Laufsport
Laufen im Winter: So atmest du in der Kälte besser
Beim Laufen im Winter solltest du deine Atmung den Temperaturen anpassen. Wie das geht und warum das wichtig ist? Unsere Athlet:innen sagen es dir!
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Wie gesund ist Laufen in der Kälte? Erkältet man sich nicht schnell, wenn man bei unter 0°C laufen geht? Im Gegenteil! Wer auch im Winter regelmäßig laufen geht, stärkt sein Immunsystem und seine Atemwege. Das gilt allerdings nur für Temperaturen bis zu -10°C. Darunter, da sind sich Ärzte und Wissenschaftler einig, schafft es der Körper nicht mehr, die eingeatmete Luft genügend zu erwärmen, bevor sie in den Bronchien ankommt.
Was du beim Laufen im Winter tun kannst, um Atemwegsinfekten aufgrund zu kalter Luft zusätzlich vorzubeugen? Flo Neuschwander und Johanna Holzmann kennen die Antwort!
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Trage Schlauchschal und die richtige Kleidung
Im Winter schwören nahezu alle Athlet:innen auf das Tragen eines Schlauchschals. Auch Skicrosserin Johanna Holzmann setzt beim Sport in der Kälte darauf: "Ich laufe im Winter mit Buff über Ohren und Kinn gezogen, aber Mund und Nase sind bei mir immer frei." Wer es gern noch etwas wärmer um Mund und Nase hat, kann den Schlauchschal auch gut und gerne über Mund und Nase ziehen.
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Atme durch die Nase ein und den Mund aus
Ein weiterer Punkt, bei dem sich die meisten Sportler:innen einig sind: Wer im Winter trotz kalten Temperaturen laufen geht, sollte unbedingt durch die Nase einatmen und durch den Mund aus. Auch wenn das gerade für Hobbysportler nicht immer machbar ist – es lohnt sich, es zumindest so lange zu machen, wie man es schafft. Flo Neuschwander weiß warum: "Beim Einatmen durch die Nase wird die Luft vorgewärmt und gefiltert. Durch die leicht angewärmte Atemluft werden Schleimhäute, Hals und Bronchien weniger stark gereizt."
Beim Einatmen durch die Nase wird die Luft vorgewärmt!
Um trotz der Nasenatmung mehr Sauerstoff aufnehmen zu können, empfiehlt Johanna Holzmann: "Stärker durch den Mund ausatmen, und bei der Einatmung durch die Nase tief ins Zwerchfell atmen."
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Mach langsam und vermeide zu intensive Belastungen
Wer im Winter Laufen geht, für den gilt: Langsam, ruhig und locker bleiben. Das fängt beim moderaten Warm-Up an, das man unbedingt absolvieren sollte, um schon vor dem Laufen leicht erwärmt zu sein, und geht beim eigentlichen Trainingslauf weiter. Denn je intensiver die Belastung, desto schneller, tiefer und stärker ist die Atmung, was die Atemwege bei Minusgraden mehr reizt als nötig. Das gilt insbesondere für Hobbysportler.
Profis wie Johanna Holzmann können zwar intensive Einheiten machen, müssen dann aber ganz besonders auf ihr Energielevel achten.
Der Körper verbraucht in der Kälte zusätzlich Energie, das darf man nicht vergessen.
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Atme nach dem Training entspannt durch
Auch wenn es nicht direkt die Atmung beim Laufen betrifft, Johanna Holzmann pocht darauf, sich nach dem Sport in der Kälte besonders schnell und besonders gut um sich selbst zu kümmern: "Nach der Einheit in der Kälte sollte man sich direkt umziehen, um warm und trocken zu sein." Ein warmes Getränk, gutes Essen und bewusstes, entspanntes Durchatmen runden den winterlichen Regenerations-Kick-Off ab!
Und wem das jetzt alles zu anstrengend ist, kann natürlich auch im Winter indoor laufen - auf den Laufbändern von KETTLER. Ob mit oder ohne Steigung, als Vorbereitung für den Wings for Life World Run oder eine knackige Einheit in der Mittagspause, alles ist möglich.