MTB

MTB-Guide: Welches Mountainbike du dir kaufen solltest

© Nathan Hughes
Falls du dir ein neues Bike zulegen willst, du von den vielen unterschiedlichen Produkten und Versprechungen aber genug hast, dann bist du hier richtig.
Autor: Claire Gormleyveröffentlicht am
Sich sein erstes Mountainbike zu kaufen, kann eine wirklich entmutigende Angelegenheit sein. Sie sind nicht gerade billig und dann gibt es da noch die vielen anderen Rider, die dich von einem bestimmten Typus eines Bikes überzeugen wollen – der in den meisten Fällen genau derjenige ist, auf dem diese selbst unterwegs sind.
Wir brechen deshalb alles auf die Basics herunter und geben dir einen klaren Überblick über die gängigsten Typen der Bikes, die du auf den Trails dieser Welt findest: Downhill, Enduro, Trail und Cross-Country.

Downhill-Bikes

Wozu eignen sich DH-Bikes?
Downhill-Bikes sind dazu gemacht, Hügel runterzufahren, also sind sie für alles andere wie Climbs oder Singletracks nicht zu empfehlen.
Wie sehen sie aus?
DH-Bikes lassen sich relativ einfach erkennen: Sie bringen eine Menge Federweg (200mm vorne und hinten; auch Full-Suspension-Bike genannt), einen längeren Radstand und eine Rahmengeometrie mit flacheren Winkeln mit. Der Winkel des Steuerrohres liegt üblicherweise irgendwo zwischen 62 und 64 Grad, was wiederum bedeutet, dass das Bike bei Höchstgeschwindigkeiten um einiges stabiler ist. Auch die Bremsen haben deshalb mehr Power.
Nachdem Downhill-Bikes mit Highspeed und schwereren Schlägen umgehen müssen, sind sie auch dementsprechend schwerer. Wenn du also fahren willst, wirst du ein solches Bike wahrscheinlich erst einen Climb hochschieben müssen oder du greifst auf das Angebot von Liftbetreibern zurück.
Solltest du dir ein DH-Bike kaufen?
Ist ein Downhill-Bike ein gutes, erstes Bike? Wahrscheinlich nicht. Diese Bikes sind nur in einer Sache ziemlich gut, nämlich unglaublich schnell bergab zu fahren. Sofern das also genau dein Ding ist, hält dich nichts von einer DH-Maschine ab.

Enduro-Bikes

Wozu eignen sich Enduro-Bikes?
Enduro-Bikes sind eine relativ neue Kategorie auf unserer Liste, die vor allem für das immer beliebter werdende Enduro-Racing designt werden. Das Bike ist gefordert, mit ziemlich unbarmherzigen Terrains zurechtzukommen. Es sollte außerdem robust genug ausfallen, um auch für längere Tage auf dem Trail gerüstet zu sein.
Wie sehen sie aus?
Der Federweg variiert an Front und Heck zumeist zwischen 150 und 170mm, während die Größe der Laufräder üblicherweise bei 27,5“ liegt (29er sind aber auf dem aufsteigenden Ast).
In Sachen Geometrie finden sich jede Menge unterschiedliche Varianten, doch bewegen sich Designs meistens irgendwo zwischen jenen von Trail- und Downhill-Bikes. Du bekommst zwar flachere Winkel, doch ist ein Auge immer auch auf die Effizienz der Pedale ausgerichtet. Enduro-Rider bevorzugen breitere Lenkstangen, einen kürzeren Vorbau und robuste Laufräder.
Solltest du dir ein Enduro-Bike kaufen?
Wenn du felsenfest davon überzeugt bist, Enduro zu fahren, dann ja. Wie Downhillbikes können diese aber immens teuer ausfallen und sie müssen auch dementsprechend gefahren werden, um das Beste aus ihnen herauszuholen. Für den Anfang scheint ein Trail-Bike wohl eher geeignet.

Trail-Bikes

Wozu eignen sich Trail-Bikes?
Trail-Bikes bilden die größte Gruppe an Mountainbikes und sind auf dem Markt omnipräsent. Die Grenzen können aber auch verschwimmen: Vielleicht stoßt du auf ein Trail-Bike, das an XC angelehnt ist oder eines, das einige Elemente von DH-Bikes mit sich bringt.
Wie sehen sie aus?
So gut wie jedes Trail-Bike ist ein Full Suspension-Bike und je nach Budget hast du die Wahl zwischen Stahl, Aluminium, Titan und Karbonfaser. Die Geometrie variiert sehr stark, doch besteht die Intention der Hersteller meist darin, dir ein Bike zu liefern, mit dem du sowohl Abfahrten, als auch Climbs gut hinter dich bringen kannst.
Auch die Spezifikationen des Federwerks unterscheiden sich teilweise sehr stark, 110 – 140mm Federweg hinten und 120 – 150mm vorne dürften das Ganze aber abdecken. Zudem gibt es sowohl Ausführungen, die auf 27,5er-Reifen setzen, als auch solche, die 29er bevorzugen. Bei dieser großen Bandbreite musst du außerdem mit immensen Preisunterschieden rechnen.
Solltest du dir ein Trail-Bike kaufen?
Wenn du ein Mountainbike willst, mit dem du auf verschiedenen Terrains Spaß haben kannst, dann ist ein Trail-Bike genau das richtige. Wenn du dich auf spezifischere Settings abstimmen willst, dann solltest du dir die anderen Typen dieser Liste ansehen…

Cross-Country-Bikes

Wozu eignen sich Cross-Country-Bikes?
Ein Cross-Country-(XC-)Bike ist ziemlich genau das Gegenteil eines Downhill-Bikes. Zwar sind auch sie dazu gebaut, um schnell zu fahren, doch geht es dabei auch darum, Anstiege schnell zu nehmen, weshalb die Bikes um einiges leichter ausfallen und zumeist aus Karbonfaser gemacht sind. Auch der Federweg ist mit 100 und 120mm sehr gering, während auf XC-Bikes vor allem 29er-Laufräder zu finden sind.
Wie sehen sie aus?
Die Geometrie fällt sehr viel steiler aus, der Radstand ist kürzer und die Position ist darauf ausgerichtet, auch auf Climbs keine Probleme zu haben. Auf Abfahrten sind sie mit den bisher genannten Bikes zwar nicht vergleichbar, überall anders ist ein XC-Bike aber eine Rakete.
Ein XC-Bike gibt es in der Full Suspension- oder in der Hardtail-Ausführung. Hardtails sind meist billiger, leichter und einfacher zu erhalten, während sie auf Abfahrten nicht dieselbe Performance zeigen wie ein Full-Suspension-Pendant.
Solltest du dir ein Cross-Country-Bike kaufen?
Falls du dich tief in der XC-Sparte verwurzelt siehst oder einfach nur einfacheres Terrain fahren willst, dann zeigt sich ein Cross-Country-Bike auch dementsprechend effizient. Auf anspruchsvolleren und steileren Terrains solltest du dich aber an die anderen Bike-Typen dieser Liste halten.
Hole dir die kostenlose Red Bull TV App und sichere die ganze Action auf all deinen Geräten: Hier herunterladen!