Eine XXL-Welle in Mavericks, Kalifornien.
Surfen

10 Big Waves, die du niemals surfen wirst - 2/2

© Dave Nelson
In Teil 2 unserer "10 Monsterwellen, die nur von einer handvoll Höllenhunde gesurft wurden" stellen wir dir die Top 5 Big Waves des Planeten vor. Schnall dich an!
Autor: Henner Thiesaktualisiert am

5. Mavericks – USA

Die Geschichte von der Entdeckung Mavericks ist so legendär wie ihr Entdecker selbst: Rund zehn Jahre lang surfte der Kalifornier Jeff Clark die Welle in der Half Moon Bay alleine! Wer schon mal allein surfen war, der weiß, wie einsam das sein kann. An einem abgelegenen Big-Wave-Spot allein ins Wasser zu gehen, in dem nachweislich busgroße Weiße Haie patrouillieren, grenzt an Wahnsinn. Jeff Clark hat es trotzdem getan und damit Amerikas Monsterwelle schlechthin im Alleingang erobert.
Surfen · 4 Min
Filmers at Large: Mavericks in Bestform
Heute tummeln sich in Mavericks an guten Tagen bis zu 40 Surfer. Angsteinflößend ist die Welle nach wie vor. Vor allem ihre Lippe ist gefürchtet. 1994 schlug sie den hawaiianischen Big-Wave-Surfer Mark Foo während eines Contests bewusstlos. Der Surfer ertrank. Seitdem hat sich im Big Wave Surfen – auch in Sachen Sicherheit – einiges getan. So gibt es zum Beispiel eine Big Wave Tour der WSL, bei der auch regelmäßig in Mavericks gestoppt wird.

4. Dungeons – Südafrika

Weit vor der Küste Kapstadts bricht eine Welle, die dem Betrachter nur eines entgegenschreit: Danger!In Dungeons – zu Deutsch „Kerker“ – verbinden sich eisiges Wasser, Große Weiße und ein völlig zerfurchter Untergrund zu einer unangenehmen Mischung. Ach ja: Da ist ja auch noch die Welle selbst: 25 Fuß aufgetürmter Ozean, der nur eins im Sinn hat – Tollkühne verschlingen.
Surfen · 3 Min
Das braucht es, um eine Welle wie Dungeons zu surfen
Dass die Welle das beherrscht und ihre Opfer oft länger unter Wasser hält, als jede andere Monsterwelle der Welt hat Dungeons schon des Öfteren bewiesen. So auch bei ihrem Namensgeber, einem Local, der von zwei aufeinanderfolgenden Wellen minutenlang unter Wasser gehalten wurde. Da hilft nur eins: Ruhig bleiben und Haie zählen.

3. Teahupo’o – Tahiti

Teahupo’o, im Südwesten Tahitis, gilt als eine der gefährlichsten und schwierigsten Wellen der Welt. Im Gegensatz zu vielen anderen Wellen, die den Namen Monster verdienen, ist Teahupo’o allerdings wunderschön anzusehen. Doch wie so oft täuscht die Fassade: Mit „Chopes“, wie die Amerikaner Teahupo’o nennen, ist nicht zu spaßen!
Surfen · 3 Min
Eine Saison mit mächtigen Barrels in Teahupo'o
Immer wieder kommt es am Ende der Strasse zu grässlichen Verletzungen, die meist mit dem scharfen Korallenriff zu tun haben, das an diesem Spot besonders seicht ist. Die Welle, die im Grunde ein riesiger Close-Out mit offenem Ende ist, bricht zudem weit unter Normalnull. Das macht den Take-Off haarsträubend und steigert die Kraft der Welle ins unermessliche. Was bei acht Fuß wehtut, ist bei über 20 Fuß folgerichtig tödlich.

2. Jaws – Hawaii

Der wohl bekannteste aller Big-Wave-Spots liegt im Norden der hawaiianischen Insel Maui. Jaws, von den Einheimischen "Pe’ahi" genannt, wurde erstmals von Laird Hamilton, Dave Kalma und Darrick Doerner gesurft. Weil die Welle oft zu groß und zu schnell ist, um in sie hinein zu paddeln, kamen die drei vor der Jahrtausendwende auf die Idee, sich von Jet-Skis in die Wasserberge ziehen zu lassen – die Geburtsstunde des Tow-In-Surfens.
Surfen · 9 Min
Filmer Ryan Moss nimmt uns mit auf eine unvergessliche Jaws-Session
Seither hat sich das Big-Wave-Surfen rasant weiterentwickelt. Während weltweit immer neue Monsterwellen gefunden und geritten werden bleibt Jaws das Maß aller Big-Wave-Dinge: Steht eine 20 Meter-Dünung an, trifft sich die Créme-de-la-Créme der Szene auf den Zuckerrohrhügeln vor Jaws und macht sich bereit für die Jagd. Interessant ist: In Jaws, der Geburtsstätte des Tow-In geht der Trend dieser Tage wieder Richtung Paddle-Board. Und: Der neue Laird Hamilton heißt Kai Lenny und kann mit Fug und Recht als Chuck Norris des Surfens bezeichnet werden.

1. Shipstern’s Bluff – Tasmanien

Am südlichen Ende der australischen Insel Tasmanien liegt Shipstern’s Bluff, eine Welle, die eigentlich unsurfbar ist. Der Drop ist so gut wie unmöglich und die Tube dank der vielen Stufen, die das Face der Welle ihren Eroberern nach dem Zufallsprinzip zuwirft, kaum machbar. Warum man eine solche Welle surft? Gute Frage. Trotzdem stürzen sich Verrückte wie der Australier Mark Mathews regelmäßig in den entlegenen Slab.
Surfen · 3 Min
Big Wave Explained: So funktioniert Shipstern Bluff
Von den Locals liebevoll „Shippies“ genannt, ist die Rechte alles andere als niedlich: Mathews wäre bei einem Wipeout an dem entlegenen Spot sogar beinahe gestorben, so hart schlug er mit dem Kopf auf die unter der Welle gelegene Granitplatte. Glücklicherweise trug er damals einen Helm und brach sich „nur“ zwei Halswirbel.
Im Oktober 2016 hatte Matthews weniger Glück: Bei einem Big-Wave-Foto-Shoot brach er sich sein rechtes Bein, kugelte sich das Knie aus, riss sich alle Bänder und eine Arterie. Weil auch die Nerven seines Beines schwer betroffen waren, wusste niemand, ob er je wieder würde surfen können. Heute ist Mark zurück. Unglaublich, aber wahr. Wie die Welle, die ihn groß gemacht hat!

Du hast die Plätze 10 bis 6 verpasst? Hier geht's zu Teil 1 von 10 Big Waves, die du niemals surfen wirst: