis/B sowie die L1/LB-Taste.
Elfmeter mit Timed Finishing gibt es dagegen in FIFA 23 nicht mehr.
08

Freistöße - Neues System, viele Möglichkeiten

Genau wie die Elfmeter wurden auch die Freistöße in FIFA 23 komplett überarbeitet. Wir stellen euch das neue System vor.
So funktionieren die neuen Freistöße: Auf den ersten Metern vor eurem Schützen seht ihr eine gelbe Linie. Mit dem linken Stick könnt ihr diese Linie nach links oder rechts verschieben - je nachdem, wie ihr den Freistoß ausführen wollt. Um den Ball habt ihr einen markierten Bereich und ein Steuerkreuz. Mit dem rechten Stick bewegt ihr das Steuerkreuz innerhalb des markierten Bereichs. Mit dem Steuerkreuz entscheidet ihr, wie ihr schießen wollt und bestimmt die Kurve des Balles. Im Anschluss drückt ihr die Schusstaste - je länger ihr das tut, desto mehr Power hat der Freistoß. Aber Achtung: Mehr Power bedeutet auch eine höhere Streuung. Bei zu viel Power hat der Schütze keine Kontrolle mehr über die Genauigkeit des Freistoßes.
Die Freistoßvarianten
  • Inside Foot Curled (Innenrist)
Hierbei schießt ihr mit der Innenseite des Fußes. Bei einem Linksfuß bewegt ihr das Steuerkreuz links unter den Ball, bei einem Rechtsfuß bewegt ihr es rechts unter den Ball. Der Ball nimmt dann eine Flugkurve nach rechts. Ihr wollt um die Mauer herum schießen? Dann bewegt das Steuerkreuz ein wenig zur Seite, um Spin zu bekommen.
  • Outside Foot Curled (Außenrist)
Bewegt das Steuerkreuz auf die gegenüberliegende Seite eures starken Fußes. Den größten Erfolg habt ihr bei Freistößen mit dem Außenrist, wenn ihr um die Mauer herum schießt. Kick it like Roberto Carlos!
  • Knuckle Free Kick
Bewegt das Steuerkreuz mehr zur Mitte des Balles. Ihr schießt den Freistoß dann nahezu ohne Spin. Unser erster Eindruck: Der Erfolg des Knuckle Free Kicks ist sehr zufällig. Streut ihn aber gerne ein und probiert es selbst aus.
  • Low Free Kick (Flache Freistöße)
Um einen flachen Freistoß auszuführen, bewegt ihr das Steuerkreuz in die obere Hälfte.
  • Chip
Last but not least: Der Chip. Um ihn auszuführen, trefft ihr den Ball sehr tief in der Mitte. Das Ergebnis ist ein sehr hoher und langsamer Ball. Wirklich zu empfehlen ist der Chip nicht. Vielleicht könnt ihr hin und wieder als überraschenden Flankenball in den Strafraum nutzen. Mit einem extrem hohen Chip rechnen vermutlich die wenigsten Gegner.
Extra-Tipp: Um die neuen Freistöße in FIFA 23 zu beherrschen, bedarf es Übung. Gebt euch also etwas Zeit und trainiert in den ersten Wochen fleißig. Auch in der Trainingsarena könnt ihr das in FIFA 23 tun. Wählt dafür in der Arena Freistöße aus, anschließend könnt ihr die Position des Freistoßes frei wählen.
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Mentale Stärke - Erfolg ist Kopfsache

Gameplaytechnisch seid ihr jetzt bestens auf FIFA 23 vorbereitet. Aber das Gameplay zu beherrschen, ist nicht alles. Ihr müsst auch mental auf der Höhe sein. Seid ehrlich - dieses Szenario kennt ihr: Ihr dominiert das Spiel, der Ball will aber vorne einfach nicht reingehen. Und dann kassiert ihr auch noch ein unglückliches Gegentor. Ihr kocht vor Wut, rastet aus, verlasst das Spiel und zerstört vielleicht auch noch euren Controller. Keine Frage: Emotionen - sowohl positive als auch negative - gehören zu FIFA genauso wie im realen Fußball dazu. Jeder will gewinnen - und wenn das nicht klappt, ist man nun einmal unzufrieden. Aber die Ausraster bringen euch kein Stück weiter! Wer die Nerven verliert, verliert auch das Spiel.
Unser Tipp: Wenn ihr zurückliegt und nichts zu funktionieren scheint, behaltet die Ruhe. Versucht, die Konzentration hochzuhalten und mental stark zu bleiben. FIFA ist auch Kopfsache! Wenn ihr anfangt, euch über Spielsituationen, eure Spieler oder FIFA allgemein aufzuregen, seid ihr sofort auf der Verliererstraße. Denn dann steigert ihr euch rein und bemängelt irgendwann jede Kleinigkeit. Dadurch zerstört ihr euer Spiel und könnt nicht das abrufen, was ihr eigentlich drauf habt. Nur wer mental durchgängig stark ist und das ganze Spiel über fokussiert bleibt, hat das Zeug zum FIFA Champion.
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Esport - Lernt von Weltmeister RBLZ Umut!

Wo wir schon bei FIFA Champions sind: Der größte Champion des Planeten heißt aktuell Umut Gültekin! Der FIFA-Profi von RBLZ Gaming kürte sich in FIFA 22 zum Weltmeister und strotzt vor der FIFA 23-Saison vor Selbstvertrauen. In seinen Videos und Streams könnt ihr nicht nur seinen beeindruckenden Skills zuschauen, sondern gleichzeitig viel lernen und damit euer eigenes FIFA-Spiel verbessern. Wenn ihr also nach unseren Profitipps und den vielen anderen FIFA 23-Tipps auf der redbull.com noch nicht genug habt, dann besucht die YouTube-, Twitch- und TikTok-Kanäle von Red Bull-Athlet Umut und den anderen Pros von RBLZ Gaming - dem FIFA-Team von Fußball-Bundesligist RB Leipzig. Hier wird euch regelmäßig spannender und hilfreicher Content zu FIFA 23 - und auch speziell zu FIFA 23 Ultimate Team - geboten.
Unser Tipp: Schaut nicht bloß Tutorials. Nehmt euch die Zeit, komplette Spiele der Leipziger Profis bei YouTube oder Twitch anzusehen. Verfolgt beispielsweise hin und wieder den Livestream bei Profi-Turnieren und versucht, selbst zu analysieren und herauszufinden, was die Profis so stark macht. Bestenfalls könnt ihr euch deren Verhalten in Defensive und Offensive, Spielzüge, Standardvarianten, Torabschlüsse und vieles mehr abschauen und das Gelernte in eurem eigenen Spiel integrieren.
E-Sportler Umut Gültekin und Coach Daniel Fehr bejubeln den Sieg im Finale des FIFAe World Cups.
Wenn sich Emotionen entladen: FIFA-Weltmeister Umut "RBLZ_Umut" Gültekin.
Ihr habt unsere Tipps alle gelesen und verinnerlicht? Dann könnt ihr jetzt damit loslegen, eure Gegner in FIFA 23 vom Platz zu fegen. Aber denkt dran: Übung macht den Meister - es kann nicht alles sofort funktionieren. Wir wünschen euch viel Erfolg!
Über den Autor
Chris ist ehemaliger FIFA-Profi. Er war deutscher Nationalspieler, wurde Europameister und trat bei nationalen und internationalen Meisterschaften gegen die besten Spieler der Welt an. Mittlerweile ist Chris seit vielen Jahren FIFA-Coach und er trainierte auch schon Esportler in der Virtual Bundesliga - die offizielle Deutsche Meisterschaft in FIFA. Auf redbull.com begleitet euch Chris auf eurem Weg zu einem besseren FIFA-Spieler und gibt regelmäßig Tipps zu FIFA 23.

Teil dieser Story

Umut Gültekin

Umut Gültekin ist der beste FIFA-Spieler der Welt. 2022 krönte der Esportler von RBLZ Gaming seine noch junge Karriere mit dem WM-Titel beim FIFAe World Cup in Kopenhagen.

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