Jumpa im Porträt
© Woody Woodsn
Music

Von Badmómzjay bis Loredana – darum ist Producer Jumpa überall

Vor zwölf Jahren begann Jumpa mit dem Produzieren – dabei ist er heute gerade mal 26 Jahre alt. Wir haben uns ein paar Songs, die Jumpa produziert hat, zusammen mit ihm genauer angehört.
Autor: Vanessa Seifert
3 min readveröffentlicht am
Die Begeisterung für Rap erwachte bei Jumpa mit 13, 14 Jahren – und bis heute hat sie ihn nicht losgelassen. Ein Freund hatte damals Fruity Loops auf dem Rechner und sie begannen, gemeinsam erste Beats zu produzieren. Die fehlenden musikalischen Skills glich er mithilfe von YouTube-Tutorials aus. Der Produzent kann sich für Rap-ferne Genres begeistern und lässt diese auch in seinen Style einfließen – vielleicht orientiert er sich da auch an einem Vorbild?
Jumpa: „Timbaland hat mich und meinen Stil definitiv am meisten geprägt. Weil er einer der wenigen Produzenten war, der genreübergreifend produziert hat, und die Produktionen klangen trotzdem alle nach ihm.“
Schon mit 14 startete seine Karriere. BOZ war der erste Rapper, der einen Beat von Jumpa pickte und ihm damit Türen öffnete.
Es folgten unter anderem Produktionen für Fard, Animus, Liquit Walker, Massiv und Vega:
Zwischendurch hatte Jumpa Phasen, in denen er viele Sessions machte, „nur um das Geld mitzunehmen“. Doch mittlerweile arbeitet er längst nur noch mit Artists, mit denen er das auch wirklich will. So entstehen langfristige Kollaborationen und auch echte Freundschaften. Wie gut das funktioniert, zeigen in jüngster Vergangenheit seine Produktionen für Badmómzjay.
Die Zusammenarbeit ist besonders emotional, wenn man mit Freunden Musik macht. Da freut man sich doppelt so krass über einen Erfolg.
Jumpa
Auch Takt32 und er arbeiten schon seit Jahren zusammen. So hatte der Rapper mit Jumpa einen Producer an seiner Seite, der die musikalische Reise begleitete und sich gemeinsam mit ihm weiterentwickelte.
Die Bandbreite von Jumpa wirkt unerschöpflich. Für BRKN auf „Kein Liebessong“ klingt alles smooth und schwer gleichzeitig, während „Für uns zwei“ von Aylo ein Eins-A-Pophit ist.
Der Produzent lässt sich auf jede Konstellation ein, die für ihn spannend ist: So schafft er es auch, das Wortgefecht zwischen Loredana und Mozzik musikalisch zu untermalen und den Worten noch mehr Nachdruck zu verleihen.
Ich mache nur noch Sessions, auf die ich wirklich Bock habe, um niemals die Lust an der Musik zu verlieren!
Jumpa
Gemeinsam mit Capital Bra machte sich Jumpa an ein Remake von „Cherry Lady“ (im Original: „Cheri Cheri Lady“ von Modern Talking), das sogar Platinstatus erreichte. Davon profitiert allerdings vor allem Dieter Bohlen, da er die Urheberrechte an dem Song hat. Es wurde aber noch frustrierender für Jumpa, denn der Pop-Titan hat dann kurzerhand ein eigenes Remake des Songs veröffentlicht und den Beat von Jumpa dafür eins zu eins nachgebaut – dem Producer sind die Hände gebunden.
Mittlerweile ist Jumpa selbst zu einem Vorbild für Nachwuchs-Producer geworden. Er weiß, wie wichtig der Zugang ist, um sich auszuprobieren, deshalb möchte er etwas zurückgeben an seine Heimat: Der Produzent spendete Equipment im Wert von 10.000 € an seine alte Schule, damit die Kids in Bremerhaven gute Startbedingungen haben und ihre Leidenschaft für Musik ausleben können.
Ganz schön viel, oder? Aber Jumpa hat nicht nur die Skills, sondern auch das nötige Wissen. Checkt jetzt hier, wie er sich im Red Bull Rap Duell schlägt!