Eileen Gu in der Halfpipe am Kitzsteinhorn, Österreich, am 23. November 2023.
© Syo van Vliet/Red Bull Content Pool
Freeski

Scotty James & Eileen Gu schreiben Geschichte bei den Laax Open 2026

Top-Leistungen, neue Rekorde und spektakuläre Runs: Die Laax Open 2026 lieferten Snowboard- und Freeskiing-Action auf Weltklasse-Niveau. Hier sind die Highlights.
Von: Abigail Winkler / Clemens Burghofer
5 min readUpdated on
Die Laax Open gingen 2026 in ihre 11. Runde – begleitet von herausfordernden Wetterbedingungen, die den Athlet:innen alles abverlangten. Starker Wind forderte die Fahrer:innen heraus und erschwerte Tempo, Kontrolle und Timing. Dennoch reisten rund 250 internationale Rider nach Laax, um ihr Können unter Beweis zu stellen. Für viele bot das Event eine der letzten Chancen, sich für die Winterspiele 2026 zu qualifizieren -- oder ihrer Form den Feinschliff für die Saison zu verpassen.
Überzeuge dich selbst von der Action - schau dir unten die Wiederholung des Snowboard-Slopestyle-Events an.

Snowboard Slopestyle presented by The Bomb Hole

Top-Snowboarder:innen, Slopestyle auf Weltklasse-Niveau und Chris Grenier mit spontanen Live-Kommentaren – die Laax Open pur.

01

Snowboard-Slopestyle: Große Tricks und knappe Scores

Beim Snowboard-Slopestyle der Frauen trotzte die Japanerin Kokomo Murase den windigen Bedingungen und holte sich mit 77,55 Punkten den Titel und damit den obersten Platz auf dem Podium des FIS-Weltcup-Wettbewerbs. Lily Dhawornvej aus den Vereinigten Staaten wurde mit 71,18 Punkten Zweite, während die Österreicherin Anna Gasser mit 69,70 Punkten das Podium als Dritte komplettierte.
Yiming Su in der Luft bei einer stylischen Crail-Rotation beim Red Bull Performance Camp in Saas-Fee, Schweiz, am 1. Oktober 2025, umgeben von atemberaubenden Berggipfeln.

Präzision, Kraft und Stil: Su Yiming kann alles!

© Frederik Kalbermatten/Red Bull Content Pool

Der Franzose Romain Allemand gewann mit einer herausragenden Performance das Snowboard-Slopestyle-Finale der Männer und beendete damit eine lange Durststrecke Frankreichs im Slopestyle. Er erzielte die höchste Punktzahl und setzte sich damit gegen die Konkurrenz durch. Der Japaner Yuto Kimura wurde Zweiter. Das chinesische Ausnahmetalent Su Yiming - einer der Favoriten und Top-Qualifikanten - zeigte eine starke Leistung und belohnte sich ebenfalls mit einer Spitzenplatzierung auf dem Podium.

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The Glacier Edition Background
Snowboard-Slopestyle der Frauen:
  1. Kokomo Murase (JPN) 77,55
  2. Lily Dhawornvej (USA) 71,18
  3. Anna Gasser (AUT) 69,70
Snowboard-Slopestyle der Männer:
  1. Romain Allemand (FRA) 86,70
  2. Yuto Kimura (JPN) 81,95
  3. Su Yiming (CHN) 76,10
02

Snowboard Halfpipe: Scotty James glänzt mit fünftem Laax-Triumph

Der australische Halfpipe-Hero Scotty James hat die Halfpipe mit seinem zweiten Run im Flutlicht von Laax wieder einmal nach allen Regeln der Kunst dominiert - und zwar mit einem der besten Runs, den er je hingelegt hat.
Nachdem er in seinem ersten Run "nur" 84,00 Punkte erzielt hatte, zauberte der 31-Jährige in seinem zweiten Run eine wahre Masterclass in die mächtige Halfpipe. Mit seinem erst zum zweiten Mal gestandenen Switch Backside Double Cork 1440 Mute setzte er ein markantes Ausrufezeichen. Gegen diesen Run war kein Kraut gewachsen – die 98,75 Punkte der Judges unterstreichen die Extraklasse seines Rides. Mit seinem fünften Titel bei den Laax Open scheint Scotty James der Konkurrenz weiterhin einen Schritt voraus.
Scotty James performt in der Halfpipe bei den Laax Open 2025 in Laax, Schweiz.

Scotty James

© Lorenz Richard/Red Bull Content Pool

Hinter James komplettierten zwei weitere Rider aus Ozeanien das Podium. Der Neuseeländer Campbell Ives Melville steigerte sich nach einem enttäuschenden 41,00-Punkte-Run im ersten Durchgang deutlich und knackte die 90-Punkte-Marke. Mit 91,00 Zählern in seinem zweiten Run sicherte er sich Platz zwei. Dritter wurde der Australier Valentino Guseli, der mit soliden 80,25 Punkten im ersten Run Rang drei fixierte und auf einen zweiten Run verzichten konnte.
Den Wettkampf der Frauen gewann die Koreanerin Gaon Choi in ähnlich dominanter Weise. Wie James im Männerfinale ließ auch Choi mit ihrem zweiten Lauf die Konkurrenz hinter sich. Sie landete sowohl einen Backside 900 Stalefish als auch einen Frontside 1080 Melon und erhielt dafür 92,50 Punkte. Niemand sonst kam auch nur annähernd an die 90 Punkte heran.
Den zweiten Platz sicherte sich die Japanerin Rise Kudo, die sich mit ihrem zweiten Run mit 82,75 Punkten einen großen Sprung nach vorne machte. Die Chinesin Cai Xuetong komplettierte das Podium mit 75,25 Punkten.
Snowboard-Halfpipe der Frauen:
  1. Gaon Choi (KOR) 92,50
  2. Rise Kudo (JPN) 82,75
  3. Cai Xuetong (CHN) 75,25
Snowboard-Halfpipe der Männer:
  1. Scotty James (AUS) 98,75
  2. Campbell Ives Melville (NZL) 91,00
  3. Valentino Guseli (AUS) 80,25
03

Freeski Slopestyle: Eileen Gu dominiert und stellt einen neuen Rekord für Freeski-Weltcup-Siege auf

Im Freeski-Slopestyle-Finale gab es ein Déjà-vu, denn sowohl Eileen Gu als auch Birk Ruud wiederholten ihre Siege von 2025, wobei Ruud sogar einen Hattrick bei den Laax Open schaffte, nachdem er bereits 2024 gewonnen hatte.
Das einzig Überraschende an Gu's Sieg im Frauenfinale war, wie leicht es für den chinesischen Superstar aussah. Sie holte sich den Sieg gleich in der ersten Runde mit einem stylischen Run -- und einem Left Double Cork 1080 Blunt -- und erzielte 85,13 Punkte. Damit ließ sie den Rest des Feldes weit hinter sich. Die Amerikanerin Marin Hamill sicherte sich den zweiten Platz mit einem weiteren starken ersten Run, der ihr 71,38 Punkte einbrachte, während die Österreicherin Lara Wolf sich in ihrem zweiten Run massiv verbesserte und auf den dritten Platz vorrückte.
Ein weiterer Sieg bei den Laax Open markierte auch einen großen Meilenstein in ihrer unglaublichen Karriere: Es war ihr bereits 20. Triumph. Damit ist sie nun offiziell die Rekordhalterin für die meisten Siege in der Geschichte des Freeski-Weltcups, egal ob männlich oder weiblich - und das im Alter von nur 22 Jahren!
Deutlich knapper verlief das Finale der Männer, in dem nur ein Punkt zwischen Birk Ruud und Matěj Švancer lag. Am Ende setzte sich Ruud durch und sicherte sich vor begeistertem Laax-Publikum seinen dritten Sieg in Folge.
Der österreichische Freeskier Matěj Švancer in Action auf dem Stubaier Gletscher in Stubai, Österreich, am 7. November 2020.

Matěj Švancer vor der atemberaubenden Kulisse des Stubaier Gletschers.

© Syo van Vliet/Red Bull Content Pool

Ruud eröffnete das Finale mit einem technisch anspruchsvollen und sauber ausgeführten Run, gekrönt von einem Switch Left Double Cork 1620 Blunt, der ihm 85,08 Punkte einbrachte. Švancer präsentierte sich jedoch in ähnlich starker Verfassung und zeigte ebenfalls einen nahezu perfekten Lauf, der mit 84,08 Punkten bewertet wurde. Da es beiden Athleten in den zweiten Runs nicht gelang, ihre Scores zu steigern, entschied dieser eine Punkt den Wettkampf zugunsten Ruuds. Rang drei ging an den Kanadier Evan McEachran, der das Podium komplettierte.
Freeski-Slopestyle der Frauen:
  1. Eileen Gu (CHN) 85,13
  2. Marin Hamill (USA) 71,38
  3. Lara Wolf (AUT) 67,85
Freeski-Slopestyle der Männer:
  1. Birk Ruud (NOR) 85,08
  2. Matěj Švancer (AUT) 84,08
  3. Evan McEachran (CAN) 82,70

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