Marc Márquez im Duell mit Valentino Rossi beim Großen Preis von Argentinien 2018. Der Spanier und Italiener thronen mit je sechs Weltmeistertiteln der Spitze der MotoGP-Fahrer.
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MotoGP

Die spannende Geschichte der MotoGP

Die MotoGP löste 2002 die bisherige Königsklasse der Motorrad-Weltmeisterschaft ab. Wir blicken zurück auf die Geschichte der MotoGP.
Von: Philipp Briel
7 min readUpdated on
Seit dem Jahr 2002 markiert die MotoGP die Königsklasse des zweirädrigen Motorsports für Straßen-Motorräder, doch die Ursprünge der Motorrad-Weltmeisterschaft gehen viel weiter zurück. Hier erfahrt ihr alles, was ihr über die Geschichte der MotoGP wissen müsst.
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Geburtsstunde der Motorrad-WM

Das erste Motorrad mit Benzinmotor, das in Serie produziert wurde, stammt aus dem Jahr 1894 und hört auf den Namen „Hildebrand & Wolfmüller“. 13 Jahre später, im Jahr 1907, fand mit der legendären Isle of Man TT das erste offizielle Motorrad-Rennen der Welt statt.

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Es dauerte allerdings bis zum Jahr 1949, bis der Weltverband FIM (Fédération Internationale de Motocyclisme) erstmals eine Weltmeisterschaft für Straßenmotorräder austragen ließ – die inoffizielle Geburtsstunde der MotoGP.
Damals traten die Fahrer in verschiedenen Hubraumklassen an. Unterteilt wurden die Meisterschaften in 50 ccm bzw. 80 ccm, 125 ccm, 250 ccm, 350 ccm und 500 ccm für Solo-Maschinen, beziehungsweise in 500 ccm für Motorräder samt Beiwagen. In der Anfangszeit dominierten vor allem englische und italienische Marken mit Viertaktmotoren das Geschehen.
Rekordhalter ist der im Jahr 1942 geborene Italiener Giacomo „Ago“ Agostini, der am 15. September 1963 beim Heimrennen im italienischen Monza erstmals an den Start ging. Der Rest ist Geschichte: Zwischen 1963 und 1977 heimste Agostini 122 Rennsiege (in 194 Starts) ein und krönte sich ganze 15 mal zum Motorradweltmeister.
Die 500cc-Legende des Motorsports Giacomo Agostini aus Italien im Porträt.

Giacomo Agostini hat unglaubliche 15 Titel gewonnen

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Rekorde: Die Alten und die Jungen

Der älteste GP-Sieger

Fergus Anderson (GP von Spanien 1953) - Alter: 44 Jahre und 237 Tage

Der jüngste GP-Sieger

Marc Márquez (GP der USA 2013) - Alter: 20 Jahre und 63 Tage

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Was ist die MotoGP überhaupt? Unsere Reihe 'ABC of' beleuchtet die Hintergründe der wichtigsten Sportarten und liefert spannende Fakten, so auch zur Motorrad-WM.

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Der Weg zur Gründung der MotoGP

In den darauffolgenden Jahren und Jahrzehnten kam es immer wieder zu weitreichenden Regeländerungen innerhalb der Motorrad-WM. 1983 wurde zunächst die 350-ccm-Klasse ersatzlos gestrichen, ein Jahr darauf die 50-ccm-Klasse durch die 80er-Klasse ersetzt.
Auch der klassische Rennstart, der seinerzeit noch mit dem Anschieben der Rennmaschinen einherging, wurde Ender der 1980er Jahre durch einen stehenden Start ersetzt.
In den 1990er Jahren wurden dann auch noch die 80-ccm-Klasse und die Seitenwagen-Rennen aus dem Programm entfernt, bis zum Jahr 2001 wurde dann ausschließlich in den Hubraum-Klassen 125 ccm, 250 ccm und 500 ccm gefahren.
Zeitgleich etablierte sich ebenfalls unter dem Dach der FIM die sogenannte Superbike-Weltmeisterschaft (SBK), in der Fahrer und Teams mit seriennahen Motorrädern an den Start gingen. Sie wurde ursprünglich von den vier großen japanischen Herstellern Honda, Yamaha, Kawasaki und Suzuki ins Leben gerufen.
Im Lauf der Saison 2001 wurde der Druck der japanischen Hersteller, allen voran Honda, auf den Dachverband so groß, dass es zu einer weitreichenden Umstrukturierung innerhalb der Motorrad-WM kam. Die etablierte 500-ccm-Klasse wurde 2002 durch die MotoGP ersetzt, die die Weltmeisterschaft fit für das neue Jahrtausend machen sollte.
Kein MotoGP Fahrer hat mehr Neigung als Marc Marquez

Schräger Typ: Kein Fahrer hat mehr Neigung als Marc Marquez

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Die höchste Siegrate

Zwei Fahrer konnten all ihre Rennen gewinnen

Edmund Czihak und Phil Carpenter - Beide in der Saison 1974

Aber...

... beide Fahrer starteten nur ein einziges Mal in der Motorrad-WM

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Die animierte Geschichte der MotoGP: Wir nehmen euch mit auf eine etwas andere Zeitreise.

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Die animierte Geschichte der MotoGP

Wir nehmen euch mit auf eine etwas andere Zeitreise: Die animierte Geschichte der MotoGP

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Die Anfangsjahre der MotoGP: Die „Rossi“-Jahre

Mit dem neuen Branding folgten auch neue Regularien. So kamen in der Königsklasse des Motorradsports fortan Viertaktmotoren mit maximal 990 cm Leistung zum Einsatz. Im finalen Jahr der ursprünglichen Motorrad-WM mit 500 ccm Hubraum (2001) krönte sich der „Doctor“ Valentino Rossi zum Weltmeister.
Die kleineren Hubraumklassen (125 ccm und 250 ccm) fanden auch weiterhin unter dem Dach der Motorrad-WM statt. Sie wurden erst deutlich später in den MotoGP-Kalender eingegliedert: Die Moto2 ersetzt seit der Saison 2010 die bisherige 250-ccm-Klasse, die Moto3 löste zwei Jahre später, also zur Saison 2012, die dritthöchste Klasse ab.
Valentino Rossi, Marc Marquez und Dani Pedrosa auf dem Podium des Red Bull Grand Prix of the Americas in Austin, TX, 2017.

Marc Márquez & Valentino Rossi stehen an der Spitze der MotoGP-Weltmeister

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Márquez nimmt Fahrt auf: Unser Film begleitet den Spanier nach seiner OP und Reha auf dem Weg zurück in die MotoGP.
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Der Weg der MotoGP in die Moderne

Ab der Saison 2007 wurde der zulässige maximale Hubraum innerhalb der MotoGP auf 800 ccm limitiert. Davon versprach sich die FIM eine erhöhte Sicherheit für die Piloten, da die Geschwindigkeiten geringer ausfallen sollten. In der Praxis war davon allerdings kaum etwas zu merken. Tatsächlich konnte die Geschwindigkeit in den Kurven sogar erhöht werden, sodass es häufiger zu Stürzen kam.
Zur Saison 2012 wurde der Hubraum dann wieder angehoben. Ab dieser Saison waren die Bikes mit 1.000 ccm Hubraum ausgestattet, gleichzeitig wurde die maximale Zylinderzahl auf vier beschränkt. Es begann die Dominanz der spanischen Fahrer: Zwischen 2012 und 2020 wanderte der Titel des Fahrerweltmeisters nach Spanien.
Marc Márquez auf Honda krönte sich ganze sechs Mal zum Weltmeister (zuletzt in der Saison 2019), Yamaha-Pilot Jorge Lorenzo sicherte sich zwei weitere Titel, während die Krone in der Saison 2020 an Joan Mir ging.
Seit 2016 gilt innerhalb der technischen Regularien ein Mindestgewicht von 158 kg für ein Bike in der MotoGP-Klasse. Die Leistung eines Motorrades ist hingegen nicht reguliert und wird aus Wettbewerbsgründen lediglich in Untergrenzen bemessen.
Auf Zeitreise durch die Geschichte der MotoGP: In unserem Film 'Racing Together' blicken einige Legenden auf eine bewegte Historie zurück.
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MotoGP 2026: Ein Ausblick

Toprak Razgatlioglu beim Test für die MotoGP 2026.

Toprak Razgatlioglu

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Die Saison 2026 markiert die letzte 1000 cc-Ära der MotoGP – ein weiterer Spannungsfaktor im WM-Kampf. Für Fans bedeutet der Saisonauftakt MotoGP 2026 in Thailand ein Rennwochenende mit Practice, Qualifying, Sprint und dem Grand Prix als Höhepunkt am Sonntag.
2025 gelang Marc Márquez die Rückkehr an die Spitze, als er die Saison dominierte und fünf Runden vor Schluss die MotoGP™-Weltmeisterschaft gewann. Und während viele in der Boxengasse feierten, blickten alle gespannt auf die ersten Tests der Saison 2026 als Chance, sich neu aufzubauen, um gestärkt zurückzukehren.
Einige warteten nicht einmal auf die letzte Zielflagge der Saison 2025: Sowohl der Weltmeister von 2024 , Jorgé Martín, als auch der KTM-Star Maverick Viñales beendeten ihr Rennen beim letzten Event in Valencia vorzeitig, um nicht zu riskieren, dass sich ihre Verletzungen verschlimmern. Der neue Weltmeister war an diesem Wochenende - wie auch bei den drei vorangegangenen Rennen - nicht dabei, da er ebenfalls versucht, sich rechtzeitig für die Saisonvorbereitung zu erholen.
Toprak Razgatlioglu beim MotoGP Test für die Saison 2026

Toprak Razgatlioglu

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Mit dabei: Der dreimalige Superbike-Weltmeister Toprak Razgatlioglu , der beim MotoGP Saisonstart 2026 in Thailand seine Premiere in der MotoGP-Weltmeisterschaft feiert. Beim Grand Prix of Thailand auf dem Chang International Circuit in Buriram bestreitet der 29 Jährige sein erstes Rennwochenende in der Königsklasse des Motorradrennsports. Damit ist er der erste türkische Fahrer in der MotoGP.
„Alles ist neu. Es ist schwierig, alles auf einmal anzupassen. Motorrad und Reifen sind komplett anders – das braucht Zeit“, erklärt Razgatlioglu, der in seinem Heimatland schon jetzt als Nationalheld gefeiert wird. „Ich fühle mich jetzt so wie 2018, als ich erstmals in der Superbike-Weltmeisterschaft gestartet bin. Auch damals hat es ein wenig Zeit gebraucht, aber wir werden uns von Jahr zu Jahr verbessern.“

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