Flo Neuschwander
© Phil Pham / Red Bull Content Pool
Ultrarunning

Ultra-Runner Flo Neuschwander im Portrait: Hauptsache Laufen!

Der Red Bull-Athlet liebt und lebt den Laufsport wie kaum ein anderer. Ein Porträt über den Ambassador des Wings for Life World Runs, der mit 39 Jahren immer noch in seiner eigenen Liga läuft.
Autor: Sascha Reus
veröffentlicht am
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Wings for Life World Run

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Florian Neuschwander

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Soul Path: Western States 100

19 Min
Einmal die Welt umrunden, der Traum eines jeden Menschen. Natürlich mit dem Schiff oder dem Flieger würden die meisten Leute sagen. Nicht Flo Neuschwander. „Mir ist die Distanz, der Untergrund oder was auch immer egal“, so der Ultra-Runner. „Hauptsache Laufen!“ Und das sagt schon alles über die Einstellung des 39-Jährigen aus. Seinen Sport lieben, seinen Sport leben. Auf kaum einen Athleten trifft diese Aussage so sehr zu wie auf den gebürtigen Saarländer, der das Laufen mit jeder Faser seines 1,67 Meter großen Körpers zelebriert.

Run with the FloW

Getreu seinem Motto „Run with the FloW“ wird geballert, wenn das Gefühl passt. Eiserne Trainingsroutinen? Fehlanzeige! Wieso ausgerechnet diese Methode zu den großen Erfolgen führt, zeigte bereits der Transrockies Run 2015. Aus dem Vorhaben, nur die erste von sechs Etappen Gas zu geben, folgte der Sieg mit 26 Minuten Vorsprung auf den Zweitplatzierten.
Wenige Monate zuvor gewann Neuschwander beim Wings for Life World Run seinen ersten großen Titel. 74,5 Kilometer Strecke legte der Red-Bull-Athlet dafür auf den Asphalt. Sechs Jahre später ist Flo Ambassador des World Runs, der am 9. Mai in seine nächste Runde geht. Bei einer persönlichen Bestmarke von 83,49 Kilometern und insgesamt fünf Top-3-Läufen passt die Botschafter-Rolle wie die Faust aufs Auge.

Flo Neuschwander - halb Mensch, halb Tier!

Aber was sind schon knapp über 80 Kilometer, wenn sich auf der anderen Seite des Atlantiks ein geschichtsträchtiger 100-Meilen-Lauf findet? Dazu noch quer durch die Sierra Nevada Mountains mit 13.500 Höhenmetern durch klirrende Kälte und stehende Hitze. Dem Western State 100 sagte der Red-Bull-Athlet den Kampf an.
Ein Duell über 20 Stunden und 22 Minuten, welches aufgeschürfte Beine sowie blutende Wunden forderte. Als 35. meisterte „FloW“ die Mammutaufgabe bei seinem Debüt mit Bravour. Dass das Western State 100 ursprünglich ein 100-Meilen-Pferderennen war, gibt dieser Leistung noch einmal die Extra-Portion Pfeffer. Florian Neuschwander - halb Mensch, halb Tier!
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Soul Path: Western States 100

„Weil ich das Laufen brauche“

Es gibt nur wenige Menschen, die diese Distanz überhaupt absolvierten. Da stellt sich die berechtigte Frage: Warum das alles? „Weil ich das Laufen brauche“, so die einfache Antwort von Flo. Das Projekt „Von Laufen nach Laufen laufen“ war demzufolge eine symbolische Herzensangelegenheit.
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Von Laufen nach Laufen gelaufen - Das Recap
Wer aber bei einer Herzensangelegenheit in sieben Tagen 13 Marathons läuft, der hat das Prädikat „unaufhaltsam“ verdient. Dass Spitzen-Athleten wie Eishockey-Crack Konrad Abeltshauser, der Nordische Kombinierer Vinzenz Geiger oder Telemark-Skifahrerin Johanna Holzmann selbst auf kürzeren Abschnitten nicht mit der Pace des beinharten Ultra-Runners mithalten können, zeigt, in welche Sphären Neuschwander mittlerweile aufgestiegen ist. 5:18 Minuten pro Kilometer standen bei der Zielüberquerung auf dem Tacho. Flo läuft in seiner eigenen Liga.
Am Ende bleibt uns über Flo Neuschwander nur noch eines zu sagen: Was für ein geiler Typ!
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