Snowboarden
Die 10 besten Snowboard-Damen, die den Sport neu definieren
Die Zukunft des Frauen-Snowboardens ist jetzt! Das sind die 10 furchtlosesten Riderinnen, die den Snowboard-Sport in neue Dimensionen katapultieren.
Das professionelle Snowboarding der Frauen erlebt eine Renaissance. Die derzeitige Riege an aufstrebenden Snowboarderinnen geht ungebremst auf Angriff und baut auf dem progressiven Fundament auf, das die etablierten Fahrerinnen gelegt haben. Der Status quo wird gnadenlos nach oben gepusht - von krassen Videoparts über Rail-Events bis hin zu Backcountry-Wettbewerben -- wie der Natural Selection 2025. Angetrieben durch das kollektive Talent und die Entschlossenheit der neuen Generation steigt das Niveau mit jedem Turn und jedem Trick. Aber wer steht an der Spitze der Bewegung? Hier sind 10 Riderinnen, die den Snowboard-Sport neu definieren -- und das ist erst der Anfang!
01
Grace Warner
Als Grace Warner 2022 in Hot Coco mit ihrem unverwechselbaren, smoothen Style die konsequenten Street Rails grindete, blieb die Welt kurz stehen. Der Rest der Welt erfuhr, was die Snowboard-Community in Michigan längst wusste: Grace hat ein seltenes Talent und eine unaufdringliche Gelassenheit auf ihrem Snowboard, die darüber hinwegtäuscht, wie schwierig und technisch ihre Trickauswahl ist. In den letzten Jahren hat Grace immer mehr an Fahrt aufgenommen: Sie stand bei den X Games, der Dew Tour und Red Bull Heavy Metal auf dem Podium und überzeugte mit Parts in "Burton's Blooom" und "Four If By Sea". Bei alledem engagiert sich Grace nebenbei auch für die Community - jedes Jahr veranstaltet sie Grace's Getaway, ein Meetup an ihrem Hausberg Pine Knob, bei dem Freund:innen und Profis aus der Michigan-Szene zusammenkommen und zeigen, was in ihnen steckt!
02
Telma Särkipaju
Telma Särkipaju ist eine aufstrebende All-Terrain-Shredderin -- ein Titel, der nur Fahrer:innen verliehen wird, die mit ihren Performances in unterschiedlichen Disziplinen überzeugt haben, von Street Rails über Slopestyle-Kurse bis hin zum Backcountry. Telmas überragendes Skillset auf den Rails ist unbestritten: 2023 sorgte die Finnin mit ihrem Ender in "Remarkable" für Furore. 2024 gewann sie das The Uninvited Invitational. Und 2025 holte sie Silber bei den X Games Streetstyle. Außerdem trat sie bei den Laax Open im Slopestyle an und wurde zu Anna Gassers Future Queens Event eingeladen, wo sie ihre Flugfähigkeiten unter Beweis stellte. Und beim ersten Research and Development Backcountry Contest für Frauen gewann sie den "Best Trick" - ein Vorgeschmack auf das, was noch kommen wird, wenn sie sich auf die furchteinflößenden Steilhänge der größten Backcountry-Paradiese der Welt stürzen wird.
03
Ellery Manning
Ellery Manning auf dem gnadenlosen Terrain der Natural Selection Tour
© Chad Chomlack/Natural Selection Tour
2024 gewann Ellery Manning den ersten Research and Development Contest, einen Backcountry-Wettbewerb für Frauen und die Qualifikation für Natural Selection. Sie war damals erst 18 Jahre alt und der Wettbewerb war ihr erster Wettkampf auf Profi-Ebene. Ihre natürliche Fähigkeit, steile Faces mit spielerischer Leichtigkeit zu riden und butterweiche Powder-Landungen in den Pulver zu stompen, verdeutlichte ihre pure Hartnäckigkeit und ihren einzigartigen Style. Seitdem hat Ellery ihre Snowboarding-Skills enorm weiterentwickelt und mehr Freestyle-Tricks in ihr Repertoire aufgenommen, während sie für ein Videoprojekt im Herbst 2025 gefilmt hat, das ihren Werdegang porträtiert. Im März 2025 nahm sie an der Natural Selection in Revelstoke teil und behauptete sich im schwierigsten Terrain, das man sich vorstellen kann.
04
Iris Pham
Die Berge von Montana sind normalerweise nicht dafür bekannt, dass sie Rail-Meister:innen hervorbringen, aber Iris Pham ist die Art von Snowboarderin, die mit der Norm bricht. Beim Red Bull Heavy Metal Duluth 2022 fuhr die in Bozeman, Montana, aufgewachsene Pham ihr erstes Street Rail und hat sich seitdem dank ihres unfassbar smoothen Stils, ihrer hochtechnischen Tricks und ihres lässigen Auftretens in der Snowboard-Szene schnell hochgearbeitet. Zwei Videoparts und eine X-Games-Goldmedaille im Streetstyle der Frauen später, und mit einem bevorstehenden Video-Segment im Nitro-Teamvideo ist Iris das menschliche Gegenteil von Stillstand.
05
Jess Perlmutter
Die aus Vermont stammende Jess Perlmutter war relativ unbekannt, als sie sich einen Wildcard-Platz beim Uninvited Invitational 2024, dem Rail-Contest für Frauen in Woodward Park City, sicherte, aber als das Event zu Ende war, kannten sie alle! Die erst 15-Jährige hat ein riesiges Trickrepertoire und ganz nebenbei noch eine überragende Skaterin. 2025 lieferte sie beim Red Bull Heavy Metal Boston vor 20.000 Fans richtig ab, fuhr an der Seite ihrer absoluten Idole und holte sich den Gesamtsieg. Wenn du Jess beim Snowboarden zuschaust, siehst du, was im Frauen-Snowboarding auf dich zukommt, und die Zukunft ist rosiger denn je.
06
Mari Fukada
Mari Fukada tauchte 2022 auf der internationalen Snowboard-Bühne auf, als sie ihr Weltcup-Debüt beim FIS Big Air in Copper Mountain, Colorado, gewann. Mari war damals erst 15 Jahre alt und sicherte sich ihren ersten Podestplatz auf Profi-Ebene mit einem Switch Backside 900 und einem Frontside Double Underflip. Maris Auftritt in Colorado war nur ein Vorgeschmack auf das, was noch kommen sollte. Seitdem hat das japanische Phänomen weitere Tricks perfektioniert, wie einen Double Cork Switch Back 1260 und einen Frontside 1440. Mit viel Schwung und ihrer beeindruckenden Fähigkeit, die Messlatte höher und höher zu legen, steht Mari gerade erst am Anfang ihrer hoffentlich langen und erfolgreichen Karriere.
07
Gaon Choi
Gaon Choi zurück auf dem Laaxer Podium, neben Maddie Mastro und Chloe Kim
© Lorenz Richard/Red Bull Content Pool
2023 war die Koreanerin Gaon Choi die jüngste Athletin, die jemals Halfpipe-Gold bei den X Games gewonnen hat. Damals war sie 14 Jahre alt. Bei ihrem Debüt in Aspen schrieb sie Geschichte und setzte sich mit massiven Airs und großen Spins an die Spitze der nächsten Generation von Pipe-Riderinnen. 2024 stürzte das Pipe-Wunderkind dann bei den Laax Open, was ihrer Podiumsserie beendete. 2025 kehrte sie zurück und landete in Laax auf dem dritten Platz, ebenso wie bei der ersten Snow League. Switch Back 900 und Frontside 1080 -- was kommt als Nächstes?
08
Mia Brookes
Die britische Snowboarderin Mia Brookes ist ein absolutes Powerhouse! Ihr verschlafener Stil und ihre krassen Tricks sind eine unaufhaltsame Kombination, die die Fans einfach nur staunen lässt. In den letzten Jahren hat sie mit erstaunlicher Konstanz Podiumsplätze und Contestsiege im Slopestyle und Big Air eingefahren. Im Jahr 2023, als sie 16 Jahre alt war, war Mia die erste Frau, die einen Cab 1440 landete (auf dem Weg zur FIS-Weltmeisterin). Danach holte sie 2024 ihr erstes X-Games-Gold (und zwei weitere Medaillen bei dem Event 2025) und ebenfalls 2025 ihren ersten Sieg in Laax. Sie ist mehrfache FIS Crystal Globe-Gewinnerin, hat den "Best Style" bei The Nines gewonnen und ist dafür bekannt, dass sie bei Wettkämpfen immer mit Metal in den Kopfhörern ridet.
09
Egan Wint
2023 siegte Egan Wint beim Red Bull Heavy Metal Detroit. Sie fuhr in jeder der drei Zonen des Events und überzeugte bei jedem Trick mit ihrem überragenden Style und maximaler Präzision. Zusammen mit Clips in Volcoms Creedlecosm wurde die aus Colorado stammende Boarderin zum Rookie des Jahres 2023 gewählt. Und das war nur ihr Warm-up. Bei der Heavy Metal Saint Paul 2024 wurde Egan zum zweiten Mal in Folge Gesamtsiegerin. Egan kann aber nicht nur Rail, sondern liebt auch Transition (2024 holte sie Bronze beim X Games Knuckle Huck). Ihr Part in Bittersweet 2024 war gespickt mit einzigartigen Spots und technischen Tricks sowie einem großen Double Backflip. Es war ein Vorgeschmack auf das, was noch kommen wird, wenn sie sich mehr ins Backcountry wagt. Was auch immer als Nächstes kommt, wir können es kaum erwarten, zu sehen, wie sie ihr Potenzial voll ausschöpft und ihren einzigartigen Style auf jedem Terrain präsentiert.
10
Ellie Weiler
Ellie Weiler wuchs in den unberührten Jump Lines von Summit County, Colorado, auf und ist eine energiegeladene Snowboarderin mit einem Auge für kreative Tricks und Old-School-Style. Obwohl sie aus dem Slopestyle kommt, ist sie auf den unterschiedlichsten Terrains zu Hause. Im Jahr 2024 gewann sie den Rookie Award beim Uninvited Invitational und nahm danach zum ersten Mal an den X Games teil, wo sie beim ersten Women's Knuckle Huck antrat. Sie stand bei Minipipe-Events auf dem Podium und krönte sich 2024 zur Weltmeisterin in der Quarterpipe - ein Titel, für den man nicht nur ein gutes Händchen für Amplitude, sondern auch eine tiefe Trickkiste braucht. Bei Research and Development 2025 in British Columbia wurde Ellie bei ihrem ersten Ausflug ins Backcountry mit dem Preis für den "Best Style" ausgezeichnet. Ellie Weiler steht für Big Airs und Style -- wir dürfen uns freuen, wie ihre Reise weitergeht.
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