Die IRONMAN Weltmeisterschaft war dieses Jahr richtig brutal – sogar für Hawaiianische Verhältnisse. Es war brütend heiss und starke Seitenwinde erschwerten das Rennen und machten es zu einer noch grösseren Herausforderung. Blasen, Bienenstiche, Stürze ... Der ultimative Test für die besten Triathleten der Welt, ein physischer und psychischer Härtetest über 300 Kilometer.
Es war der heißeste Bewerb, bei dem ich je teilgenommen habe. Zwischendurch dachte ich sogar ich habe Fieber. Und dann hatte ich wieder Zweifel, ob es überhaupt zu schaffen ist. Es war ein hartes Rennen voller Schmerzen.
Und dennoch: Daniela Ryf hat trotz aller Schmerzen und Strapazen – gemeinsam mit Lucy Charles – ein neues Kapitel IRONMAN-Geschichte geschrieben. Die beiden belegten in der Womens Pro Kategorie den ersten und zweiten Platz.
Für Daniela Ryf ist der Ironman kein unbekannter Spielplatz: Sie ist die erste Frau, die seit Chrissie Wellington im Jahr 2009, drei aufeinanderfolgende IRONMAN-Weltmeister-Titel gewinnt. Und sie ist in der Geschichte dieses Wettkampfs erst die vierte Frau, der dies gelungen ist.
Für Lucy Charles war es das erste Rennen als Pro (2014 hat sie in ihrer Altersklasse gewonnen) und das Staunen über die Leistung der jungen Britin war groß. Auch bei Daniela Ryf.
Zu Jahresbeginn hätte ich es nie für möglich gehalten, dass ich hier starte. Und wenn mir in der Früh jemand gesagt hätte, dass ich Zweite werde, dann hätte ich denjenigen ausgelacht. Mein Partner hat mir gesagt, dass ich aufs Podium komme, aber ich hab ihm nicht geglaubt. Vielleicht sollte ich langsam genauso an mich glauben, wie er es tut.
Obwohl es Lucy Charles erstes Rennen als Pro war, hat sie es Daniela Ryf nicht leicht gemacht. „Es war ein harter Tag und Lucy hat mich ganz schön gefordert. Ich hatte mit mir zu kämpfen. Irgendwann musste ich eine Entscheidung treffen. Alles geben und riskieren, das Rennen nicht zu beenden, oder verlieren. Ich hab es dann geschafft, aber es war nicht leicht. Solche Tage gibt es.“
Neuer Streckenrekord für Patrick Lange
In der Kategorie der Pro-Männer hat Patrick Lange mit der Zeit von 8 Stunden, 1 Minute und 40 Sekunden einen neuen Rekord aufgestellt und beendete damit auch die deutsche Dominanz beim IRONMAN. Hinter ihm kamen Lionel Sanders aus Kanada und David McNamee aus Großbritannien ins Ziel. Mit seinem dritten Platz erzielte David McNamee übrigens das beste Ergebnis in der Geschichte männlicher Athleten aus dem Königreich.
Erlebe noch einmal alle Emotionen der IRONMAN-WM 2017:
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