Screenshot aus einer Zwischensequenz aus dem GRID Legends Story-Modus zeigt Schauspieler Ncuti Gatwa.
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GRID Legends: Das erwartet euch im Story-Modus des Racers

Das Rennspiel GRID Legends wartet mit einem waschechten Doku-Story-Modus auf. Wir haben Driven to Glory bereits angespielt und verraten euch, was euch in der Handlung erwartet.
Autor: Philipp Briel
5 min readveröffentlicht am
Von den spielerischen Qualitäten des im Februar 2022 erscheinenden Arcade-Rennspiels GRID Legends konnten wir uns in unserer Vorschau bereits selbst überzeugen. Dabei machte der Racer mit seiner Mischung aus leichter Zugänglichkeit und realistischem Fahrverhalten bereits Lust auf mehr. Jetzt durften wir erstmals einen Blick auf den Story-Modus werfen und konnten die Kampagne namens „Driven to Glory“ bereits anspielen. Wir verraten euch, was euch in der Doku-Story erwartet.
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GRID Legends: Story-Modus Driven to Glory angespielt

Rennspiel-Veteranen wissen, dass die GRID-Reihe (damals noch DTM Race Driver) von Codemasters einen Story-Modus im Genre erst salonfähig gemacht hat. Mittlerweile ist das britische Entwicklerstudio unter dem Dach von Electronic Arts untergekommen und nutzt das zusätzliche Budget, um das Konzept weiterzuentwickeln.
Der Story-Modus des kommenden Ablegers GRID Legends hört auf den Namen Driven to Glory, was bereits eine Parallele zur Netflix-Kultdoku Formula 1: Drive to Survive nahelegt. Tatsächlich orientiert sich der Aufbau der Handlung stark an der Doku-Serie und zeigt intime Momente aus dem Background des Teams, der Fahrer und Ingenieure.
Ähnlich wie in der Disney+ Serie The Mandalorian setzen die Entwickler auf eine Mixed-Reality-Produktion, bei der reale Schauspielerinnen und Schauspieler in einem mit CGI-Grafiken aufgewerteten Set agieren.
Wie in der Formel-1-Doku beleuchtet der Story-Modus von GRID Legends dabei das Geschehen auf und abseits der Rennstrecke und gewährt Einblicke in das fiktive Leben der Fahrerinnen und Fahrer, sowie des Teamleiters Marcus Ado von Seneca Racing, als dessen Schützling wir in die GRID World Series einsteigen.
Screenshot aus GRID Legends zeigt Marcus Ado in einem Interview
Marcus Ado steht als Teamchef des fiktiven Rennstalls im Fokus der Story.
Screenshot aus GRID Legends zeigt eine Doku-Zwischensequenz.
Der Story-Modus liefert Einblicke in die Arbeit des Rennstalls.
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Worum geht es im Story-Modus von GRID Legends?

Driven to Glory startet mit einem Event namens „Der Unfall“, das euch auf die neue Rennstrecke Strada Alpina entführt. Dort werdet ihr Zeuge davon, wie Serienfiesling Nathan McKane vom Ravenwest Team mit einem riskanten Fahrmanöver für eine Massenkarambolage sorgt.
Kurz darauf drückt euch GRID Legends als namenloser Fahrer 22 auch schon selbst das Lenkrad in die Hand, um mit dem stark lädierten LMP-Boliden doch noch irgendwie die Ziellinie zu überqueren. Sonderlich anspruchsvoll fällt das Tutorial zwar nicht aus, doch es liefert immerhin einen guten Eindruck davon, was euch im Story-Modus erwartet.
Screenshot aus GRID Legends zeigt ein Rennen in einem LMP-Boliden.
Die Story beginnt mit einem actiongeladenen LMP-Rennen.
Habt ihr das erste Event abgeschlossen, springt die Erzählung 16 Monate zurück und rückt Teamchef Marcus Ado, sowie eure künftige Teamkollegin Yume Tanaka ins Rampenlicht.
In der Auftaktveranstaltung, einem klassischen Tourenwagen-Rennen in London, kämpft ihr als neuer Fahrer um einen Platz im Team von Seneca Racing. Im Laufe der Story will die Handlung die Anfänge als neues Team, den Kampf gegen erste Rivalen und das Duell gegen McKane, beziehungsweise Ravenwest, um den Sieg bei der GRID World Series thematisieren.
Grundsätzlich kombiniert der Story-Modus von GRID Legends kurze Doku-Videos mit einem Rennen, in dem es unterschiedliche Ziele zu erfüllen gilt. Diese Veranstaltungen werden immer wieder durch eingestreute Interviews und Kommentare im Team-Radio aufgelockert.
Screenshot aus GRID Legends zeigt ein Tourenwagen-Rennen in London.
In einem Tourenwagen-Rennen kämpft ihr um ein Cockpit bei Seneca Racing.
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Spielberg

Das Team bereitet sich auf das Rennen am Red Bull Ring in Spielberg vor, während Liam Lawson einen waghalsigen Flug wagt.

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36 Events – Der Umfang kann sich sehen lassen

Insgesamt 36 Events umfasst der Story-Modus von GRID Legends zum Release des Spiels, wobei die Handlung im Laufe des Jahres durch zusätzliche Episoden weiter vorangetrieben werden soll. Die einzelnen Kapitel nehmen mit den Doku-Videos rund 5-10 Minuten Zeit in Anspruch, womit Driven to Glory ungefähr auf einen Umfang von 4-7 Stunden Spielzeit kommt – für einen Story-Modus in einem Rennspiel kann sich das durchaus sehen lassen.
In den Veranstaltungen lernt ihr zudem die verschiedenen Fahrzeugklassen des Racers (darunter GT-Rennwagen, Stadium Trucks oder Formel-Boliden) kennen und sammelt Fortschritte in Form von Credits und Racecraft-Punkten, die ihr dann in die anderen Spielmodi mitnehmt. Sie dienen euch dazu, neue Wagen oder Lackierungen freizuschalten.
Dabei folgt die Story stets einem linearen Handlungsstrang, auf den euer Ergebnis in einem Rennen keine direkten Auswirkungen hat. Vielmehr erinnert die Aufmachung an eine Zusammenfassung der wichtigsten Ereignisse einer Motorsport-Saison, an deren Schlüsselmomenten ihr als Fahrer aktiv ins Renngeschehen eingreift. Für Chris Smith, Creative Director von GRID Legends, war das die beste Wahl, um eine bedeutsame Geschichte erzählen zu können.
Screenshot aus dem Story-Modus Driven to Glory von GRID Legends.
Nach dem Auftakt müsst ihr euch in verschiedenen Rennklassen beweisen.
Screenshot aus GRID Legends zeigt ein Rennen aus der Cockpit-Perspektive
Driven to Glory beleuchtet rückblickend die gesamte Motorsport-Saison
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Wie gut ist der Story-Modus?

Hinsichtlich der Qualität macht der Story-Modus von GRID Legends einiges her und liegt deutlich über dem, was im Genre der Rennspiele bislang so geboten wurde. Das verdankt der Racer vor allem dem starken Cast, der eine schauspielerisch überzeugende Arbeit abliefert. Auch die deutsche Synchronisation macht einiges her.
Die Motive der einzelnen Charaktere werden gut aufgezeigt. Vom überglücklichen Teamchef, der endlich einen zweiten Fahrer gefunden hat, über die Teamkollegin, die mit euch den Druck eines starken Konkurrenten im Nacken spürt.
Mit Ausnahme von euch, denn Fahrer 22 bleibt in der gesamten Story gesichts- und identitätlos. Mit Nathan McKane gelingt es dem Game zudem, einen fiesen Bösewicht zu etablieren, während Schauspieler Ncuti Gatwa – Star der TV-Serie Sex Education – für die Qualität der Produktion spricht.
Screenshot aus GRID Legends zeigt den Schauspieler von Nathan McKane in einem Gespräch mit seinem Manager
Serienfiesling Nathan McKane spielt in der Story eine wichtige Rolle.
Fahrer 22 wurde bewusst anonym gehalten. Das Spiel soll für jeden zugänglich sein. Ihr sollt es spielen und euch mit der Hauptfigur identifizieren.
Chris Smith, Creative Director Codemasters/EA
Driven to Glory kann dabei nicht mit einer hochwertigen Rennsport-Dokumentation mithalten, dafür sind die Videos und einzelnen Episoden einfach zu kurz. Und doch stellt der Story-Modus von GRID Legends mehr als eine nette Dreingabe und den bislang besten Versuch dar, eine Geschichte in einem Rennspiel zu etablieren. Spannender als in einer Karriere Meisterschaft um Meisterschaft abzuarbeiten ist das allemal.
Mit der Kombination aus Story, Karriere, Einzelrennen, Multiplayermodus und Herausforderungen schnürt GRID Legends zum Release ein stimmiges Gesamtpaket, bei dem Genrefans voll auf ihre Kosten kommen.