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Die Spoken Word Helden von George The Poet

Der Londoner Lieferant von sozial-politischer Rhetorik und schönen Klängen über seine Einflüsse…
Von: Matthew Bennett
4 min readPublished on
George The Poet

George The Poet

© Ollie Porter

Obwohl Rap und Spoken Word verwandte Seelen sind, können sie auch häufig schräge Bettgenossen sein. Das sollte sich jedoch bald ändern. Besonders, wenn George The Poet seine Finger mit im Spiel hat.

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George Mpanga machte seinen Abschluss an der renommierten Cambridge University . Die Lektionen des Lebens lernte er auf den Straßen von North-West London’s St Raphael. Diese zwei Gegensätze statten ihn mit der Einsicht und Fähigkeit aus politische und soziale Debatten mit dem Gebrauch der richtigen Wörter zu führen.
Er hat eine BRIT Award 2015 Nominierung, einen frischen Vertrag mit Island Records in der Tasche und einen Auftritt bei " Launched at Red Bull Studios" vom britischen Sender Channel 4 am Mittwoch, den 21.Januar. Wir befragten George zu seinen fünf größten Einflüssen, die ihm dazu verholfen haben, der zu sein, der er heute ist.
Black Ice... “Der erste Poet, auf den ich aufmerksam wurde.”
Black Ice ist aus Amerika. Ich war erst 17 Jahre alt, als ich zum ersten Mal seinen Auftritt voll gebündelter Wut hörte. Er analysierte die vielen Missstände, die er in seinem Umfeld wahr nahm. Es war lustig, dass er über die Dinge sprach, die ich sonst nur aus Rap Songs kannte. Aber das gesprochene Wort war viel zwangloser. Ich habe noch nie so treffende Kommentare gehört. Es war wegbereitend, ganz klar wütend, aber nicht unkontrolliert. Knapp und präzise. Es hat in mir den Appetit geweckt, da ich auch mit viel Wut im Bauch aufgewachsen bin.
Suli Breaks… “Der erste Poet, der mir Ratschläge gab.”
Suli Breaks war der erste, der zu mir sagte: “Stelle deine Sachen auf YouTube”. Also tat ich es. Es hieß Powerless und handelte von der sinnlosen Gewalt, die ich um mich herum wahr nahm und dem selbstzerstörerischen Kreis. Ich habe tausende Ansichten über dieses Thema. Es kurbelte meine Karriere um ein zehnfaches an. Auf einmal hatten Menschen Probleme mit den Dingen, die ich in meinen Gedichten sagte. Leute abseits der Rap-Welt mischten sich ein und machten mir bewusst, dass ich eine neue Verantwortung trage. Es war nun auch ihre Sache.
Jonesy… “Der erste Poet, bei dessen Live-Auftritt ich war"
Jonsey ist ein Urgestein des Spoken Word. Das Ausmaß seiner Performance ist so beeindruckend, so einiges hätte ich niemals in Erwägung gezogen. Es hörte sich so an, als ob er die Stimme verstellt, aber es war live, ohne Computer. An einer Stelle dachte man, das muss ein Computer sein, der seinen Geist aufgibt. Es hat einen ganz neuen Teil meines Gehirns beeinflusst. Von ihm lernte ich, dass man Dinge kommunizieren kann, die die eigentlichen Wörter nicht vermitteln können. Wenn sich deine Stimme so anhört wie ein defekter Computer, ist es eine Aussage über Technologie.
George The Poet

George The Poet

© Ollie Porter

George Watsky… “Der erste Poet, dessen Liedtexte mich umhauten.”
Was die technischen Fähigkeiten angeht, ist dieser Amerikaner Anderen um Längen voraus, sehr fortschrittlich. Das wichtigste Element der Dichtkunst ist die eigene Meinung. Man braucht eine bestimmte Anschauung, und offensichtlich besitzt er Einstellungen und Perspektiven, die ich sehr interessant finde. Gleichzeitig bringt er seine Aussagen sehr beeindruckend und perfekt rüber. Bei Spoken Word liegt der Schwerpunkt nicht wie bei vielen Rap Songs in den Texten. Watsky brachte mir bei, dass es keinen Grund gibt nicht die gleiche Einstellung zu den Lyriks zu haben, wie Rapper.
Linton Kwesi Johnson… “Der erste Godfather of Spoken Word”
Wir nennen ihn "The old chief", den alten Häuptling. Durch Linton Kwesi Johnson überdachte ich die Kommentare in der Rap Musik. Ich war damals richtig beeindruckt von Eminem. Es gehörte schon eine Menge Mut dazu, sich so treu zu bleiben. Für das was er tat, hätte Johnson unter irgendeinem falschen Vorwand lange Zeit ins Gefängnis wandern können. Johnson kämpfte gegen das System. Er schrieb über einen Mann, der bei einem Protestmarsch von der Polizei getötet wurde. Aber er machte daraus ein Gedicht mit Dub Musik und dies wurde ein kultureller Orientierungspunkt, noch vor NWA. Er zeigte mir, das Wörter wie ein trojanisches Pferd funktionieren. Dies hat sich bis heute bewahrheitet.
George The Poet performt bei Launched at Red Bull Studios auf Channel 4, am Mittwoch, den 21.Januar.
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