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"À la Folie" von Justine Dupont: Ein Surf-Jahr wie kein zweites

Egal ob Nazaré, Mavericks oder Jaws - Justine Dupont legte eine Saison der Superlative hin. Doch die französische Surferin hat noch lange nicht genug!
Autor: Chris Binns
3 min readveröffentlicht am
Über den Winter 2020/21 hat die französische Surferin Justine Dupont im Big-Wave-Surfing eine Performance abgeliefert, die viele als durch und durch dominant bezeichnen würden. Jetzt, dank "À la Folie", einem 32-minütigen Biopic von Red Bull Media House, hast du die Möglichkeit, ihre höchsten Höhen und tiefsten Tiefen, ihre lebensveränderten Wipeouts und ihre unglaublichen Barrels, hautnah mitzuerleben.
"'À la Folie' bedeutet übersetzt 'mit Leidenschaft'", erklärt Justine. "Zumindest für mich, da man das Ganze auch mit 'Wahnsinn' übersetzen kann und das ist nicht die Art und Weise, wie ich mein Big-Wave-Surfen sehe."
"Das letzte Jahr war meine beste Saison bisher, also war es ein großartiges Gefühl, das alles auf Film festzuhalten, zu zeigen, wie ich mich fühlte, wie ich all das gemeinsam mit meinem Team angehe und welche Arbeit hinter dem Surfen steckt."
Doch Duponts Geschichte mit dem Surfing fokussierte sich nicht immer auf die großen Wellen; vielmehr entwickelte sich diese Leidenschaft Schritt für Schritt über mehrere Jahre hinweg, während sie den Ozean kennenlernte und erkannte, was er anzubieten hatte. Mit dem Surfen begann sie im Alter von 11 Jahren. Sie stahl sich das Shortboard ihres Vaters, schlich sich an den Strand und spielte mit den Wellen.
Mit dem Vize-Juniorenweltmeistertitel 2011 surfte sie sich ins Rampenlicht der Shortboard-Szene und es dauerte nicht lange, bis sie sich für die Championship-Tour qualifizierte. Das Verletzungspech sorgte jedoch für einen Rückschlag, auch wenn sie sich davon nicht beirren ließ und sie sich in mehreren Disziplinen erfolgreich zurück kämpfte.
Angefangen bei den Titeln auf dem Stand-Up-Paddleboard bis hin zu den globalen Finals im Longboarding - Dupont überzeugte in allen Varianten des Surf-Sports. Sobald sie aber in Belharra in ihrer Heimat in Frankreich das erste Mal das Adrenalin spürte, das Tow-Surfing zu bieten hat, fand sie endlich jene Disziplin, der sie sich voll und ganz widmen konnte. Nur kurz danach packte sie auch die Leidenschaft für das Big-Wave-Surfen und Dupont zog nach Portugal, um die massiven Wellen am berühmten Surfspot Nazaré zu jeder Zeit voll und ganz ausreizen zu können.
Nachdem sie die Nazaré Tow-Challenge zweimal gewinnen konnte, führte sie ihr Talent zu den Mavericks in Kalifornien und zu den Jaws auf Maui, wo sie erfolgreich den besten Tube-Ride einer Athletin aller Zeiten hinlegte.
"Es fühlt sich gut an, als eine der besten Big-Wave-Surferinnen der Welt Anerkennung zu erfahren - aus allen möglichen Gründen", erzählt Justine. "Ich habe mich Nazaré und dem Big-Wave-Surfen voll und ganz verschrieben. Es gibt mir das Gefühl, dass ich das Richtige mache und ich meine Träume verfolgen kann. Ich habe die Möglichkeit, den Stürmen und Wellen hinterherzujagen, die ich surfen will."
Schnall dich an, drücke Play im Video oben und mach dich bereit, in die Welt von Justine Dupont einzutauchen. Bon voyage!