Nach Hyrule Warriors scheinen Nintendo und Koei Tecmo Blut geleckt zu haben. Mit Fire Emblem Warriors erschien kürzlich bereits das zweite Crossover der Firmen. Anstatt das altbewährte Rezept einfach immer wieder mit neuen, verkaufsfördernden Hüllen zu versehen, haben die Entwickler die Serie aber auf ein neues Level gehoben. So taktisch anspruchsvoll war noch kein Warriors-Spiel! Damit ihr das Taktik-Hack-and-Slay meistern könnt, haben wir für euch die wichtigsten Tipps zusammengestellt.
Nutzt den Strategiemodus
Deutlich intensiver als andere Warriors-Teile fußt das Crossover mit Nintendo auf Strategie-Elementen. Schon nach wenigen Leveln werdet ihr merken, wie wichtig die kleine Strategiekarte ist, mit der ihr Charaktere befehligen könnt, die gerade nicht von euch gesteuert werden. Zwar dürft ihr per Knopfdruck jederzeit die Figur wechseln – ohne dass ihr sie steuert und ohne expliziten Befehl stehen die Kämpfer aber weitestgehend reglos da und lassen sich verdreschen. Achtet also auch auf die Einblendungen, dass ein Kämpfer sein Ziel erreicht hat und wechselt immer wieder zwischen den Ansichten.
Wechselt zwischen den Kämpfern
Auch wenn ihr einen Liebling habt, den ihr bevorzugt verbessert und zu einem richtigen Berserker auf dem Schlachtfeld macht – wechselt während der Kämpfe mehrmals den Charakter! Klar, eure Befehle an die KI-Kollegen werden gewissenhaft ausgeführt. Nehmt ihr es selbst in die Hand, seid ihr aber deutlich effektiver und haltet euer Team besser auf einem ausgeglichenen Erfahrungslevel. Zudem lohnt sich der Wechsel bei auftauchenden Nebenmissionen – lieber einmal tauschen als mit eurem aktuellen Kämpfer über das gesamte Schlachtfeld spurten!
Kauft euch Fähigkeiten anstatt Stufen
In Fire Emblem Warriors erledigt ihr nicht nur unmenschlich große Heerscharen an Gegnern, sondern bekommt auch entsprechend viel Loot. Auch wenn sich euer Portemonnaie mit tausenden Münzen schon nach der ersten Schlacht sehr voll anfühlt, solltet ihr das Geld nicht verschwenden. Die Fähigkeiten eurer Figuren zu verbessern lohnt sich eigentlich immer, aber der Wechselkurs zwischen Münzen und Erfahrungspunkten ist wirklich schlecht. Nutzt den Trainingsplatz nur, wenn ein Kämpfer einige Level Rückstand auf den Rest des Teams hat. Ansonsten könnt ihr das Defizit leicht auf dem Schlachtfeld ausgleichen und dabei sogar Geld verdienen!
Achtet auf das Kräftedreieck
Auch Fire Emblem Warriors verwendet den Klassiker für Nintendo-Spiele: Das Schere-Stein-Papier-Prinzip. Die normalen gegnerischen Kämpfer ziehen entweder mit Axt, Lanze oder Schwert in die Schlacht. Äxte schlagen Lanzen, Lanzen gewinnen gegen Schwerter und Schwerter haben es leicht gegen Äxte. Achtet ihr darauf, dass ihr immer die richtigen Figuren auf die richtigen Gegner schickt, könnt ihr viel Zeit und Nerven sparen. Dankenswerterweise werden die Vor- und Nachteile auf dem Taktikbildschirm aber auch mit selbsterklärenden Pfeilen nochmals verdeutlicht.
Entwickelt Verbindungen zwischen euren Helden
Das wertvollste Loot gibt es nicht einfach so im freien Kampf, sondern indem ihr Teamgeist beweist. Verknüpft ihr verschiedene Charaktere oder lasst sie in der Schlacht anderweitig zusammenarbeiten, entwickelt sich eine Verbindung zwischen den Figuren. Es ist eine weitere taktische Komponente, die ihr am besten schon von Beginn an im Blick habt: Welche Freundschaften will ich stärken? Wen möchte ich gemeinsam auf das Feld schicken? Meistert ihr auch diesen Aspekt, werdet ihr nicht nur mit Items für neue Fähigkeiten belohnt, sondern hört auch neue, witzige Dialoge.
Schmiedet, schmiedet, schmiedet
Zwischen all dem Loot häufen sich schnell auch Unmengen an Waffen bei euch an. Kommt aber nicht auf die Idee, diese einfach für ein paar schnelle Münzen zu verscherbeln, sondern gebt dem Altmetall einen höheren Zweck. Sucht euch eine Waffe aus, die ihr von Beginn an immer weiter verbessert und mit den Fähigkeiten eingeschmolzener Waffen verseht. So kommt ihr verhältnismäßig schnelle zu großer Kampfkraft.
Sucht Annas Shop auf
Jedesmal wenn ihr eigenhändig 1000 Gegner in einer Schlacht besiegt habt, wird irgendwo auf der Karte Anna aus Fire Emblem: Fates ihren Laden eröffnen. Auch wenn ihr gerade in einem hitzigen Gefecht seid – wechselt fix die Figur und holt euch die Belohnung von Anna ab. Mit ihren Puzzleteilen könnt ihr nämlich nicht nur schicke Artworks sammeln! Habt ihr ein Bild vervollständigt, steigt Anna mit in eure Kämpferriege auf.
Verbindet Einheiten
Teamwork ist das A und O! Per Tastendruck könnt ihr zwei nah beieinander stehende Einheiten verbinden und so noch stärkere Attacken entfesseln. Spätestens jetzt sollte jeder Mini-Boss mit nur einem Spezialschlag erledigt sein. Aber nicht nur die Kampfleistung verbessert sich. Verbundene Charaktere entwickeln auch schneller eine Verbindung und können euch Schnellreise-Vorteile bringen. Euer normaler „Fußgänger“-Held wird an einen Pegasus Ritter geknüpft und schon könnt ihr in Windeseile zum anderen Ende des Spielfeldes fliegen.
Verwendet Spezialfähigkeiten nur bei (Mini-)Bossen
Auch wenn die Animationen eurer Spezialfähigkeiten gerade in Gegnermassen ihre volle Pracht entfalten – spart sie euch lieber für knackige (Mini-)Bosse auf. Normale Krieger besiegt ihr sowieso mit nur einem einzige Schlag. Dass sich das Vorankommen auf dem Spielfeld anfühlt, als würdet ihr ein Messer durch weiche Butter ziehen, ist schließlich Kern der Warriors-Serie. Nur Gegner, die eine eigene Lebensleiste haben, stellen genug Herausforderung dar, um eine Spezialattacke zu rechtfertigen.