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Wenn Nerds das Fernsehen erobern

Diese Games hat Comedian Maxi Gstettenbauer zuletzt gespielt
Von: Johannes Gorzel
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Maxi Gstettenbauer

Maxi Gstettenbauer

© [unknown]

Maxi Gstettenbauer dürfte vielen Gamern noch aus den Zeiten bekannt sein, in denen er als Netzreporter für GIGA im Fernsehen Spiele vorstellte. Seitdem schlug der bekennende Nerd den Pfad eines Comedians ein, auf dem er wachsende Erfolge verzeichnet.

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„Ich habe bei GIGA knapp 500 Stunden vor der Kamera gestanden. Ohne diese Erfahrung wäre mein jetziger Karriereweg nicht wirklich vorstellbar.“, so Gstettenbauer, der nach meiner ersten Frage zum Games-Sender direkt scherzhaft offenbarte: „Es ist das Projekt, auf das ich am meisten angesprochen werde, obwohl ich auch bei Formaten wie TV Total oder dem Comedy Grand Prix zu sehen war. Wir haben damals mit GIGA offensichlicht eine Menge Leute erreicht und drei Jahre im Fernsehen gehen an niemandem spurlos vorbei.“
Damals wurde Maxi bei GIGA auch von Moderatoren wie Simon Krätschmer, Daniel Budiman oder Etienne Gardé umgeben. Viele seiner ehemaligen Kollegen sind weiterhin in der Games-Branche unterwegs und verstehen sich seit jeher als Games-Journalisten – ein Pfad, den Maxi bewusst nicht einschlug: „Ich finde es total geil, dass die anderen immer noch das machen, auf was sie Bock haben!
Genau das mache ich auch, nur halt in einem anderen Genre. Ich möchte im Bereich Games vorerst nicht beruflich tätig werden, denn das Redakteursdasein wäre überhaupt nicht meins. Ich gehöre auf die Bühne oder vor die Kamera und dort bleibe ich auch erstmal.“
„Klar zocke ich gerne, aber ich muss jetzt nicht wissen, was das Lieblingsessen von Entwickler XY ist. Ich habe mich bei GIGA auch nie als Games-Journalist verstanden – ich war immer in erster Linie Unterhalter. Ich machte mir mehr Gedanken um die Präsentation als um das auswendig lernen der Fakten.“
Nichtsdestotrotz vergeht kaum ein Tag, an dem Games keine Rolle in Maxis Leben spielen. Zuletzt wurde also auch er durch die Meldungen der E3 beglückt: „Star Wars Battlefront sah sehr pornös aus! Ansonsten bin ich sehr gespannt, was die HoloLens uns noch so bescheren wird.“
Um noch etwas in Nostalgie zu schwelgen, berichtete Maxi uns von den Games, welche er in jüngster und weiter Vergangenheit spielte:
Vor einer Stunde: „Batman: Arkham Knight. Sehr gut! Viele haben sich über das Bat-Mobil geärgert, ich bin aber ganz gut reingekommen. Trotzdem geht mir die Steuerung von dem Ding manchmal echt auf den Sack. Dann haben die doch tatsächlich auch noch die Passagen eingebaut, wo du das fette Teil über Dächer auf Millimeter genau manövrieren musst. Ernsthaft? Plattformer-Einlagen? Mit einem Panzer? Wirklich? Ansonsten ist das Spiel richtig, richtig super – zehn von zehn!
Vor einem Tag: „Witcher 3. Das andere Hammer-Spiel, mit dem ich gerade beschäftigt bin. Wie viel gibt es bitte in diesem Spiel zu tun? Also der Anfang ist mega geil und die Neben-Quests sind so unfassbar gut, dass ich mir jedes Mal ein kleines „FUCK YEAH!“ nicht verkneifen kann. Die Baron-Quest… - so gut.“
Vor einer Woche: „Witcher 3. Es ist ein großes Spiel.“
Vor einem Monat: „Eigentlich auch Witcher 3, doch ich sage mal zur Abwechslung Hearthstone und Heroes of the Storm. Heroes macht einfach mega viel Spaß. Die Games dauern nicht so lange wie bei Dota 2, wo eine Partie mal einen halben Nachmittag verschlingt.
Außerdem finde ich es interessant, dass jetzt auch die beiden Big Boys Dota 2 und LoL sich in den letzten Patches immer ein Bisschen an Heroes orientieren.
Die Strukturen haben nicht mehr so viele HP und man versucht, den Fokus auf Team-Fights zu legen. Da scheint Blizzard wieder einmal den richtigen Riecher gehabt zu haben. Aber in Sachen Blizzard darf man mir eh nicht glauben. Ich habe für sie im letzten Jahr den Stand auf der gamescom moderiert und bin seitdem parteiisch.“
Vor einem Jahr: „Watch Dogs. Es ist ein cooles Open-Air-Spiel, doch weiterempfehlen würde ich es nicht.“
Vor fünf Jahren: „Bioshock, Arkham Asylum, Gears of War… Noch Fragen?“
Vor zehn Jahren: „Burnout 3 Takedown! Das beste Spiel aller Zeiten!“
Abschließend hatte Maxi dann nur noch eines mit uns zu teilen: „Ich würde mich freuen, wenn wir uns mal live sehen! Gamer gehen zwar selten aus dem Haus, aber Live-Entertainment hat auch was.“ Recht hat er. Nachdem Maxi bei der 1Live Comedynacht XXL in der Lanxess Arena vor 7000 Besuchern performte, weiß er wovon er spricht. Auch von Zuhause dürften wir jedoch bald den Comedian verfolgen können: „Ich werde sehr bald mit einer TV-Sendung in Erscheinung treten. Darüber darf ich aber noch nichts verraten.“ (lächelt)