Bike
Natürlich, der innere Schweinehund ist besonders im Winter eine schwer zu überwindende Hürde. Wir haben für dich allerdings ein paar Tipps, mit denen du bis zum Frühling topfit für die MTB-Saison bist.
1. Vermeide steile Hänge
Sich im Winter in die steilsten Hänge zu werfen hat vor allem zwei Effekte: Zum einen erreichst du wegen der matschigen Wege beim Downhillen nicht den gewünschten Speed, und zum anderen zwingen dich rutschige Passagen uphill zum Absteigen. Wie wär's denn stattdessen mit Cardio-Training auf flachem Terrain? So kannst du konstant auf Speed bleiben und kannst in der Kälte länger und durchgehend Gas geben.
2. Grab den alten Drahtesel aus
Schnee, Salz und Matsch verschleißen so manches Teil ungewollt schnell. Dann lass doch dein neues High-Tech-Rad in Ruhe und grab den alten Drahtesel aus. So musst du dich nicht darum sorgen, was im Frühling alles zu ersetzen sein wird und kannst so mehr Spaß dabei haben. Ja, stimmt, vielleicht legst du vergleichsweise keine so starke Leistung hin, aber dafür hast du mehr Vergnügen daran und bleibst am Ball.
Vielleicht nicht die beste Ausrüstung, aber im Winter sorgloser
© Andy McCandlish/Red Bull Content Pool
3. Kleiner Gang, große Wirkung
Wenn man im flachen Terrain unterwegs ist, möchte man gerne bei großem Gang in die Pedale zu treten, um die Muskeln so richtig zu pushen. Studien zeigen jedoch, dass es auch im Flachen äußerst nützlich ist mit kleinem Gang und circa 80-100 rpm zu fahren, weil dadurch der Blutfluss durch die Muskeln gesteigert wird und du nicht so schnell schlapp machst. Natürlich solltest du dich an die erhöhten Umdrehungen und kleinen Gänge langsam annähern. Auf den kleinsten Gang zu schalten und dabei voll durchzudrehen wäre zu viel des Guten.
4. Mach dich winterfit
Willst du im Winter aufdrehen, musst du dich gegen die Kälte wappnen, denn die lässt dich steif werden und den Fokus verlieren. Wenn dir mal kalt ist, denkst du an nichts Anderes mehr und versuchst möglichst schnell warm zu werden, auch wenn du dabei über deine Leistungsstandards hinausschießt. Dabei steigt die Verletzungsgefahr.
Darum solltest du deine Ausrüstung anpassen: wasserdichte Socken und Hose sowie eine winddichte Jacke sind absolut unerlässlich. Außerdem solltest du auf dicke Winterhandschuhe und eine isolierende Kopfbedeckung unter dem Helm nicht verzichten. Ein Kotflügel schützt dich zusätzlich vor herumfliegendem Matsch.
5. Halte deinen Zuckerlevel
Auf langen Fahrten solltest du immer etwas Power-Proviant dabei haben. Wenn du nämlich mal den Glukose-Speicher geleert hast, dann greift der Körper nicht gleich auf das Fett, sondern auf deine Muskeln zurück. Du wirst beim Training also schwächer anstatt stärker. Mit einem Energy-Drink kannst du dem vorbeugen.
6. Nähre deine Muskeln auch nach dem Training
Wenn du dann ausgepowert zu Hause ankommst, darfst du ruhig so richtig reinhauen. Manche schenken dem Mythos glauben, dass es zusätzlich Fett verbrennt, wenn man nach dem Training nichts ist, aber es bewirkt tatsächlich das Gegenteil: Studien zufolge wirst du dann nämlich in den nächsten 48 Stunden insgesamt mehr essen als sonst.
7. Steigere dich langsam
Wenn du wirklich das allerbeste Resultat rausholen möchtest, kannst du dir von den Techniken von Läufern etwas abschauen. Ein langsamer Start und die zweite Hälfte der Strecke dafür doppelt so schnell zu meistern verschaffen dir einige Vorteile. Zum einen wärmst du dich nämlich langsam und gut auf und baust ein konstantes Tempo auf, und zum anderen hast du für den Heimweg noch Reserven, um im letzten Teil nicht schlapp zu machen.
8. Trainiere auch abseits des Tracks
Um dein Training zu optimieren und Verletzungen vorzubeugen, gibt es die eine oder andere Kraft- und Konditionsübung, die für Biker unerlässlich ist. Im Winter kann man dabei noch dazu im gemütlichen, warmen Wohnzimmer trainieren. Fang am besten mit Körpergewichtsübungen an und steigere dich dann mit Gewichten. Fang mit vielen Wiederholungen an, die du bei mehr Gewicht nach und nach reduzierst.
