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"Kabellose Mäuse sind ein Must-Have für jeden Profi"

© Logitech
Autor: @shillingplays Fatih Öztürk
Wie Logitech ihre beliebteste Gaming Maus neu erfinden
Logitech’s G502 gilt gemeinhin als eine der besten und beliebtesten Mäuse unter Gamern und ist nicht grundlos die meistverkaufte ihrer Art, aus dem Hause. Ergonomie und Sensor machten sie zum Darling ihrer Käufer, was die Entwickler wiederum vor ein Problem stellte: wie verbessert man etwas, das man nicht verändern darf?
Wenn es um das Entwickeln von Hardware für Gamer geht, setzt Logitech laut Peter Kingsley (CMO Logitech G) zuerst auf die eigene Erfahrung. Er betont, dass sie “selbst Gamer” seien und darum “ein intuitives Verständnis haben”. Doch ohne die Meinung der Zielgruppe geht es nicht, fügt Entwickler Francois Morier hinzu. Darum tausche man sich hier auch mit Profis aus, “um herauszufinden, was ihnen wichtig ist, und was nicht”. Zu diesen Profis zählen G2 Esports, die Teil des Entwicklungsprozesses der G502 Lightspeed waren. Ein Interview.

Was ist deine Meinung zur kabellosen G502?

Carlos "Ocelote" Rodríguez (CEO G2 Esports): Für einen professionellen Spieler ist es ausschlaggebend, dass sich die Form gut greifen lässt, dass sich die Klicks gut anfühlen, dass der Sensor korrekt auf rasche Bewegungsänderungen reagiert. Die G502 Lightspeed ist das Ergebnis von enger Zusammenarbeit zwischen Logitech und uns, denn G2 übernahm eine wichtige Rolle im Feedbackprozess.

Wie sah euer Einfluss auf die Entwicklung aus?

Ocelote: Unsere Spieler haben damit gespielt und zu allen Dingen Feedback gegeben, die ihnen wichtig waren. Die Art, wie der Sensor auf Bewegungen reagiert, wie das Mausrad funktioniert, wie sich das Mausrad anfühlt, auch die Maustasten, bis hin zur Form.

Warum ist es euch so wichtig, kabellos zu sein?

Morier: Das liegt auf der Hand, das Produkt wurde für Bewegung entwickelt. Wenn man sich frei bewegen möchte, will man nicht von einem Kabel limitiert werden. Seit 2010 arbeiten wir dazu an verschiedensten Features und in der G502 stecken alle davon.

Worauf musstet ihr besonders achten?

Kingsley: Zuerst mussten wir genau darauf achten, die Struktur und die Form genauso so zu belassen, wie es bei der G502 der Fall war, das gaben uns alle Gamer sehr deutlich zu verstehen. Und als nächstes wollten wir die besten Features darin vereinen. Also Lightspeed Wireless mit Übertragungsraten von 1ms, Power Play Kompatibilität, um sich keine Sorgen um Batterie mehr machen zu müssen und dann den 16K High Performance Sensor. Das in eine vorgegebene Form zu packen, war die größte Herausforderung.

Nutzt ihr selbst auch kabellose Mäuse?

Ocelote: Kabellose Mäuse sind das Maß aller Dinge, es steht bei uns nicht mal mehr zur Diskussion, sie sind ein Must-Have für jeden Profi, der in einem Spiel hohe Leistungen erbringen möchte. Unsere Teams in Rainbow Six, in League of Legends, beide gehören zu den besten Teams der Welt, spielen kabellos und lieben es.

Wo liegt hier der Vorteil?

Ocelote: Kabelgebundene Mäuse, egal ob mit oder ohne Bungee, erzeugen immer zusätzliche, unkontrollierbare Reibung. Diese wirkt sich je nach Position und Winkel wieder anders auf Bewegungen aus, was es fast unmöglich macht, sich den Umgang ins motorische Gedächtnis einzuarbeiten.

Und die alte Skepsis hältst du für überholt?

Ocelote: Die Angst vor niedrigen Übertragungs- und Reaktionsraten gehört der Vergangenheit an. Heutzutage ist eine gute kabellose Maus schneller, als jede kabelgebundene Variante.

Und was kommt als Nächstes? Wie wollt ihr das toppen?

Francois: Man kann alles toppen, etwa Aspekte wie Latenz, Gewicht, Batterielebensdauer. Ich weiß natürlich was die Zukunft bringt, aber das verrate ich dir noch nicht.