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Openers-Gründerin Kerstin Bock über Red Bull Basement University

© Stefan Wieland
Was erwartet die Finalisten von Red Bull Basement University? Openers Gründerin und TOA-Kommunikationschefin Kerstin Bock hat Antwort.
Autor: Henner Thiesveröffentlicht am
Kerstin, kurz und knapp: Wer bist du, was machst du? Ich komme aus dem Journalismus und habe acht Jahre als freie Autorin gearbeitet. Vor rund sieben Jahren bin ich nach Berlin gekommen, um dort an einem New Media Projekt mitzuarbeiten. Damals eine Initiative des Axel Springer Verlags. Im Rahmen dieses Projekts habe ich Niko kennengelernt, einen meiner Co-Founder und auch Gründer des Tech Open Airs. Die Leidenschaft und Inspiration in der Gründerszene ist bei mir hängengeblieben und ich damit auch in Berlin.
Innovative Ideen sind nur der Anfang bei Red Bull Basement University...
Innovative Ideen sind nur der Anfang bei Red Bull Basement University...
In der Start-up-Szene lernst du nie aus. Du forderst dich jeden Tag neu heraus. Das hat man nicht in jedem Bereich.
Kerstin Bock
Seither ist einiges passiert. Welche Projekte verfolgst du aktuell? Vor sieben Jahren haben wir das Tech Open Air (TOA) gegründet, eins der heute größten Technologie-Festivals mit rund 15.000 Teilnehmern. Vor fünf Jahren haben wir dann Openers gegründet, wo ich mit meiner Mitgründerin Carolin die Geschäftsführung mache. Wir helfen zum einen internationalen Firmen, in den deutschen Markt reinzukommen und arbeiten zum anderen mit Later Stage Start-ups, Investoren und Corporates im Bereich Kommunikation, Innovationmanagement und Events zusammen.
Was macht die Start-up-Szene für dich so spannend? Das Tempo und das schnelle Arbeiten. In meinem Arbeitsalltag muss es schnell gehen. Ich hasse lange, umständliche Wege und Warten. In der Start-up-Szene fühle ich mich wohl. Klar ist manchmal auch viel Bullshit-Bingo dabei, aber im Großen Ganzen ist es extrem spannend, sich tagein tagaus mit neuen Technologien und neuen Lösungen auseinanderzusetzen.
Vor diesem Hintergrund: Welche Funktion hast du bei Red Bull Basement University? Nach der Online-Abstimmung durch die Community kommen die 20 meist-gevoteten Ideen in die Jury-Runde. An der Stelle bin ich gemeinsam mit drei anderen Jury-Mitgliedern für die Auswahl der Projekte zuständig, die letztlich ins Finale kommen. Dabei fragen wir uns: Wie kreativ ist die Idee? Wie viel Impact kann sie haben? Und: Wie realisierbar ist die Idee?
Auch der Post-it war mal eine Idee...
Auch der Post-it war mal eine Idee...
Die Studenten können alle möglichen Ideen bei uns einreichen, Hauptsache ihre Ideen lösen ein bestehendes Problem auf innovative und möglichst nachhaltige Weise.
Kerstin Bock
Das Motto der Initiative lautet „Hacking for a brighter Campus“ – was genau darf man darunter verstehen? Red Bull Basement University gibt Studenten die Möglichkeit, Dinge zu ändern, die sie rund um ihren Campus verbessern wollen. Dabei ist die Challenge zu fragen: was kann man neu und anders denken? Wie kann ich die Essensituation auf meinem Campus verbessern? Wie kann ich die Logistik, die Sicherheit oder die Art zu Lernen effektiver gestalten?
Inwieweit greift ihr den Finalisten von Red Bull Basement University unter die Arme – auf was können sie hoffen? Zum einen helfen wir den Finalisten dabei, ihre Idee weiterzuentwickeln. Dazu stehen wir ihnen mit Rat, Tat, evtl. auch Funding und Mentoring zur Seite, sodass am Ende für alle klar ist: was brauche ich, um meine Idee umzusetzen. Sprich: was ist der finanzielle Bedarf, wie groß muss mein Team sein, etc. Zudem nehmen die Finalisten vom 29. November bis 2. Dezember 2018 am Global Meeting in der Factory Berlin teil, wo sie ihre finale Idee vor ausgewähltem Publikum pitchen können und GründerInnen treffen, von denen sie weiter lernen können.