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Tipps für den Jungler in League of Legends
Der Jungler ist eine Schlüsselrolle, die das Spielgeschehen stark beeinflusst. Worauf kommt es im Jungle am meisten an? Hier gibt's die besten Tipps und Tricks.
Der Jungler ist die wohl vielseitigste Rolle in League of Legends. Man hat direkten Einfluss auf alle übrigen Lanes und ist so maßgeblich für die Strategie des Teams verantwortlich. Das bedeutet Entscheidungsvielfalt. Wie man die richtigen trifft und aus dem Jungle heraus auf dem Rift dominiert, haben wir hier für euch in unserem Guide zusammengefasst.
01
Die Rolle des Junglers verstehen
Der Jungler ist eine von fünf Hauptrollen in League of Legends. Dabei ist es von entscheidender Bedeutung zu verstehen, was überhaupt deine Aufgabe ist. Neben der Kontrolle über das neutrale Gebiet zwischen den Lanes (der namensgebende Jungle) musst du dich hier frei auf der Karte bewegen und auf anderen Lanes aushelfen.
Das macht die Rolle des Junglers zu einer der abwechslungsreichsten, aber auch schwierigsten Aufgaben innerhalb eines Teams.
Anders als Laner konzentriert sich der Jungler auf das Farmen der Jungle Camps, das Ganken der Lanes und das Kontrollieren der wichtigen Objectives wie Drachen und Baron. Die Hauptquellen für Gold und Erfahrung sind die Jungle-Camps, sodass effizienter Jungle-Clear essenziell ist.
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02
Auf wenige Champions spezialisieren
Den ersten Grundstein für den Erfolg als Jungler legt die Auswahl der Champions.Die Wahl des richtigen Champions als Jungler in League of Legends hängt stark vom eigenen Spielstil, den Teamkompositionen und den aktuellen Meta-Trends ab. Grundsätzlich gibt es verschiedene Kategorien von Junglern: Duellisten, Engage-Jungler, Carry-Jungler und Scaling-Jungler:
- Duellisten wie Jax oder Camille sind darauf ausgelegt, einzelne Gegner im 1-gegen-1 zu dominieren
- Engage-Jungler wie Sejuani oder Amumu mit viel Crowd Control können das Team initiieren und schützen
- Carry-Jungler, beispielsweise Kha'Zix oder Lee Sin, konzentrieren sich darauf, früh und gezielt Ganks zu setzen, um das Spielgeschehen zu beeinflussen
- Scaling-Jungler wiederum wie Master Yi legen den Fokus auf späteres starkes Hochskalieren und farmen dafür viel im Jungle
Für Anfänger empfehlen sich Jungler, die einfach zu spielen sind und schnelle Clears haben, wie Warwick, Amumu oder Udyr, da sie viel Überlebensfähigkeit und gute Gankmöglichkeiten besitzen. Die Auswahl sollte zudem zur Teamaufstellung passen, um Synergien zu schaffen oder gegnerische Bedrohungen zu kontern. Letztlich gilt: Ein Jungler soll zur eigenen Spielweise passen und bietet mit den passenden Items und Runen die Grundlage für eine erfolgreiche Partie.
03
Schon vor dem Game einen Plan schmieden
3 Min
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So schmieden die Profis ihren Gameplan
Bereits vor Beginn der Partie sollte man sich Anhand der Lineups den bestgeeigneten Weg durch den Jungle überlegen. Ist das Potential für einen erfolgreichen Topgank mit Schneeballeffekt hoch, bietet es sich an auf der unteren Seite zu beginnen und sich dann schnell nach oben zu arbeiten, um dort diesen geplanten Gank anzubringen.
Dabei ist es ausschlaggebend, Setup Optionen der jeweiligen Charaktere zu berücksichtigen. Genauso aber, wo der gegnerische Jungler beginnt und ob eine eventuelle Begegnung mit diesem gewinnbar wäre. Besonders Betäubungseffekte von Teammitgliedern oder auch im eigenen Kit, versprechen dabei meist Erfolg. Genaues Abwägen vor Spielbeginn ist daher ausschlaggebend um den optimalen Pfad für jedes Game zu wählen.
04
Jungle-Routen und Clear-Effizienz lernen
Vor dem Match sollte bereits ein Plan für die Jungle-Routen bestehen, der auch auf die Teamaufstellung und die gegnerischen Schwächen abgestimmt ist. Die Jungle-Routen in League of Legends sind vorgeplante Wege, mit denen der Jungler seine Camps effizient abläuft, um möglichst schnell Erfahrung, Gold und Buffs zu sammeln. Die Routen sind dabei abhängig vom Jungler-Typ, den eigenen Spielzielen und der Teamzusammensetzung.
Eine gängige Route ist die sogenannte Buff-Route, bei der man entweder mit dem Red Buff oder dem Blue Buff startet und anschließend die benachbarten Camps auf der jeweiligen Hälfte der Karte klärt. Diese Seite wird komplett abgefarmt, bevor man zur anderen Seite wechselt. Das hat den Vorteil, dass die Camps in dieser Reihenfolge respawnen und so ein zyklischer Ablauf ermöglicht wird. Diese Methode spart Laufzeiten und maximiert die Effizienz beim Farmen.
Eine andere verbreitete Strategie ist der Full-Clear, bei dem der Jungler alle Camps auf seiner Seite, inklusive Krugs, Raptors, Wolves, Golem und Buffs, komplett abräumt. Dies ist besonders bei Champions sinnvoll, die viel Erfahrung brauchen, um schnell auf ein bestimmtes Level zu kommen und dann mit ihrer Ultimate stark ins Spiel einzugreifen.
Ein effizientes Jungle-Clear sorgt für konstanten Gold- und Erfahrungsgewinn und legt die Grundlage für erfolgreiche Spielzüge. Konzentriere dich dabei auf die großen Monster in jedem Camp, da sie Heilung und wichtige Ressourcen liefern.
05
Immer alle Lanes im Auge behalten
Während ein vor dem Game gut zurecht gelegter Plan einiges Wert ist, läuft im Spiel selten alles nach diesen Vorstellungen ab. Deshalb ist es wichtig, flexibel zu bleiben und ständig nach Möglichkeiten Ausschau zu halten. Dafür sollte man während man Monster ausschaltet, mit der vorhandenen Sicht arbeiten und diese sowie die Minimap laufend im Auge behalten. Schlussendlich muss man jederzeit bereit sein zu reagieren und seinen Spielstil zu adaptieren, sollte dies erforderlich sein. Die Bereitschaft auch einmal Monstercamps abzubrechen, um schneller einem Teammate zu Hilfe zu eilen oder einen gegnerischen Drachenversuch zu stoppen, kann hier sogar spielentscheidend sein.
Zusätzlich spielt man normalerweise lieber um starke Lanes. Ist eine Lane bereits am verlieren, kann ein Gank der nicht funktioniert, ein Spiel völlig entscheiden. Während man bei großem Rückstand vielleicht sogar das zwei gegen eins verlieren kann, ist dabei zu beachten, dass auch der gegnerische Jungler dafür zur Stelle sein könnte, wodurch hier besondere Vorsicht geboten sein muss. Daher ist es meist die bessere Wahl um starke Lanes zu spielen.
3 Min
Red Bull UPGREAT Q&A - Jungle - Teil 2
So adaptieren Profis
06
Tote Zeit reduzieren
Die Möglichkeiten im Jungle sind beinahe ohne Limit, während die Zeit allgemein sehr begrenzt ist. Dadurch muss man die vorhandene Zeit möglichst effizient nutzen und möglichst wenig davon verschwenden.
- Wann erscheint der nächste Drache?
- Wann erscheinen meine Camps?
- Verspricht dieser Gank Erfolg?
- Welche Items möchte ich kaufen, sobald ich das nächste Mal in die Basis zurückkehre?
- Was könnte ich stattdessen tun?
- Verliert mein Team deshalb einen Drachen oder Turm, oder wird sogar unter dem eigenen Turm überrannt?
Beantwortet man diese Fragen während man Monster ausschaltet und schmiedet dementsprechend konstant Pläne, wo man zu welcher Zeit sein möchte, kann so die tote Zeit, in der man nichts tut, deutlich reduziert werden. Stattdessen wird sie genutzt um für sich selbst oder das Team Ressourcen zu generieren. Es muss also ständig der Nutzen und das potentielle Risiko abgewogen werden, um die richtigen Entscheidungen zu treffen.
Schlussendlich sollte eine gute Balance zwischen Monster ausschalten und Ganks gefunden werden, während die Zeit dazwischen in der man nichts tut, gegen null gehen sollte. Durch verschwendete Zeit im Jungle oder flasche Entscheidungen wie Ganks die zu nichts oder sogar dem Tod führen, fällt man schnell enorm gegenüber Powerfarmer zurück.
Ausschlaggebend ist ein ständiges aktives und produktives Agieren auf der Karte, egal auf welche Weise.
07
Counter-Jungling: Chancen und Risiken
Counter-Jungling in League of Legends ist eine Strategie, bei der der Jungler in das gegnerische Jungle-Gebiet eindringt, um dort Camps zu stehlen und wichtige Ressourcen wie Buffs oder große Monster zu sichern. Das Ziel ist, dem Gegner Gold und Erfahrung vorzuenthalten und gleichzeitig sich selbst einen Vorteil zu verschaffen. Diese Taktik kann besonders wirkungsvoll sein, um die gegnerische Entwicklung zu verzögern und das eigene Team frühzeitig stärker zu machen.
Die Chancen beim Counter-Jungling liegen vor allem darin, dass man dem gegnerischen Jungler wertvolle Ressourcen entzieht und dadurch seinen Level- sowie Item-Fortschritt ausbremst. Zudem kann man durch gut getimte Counter-Jungle-Aktionen den Kartenkontrolle und Vision gewinnen, die zu besseren Ganks oder Objective-Kontrollen führen. Wer das Counter-Jungling professionell einsetzt, kann den gegnerischen Jungler nicht nur durch das Farmen schwächen, sondern auch durch gezielte Duelle oder sogar Kills frühzeitig aus dem Spiel nehmen.
Das ist allerdings mit einem hohen Risiko verbunden: Das Betreten des gegnerischen Jungles birgt die Gefahr, erwischt zu werden, da das gegnerische Team oft Vision in diesem Bereich hat oder reagieren kann. Ein schlechter Zeitpunkt oder fehlende Absprache mit dem eigenen Team kann schnell in einem Todesstoß oder Gegengank enden, was dem Gegner einen noch größeren Vorteil verschafft. Zudem ist Counter-Jungling nur dann sinnvoll, wenn man sicher genug ist, die Aktionen erfolgreich durchzuführen, etwa durch Kenntnis der gegnerischen Position oder via unterstützender Ward-Platzierung.
Der Jungler im Mid- und Lategame: Wichtige Strategien
Im Mid- und Late-Game übernimmt der Jungler in League of Legends eine zentrale Rolle im Shotcalling und Teamplay, da er durch seine Map-Präsenz und Flexibilität das Spiel maßgeblich steuern kann. Im Midgame ist es essenziell, den Überblick über Objectives wie Drachen, Rift Herald und Baron Nashor zu bewahren und rechtzeitig Vision in deren Nähe zu setzen.
Ein guter Jungler koordiniert mit seinem Team, wann diese Ziele priorisiert werden, basierend auf der aktuellen Spielstärke und Positionierung aller Beteiligten. Außerdem sorgt er für Kontrolle an der Midlane und zweitweise an den Side-Lanes, indem er gegnerische Bewegungen überwacht, Ganks startet und für Druck sorgt.
Shotcalling beinhaltet auch das Bestimmen, wann das Team seine Kräfte vereint und geschlossen agiert oder wann es besser ist, einzelne Lanes zu pushen und Ressourcen zu sichern. Der Jungler übernimmt oft eine Schlüsselrolle, indem er aktiv Pings setzt, um seinen Mitspielern strategische Anweisungen zu geben, Gefahren anzukündigen oder sichere Spielzüge vorzuschlagen. Besonders bei Teamfights leitet er mit ICC-Fähigkeiten den Kampfverlauf. Im Lategame wird die Aufgabe noch wichtiger, weil Fehler hier oft spielentscheidend sein können – Vision, Positionierung und gezielte Kommunikation sind nun unerlässlich, um gegnerische Überraschungen zu vermeiden und starke Engages zu ermöglichen.
Zusammengefasst ist der Jungler das Rückgrat des Teams, der mit Entscheidungskraft, Map-Kontrolle und guter Kommunikation das Spiel lenkt und sein Team zum Sieg führt.
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