Screenshot aus GRID Legends zeigt die Start- und Zielgerade des Red Bull Rings.
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GRID Legends: Fahrspaß, Doku-Story und extremes Wetter

Mit GRID Legends kehrt die kultige Rennspiel-Reihe auf die Bildschirme zurück und hat dabei einige spannende Neuerungen im Schlepptau. Wie gut der Racer geworden ist, verrät euch unser Test.
Autor: Philipp Briel
5 min readveröffentlicht am
Die Ursprünge der GRID-Reihe reichen bis in das Jahr 1997 zurück, womit die altehrwürdige Serie zu den ältesten Vertretern im Rennspiel-Genre zählt. Mit GRID: Legends besinnt man sich auf die altbekannten Stärken zurück und kombiniert diese zu einer einzigartigen Mischung.
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GRID Legends: Rückkehr des Story-Modus

Screenshot aus dem Story-Modus von GRID Legends zeigt eine Zwischensequenz mit echten Schauspielern
Der Story-Modus folgt im Doku-Stil dem fiktiven Rennstall Seneca Racing
Mit Driven to Glory wartet GRID Legends mit einem waschechten Story-Modus auf, den wir uns im Rahmen einer Vorschau bereits genauer anschauen durften. Im Vergleich zur Handlung der Formel-1-Spiele und der indirekten Vorgänger der DTM Race Driver-Ära gehen die Entwickler diesmal aber in eine andere Richtung.
Die Story thematisiert im dokumentarischen Stil das Umfeld des fiktiven Rennstalls Seneca Racing und zeigt sich dabei von der Netflix-Kult-Doku Drive to Survive inspiriert. Dabei kämpft ihr als namenloser Fahrer 22 um einen Platz im Team von Marcus Ado, dessen bisherige Fahrer sich nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert haben. Im Verlauf von 36 Events kämpft ihr als Neuling in der GRID World Series um Ruhm und Ehre und beweist euch hinter dem Lenkrad unterschiedlicher Fahrzeugklassen.
Dabei wartet die hochwertige Mixed-Reality-Produktion mit einigen bekannten Schauspielern aus und sorgt für eine gelungene Abwechslung vom normalen Rennalltag, die gleichzeitig den bislang besten Story-Modus im Rennspiel-Genre darstellt. Driven to Glory versteht sich aber eher als Einstieg in das Spiel und liefert vor allem einen gelungenen Überblick über die verschiedenen Fahrzeugklassen.
Das MAXimum herausgeholt: Unser neuer Film 'MAXimum Verstappen' beleuchtet die atemberaubende Karriere von Max Verstappen, dem frisch gebackenen Formel-1-Weltmeister 2021.
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Karriere machen

Screenshot aus dem Karrieremodus von GRID Legends zeigt den Talentbaum für den Teamkollegen.
Im Karrieremodus geht ihr mit eigenem Rennstall an den Start
Kern-Spielmodus von GRID Legends ist einmal mehr der umfangreichreiche Karrieremodus, in dem ihr euch in satten 250 Events den Weg als Rookie an die Spitze der World Series bahnt. Dabei geht ihr mit eurem eigenen Rennstall an den Start, den ihr im Laufe der Karriere verbessert und mit Sponsorendeals versorgt.
Neben eurem Teamkollegen stattet ihr auch den Chef-Mechaniker in einem Talentbaum mit neuen Fähigkeiten aus, die beispielsweise Reparaturkosten senken, eure Gewinne erhöhen oder eurem Kollegen zusätzlich fahrerische Fähigkeiten eröffnen.
Dabei wird die spielerische Abwechslung großgeschrieben, denn mit Muscle Cars, Tourenwagen, Elektro-Formel-Rennwagen und sogar Stadium Trucks hat der Simcade-Racer einiges zu bieten. Langjährige Fans der Reihe freuen sich zudem über die Rückkehr der beliebten Drift-Events, in denen ihr den Highscore in den Asphalt brennen müsst.
Die virtuelle Formel 1 am Red Bull Ring: Red Bull Racing Esports-Pilot Marcel Kiefer stellt euch die Strecke vor.

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An Expert's Guide To Red Bull Ring

Unlock your potential by learning the ins and outs of the Red Bull Ring with Red Bull Racing Esports' driver, Marcel Kiefer.

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Der Umfang von GRID Legends

Screenshot aus GRID Legends zeigt ein Rennen mit Trucks in Suzuka
Wuchtige Trucks in Suzuka: GRID Legends hat einiges zu bieten
Doch nicht nur hinsichtlich der spielerischen Abwechslung kann GRID Legends überzeugen, auch der Umfang ist ein wahres Monster. Die 250 Karriere-Events haben wir bereits angesprochen. Modus-übergreifend nehmt ihr hinter dem Steuer von insgesamt 128 verschiedenen Fahrzeugen aus neun Kategorien (Tourenwagen, Drift, Trucks, Spezialwagen, Elektroautos, Open Wheeler, GT, Tuning und Track Day) Platz, die ihr über 130 Strecken-Layouts in 22 Locations pilotiert.
Mit von der Partie sind reale Rennstrecken wie der Red Bull Ring oder Brands Hatch, sowie besonders knifflige Stadtkurse in Metropolen wie Moskau, Paris oder London. Neu hingegen ist die fiktive Strada Alpina, die in den italienischen Alpen gelegen ist und euch mit engen Kurven, Highspeed-Abschnitten und einer Länge, die sich am ikonischen Circuit de la Sarthe in Le Mans oder der Nürburgring Nordschleife orientiert, alles abverlangt.
Mit dem sogenannten Race Creator könnt ihr zudem eure eigenen Rennen erstellen und diese online mit anderen Spielerinnen und Spielern teilen. Hier legt ihr ein paar Parameter fest und erschafft so binnen weniger Sekunden eure ganz eigenen Events, in denen ihr dank Multi-Class-Modus auch zwei verschiedene Fahrzeugklassen gleichzeitig an den Start schicken dürft. Über eine Million Kombinationen sollen möglich sein.
Wem das noch immer nicht reicht, der startet zu eigenen Events, wagt sich an die Online-Herausforderungen oder tritt zu Multiplayer-Rennen an und das auf Wunsch sogar plattformübergreifend zwischen Xbox, PlayStation und PC. Sämtliche Fortschritte werden dabei in einem einheitlichen System über alle Modi hinweg gesichert. Egal was ihr tut: Ihr sammelt immer Credits für neue Autos oder Upgrades, die ihr mit dem Erreichen eines festgelegten Kilometerstands pro Fahrzeug automatisch freischaltet.
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Dem Sturm trotzen

Screenshot aus GRID Legends zeigt ein Rennen am Red Bull Ring bei starkem Sturm
Bei Sturm bilden sich auf dem Red Bull Ring tiefe Pfützen
Bei einem modernen Rennspiel darf natürlich auch eine Wetter-Simulation nicht fehlen. Zwar bietet GRID Legends kein dynamisches Wetter, lässt euch Tageszeit und Witterungsbedingungen vor einem Rennen aber selbst festlegen.
In Kombination mit dem Race Creator entstehen hier einzigartige Möglichkeiten, die in der Form kein anderes Rennspiel bietet. Mit 400 km/h schnellen Hyper Cars über den verschneiten Red Bull Ring heizen? Mit Stadium Trucks über Rampen auf dem Suzuka Circuit springen, während Blitze am Himmel zucken? In GRID Legends kein Problem.
Dabei haben die technisch beeindruckenden Wetterbedingungen natürlich nicht nur optische Auswirkungen, sondern verändern das Fahrverhalten drastisch.
Screenshot aus GRID Legends zeigt ein Rennen auf dem Red Bull Ring bei Schnee
Auf Schnee und Eis solltet ihr nicht unbedingt der Ideallinie folgen
Hinter den Kulissen der wichtigsten Tourenwagenmeisterschaft Deutschlands: Unsere Reihe 'Driving DTM' begleitet Alex Albon, Nick Cassidy und Liam Lawson durch die DTM-Saison.

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Spielberg

Das Team bereitet sich auf das Rennen am Red Bull Ring in Spielberg vor, während Liam Lawson einen waghalsigen Flug wagt.

Deutsch +2

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Das Gameplay von GRID Legends

Screenshot aus GRID Legends zeigt ein Hyper-Car-Rennen auf dem Red Bull Ring
Spielerisch und technisch überzeugt der Simcade-Racer
GRID Legends sieht hervorragend aus, doch wie spielt sich der Racer denn? Auch das Gameplay des Rennspiels überzeugt. Spätestens seit GRID Autosport hat die Reihe ihre Nische gefunden und positioniert sich irgendwo in der Mitte zwischen einer reinrassigen Rennsimulation und einem spaßigen Arcade-Racer.
Mit etlichen optionalen Fahrhilfe, umfangreichem Lenkrad-Support und simplen Fahrzeug-Setups könnt ihr das Rennspiel nach euren Vorlieben anpassen und spielen. Eine waschechte Rennsimulation sollte zwar niemand erwarten, doch das direkte und recht driftlastige Fahrgefühl weiß zu gefallen.
In Kombination mit dem überarbeiteten Nemesis-System der KI-Fahrer ergibt sich im Racer eine ganz eigene Dynamik innerhalb der Rennen, denn anderer Fahrer reagieren auf eure Manöver oder bauen selbst spektakuläre Unfälle. Codemasters nennt dieses im Rennspiel-Genre einzigartige Feature „Choreographer 2.0“, das tatsächlich für enorm dynamische Rennaction sorgt.
Dank des riesigen Umfangs, der spannenden Rennen, umfangreicher Multiplayer-Optionen und dem einzigartigen Simcade-Gameplay dürfte GRID Legends Genre-Fans über etliche Spielstunden hinweg bestens bei Laune halten. Zumal der Racer im Laufe des Jahres durch viele kostenlose und kostenpflichtige Download-Inhalte in Form von Autos, Strecken und sogar Story-Kampagnen erweitert werden soll.