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Wakeboarden

Nikolas Plytas verwirklicht seine Dreamline in magischer Mondlandschaft

In seinem neuesten Edit "Water on the Moon" begibt sich der Wakeboard-Star in seine malerische Heimat Griechenland und verwandelt die unwirkliche Mondlandschaft in seinen persönlichen Spielplatz.
Autor: Trish Medalen / Clemens Burghofer
4 min readveröffentlicht am
Nikolas Plytas ist ein absoluter Wassersport-Visionär -- so viel steht nach der Sichtung seinen brandneuen Videos "Water on the Moon" jedenfalls fest! Die Idee war es, ein Video zu drehen, das seine starke Verbindung zum Meer zum Ausdruck bringt, und er wusste sofort, wo er das am besten machen konnte: Nämlich an der griechischen Küste der Insel Milos -- an dem Ort, wo kreideweiße Felsen und verwinkelte Höhlen und Canyons eine zauberhafte Mondlandschaft bilden, die, kontrastiert durch das unwiderstehliche Azurblau des Wassers, der perfekte Schauplatz für dieses Unterfangen war.
"Die Vorstellung, an diesem Ort meine Dreamline zu verwirklichen, hatte etwas Magisches", sagt er.
Das Problem war nur, wie? Zunächst wusste Plytas nicht so recht, wie er an dieser speziellen Location einen Wakeboard-Run auf die Beine stellen sollte.
"Nachdem die Idee da war, ging ich ins Bett, aber drückte natürlich kein Auge zu -- ich habe die ganze Nacht hindurch Notizen gemacht und Zeilen notiert. Am Morgen hatte ich dann alle Aufnahmen, die ich machen wollte, im Kopf und aufgeschrieben."
Ich bin noch nie in meinem Leben ein so aggressives Board gefahren.
Das Storyboard war eine Sache, aber Plytas erkannte bald, dass die tatsächlichen Dreharbeiten wohl die größte Challenge seines Lebens sein würde. Und natürlich brauchte es maßgeschneiderte technische Ausrüstung für die Umsetzung des Projekts. Glücklicherweise fand er schnell die perfekten Partner dafür. Prada Linea Rossa lieferte die High-Performance-Sportbekleidung und beim Board arbeitete er eng mit dem Luna Rossa-Team zusammen -- den Gewinnern des Prada Cups beim letzten America's Cup -- um eine Sonderanfertigung speziell für diesen Zweck zu entwickeln.
"Ich wusste, dass ich für wirklich gute Aufnahmen alles so schnell wie möglich machen musste, also musste das Board schnell reagieren, schnell fahren und hohe Drops wegstecken", beschreibt er.
Nikolas Plytas bei den Dreharbeiten auf Milos in Griechenland 2022 für das Video "Water on the Moon".
Einmal ein etwas anderer Untergrund am Gerakas Beach auf Milos
Nikolas Plytas bei den Dreharbeiten 2022 in Griechenland für das Video "Water on the Moon".
Plytas aus der Vogelperspektive am Strand von Sarakiniko
"Luna Rossa kam mit einem Shape, das mir vom ersten Moment an gefallen hat. Das Board ist etwas schmäler als ein gewöhnliches Wakeboard und hat schärfere Kanten. Es ist unglaublich steif, um maximale Kontrolle zu haben", erklärt Plytas und merkt an, dass seine Inspirationen für das Design aus einer Vielzahl von Sportarten stammen, darunter Snowboarden, Surfen und Wasserskifahren.
Die Vorstellung, an diesem Ort meine Dreamline zu verwirklichen, hatte etwas Magisches.
Als es dann an der Zeit war, es auszuprobieren, meinte Plytas: "Ich bin noch nie in meinem Leben ein so aggressives Board gefahren. Aber als ich mich daran gewöhnt hatte, gefiel mir das Fahrverhalten sogar. Am Ende fühlte es sich an, als ob es ein Teil meines Körpers wäre."
Das außergewöhnliche Projekt erforderte auch eine intensive körperliche Vorbereitung, erklärt er: "Es gab extrem viele Impacts, also musste ich im Vorfeld sehr viel trainieren, um die kreativen Anforderungen auch noch meistern zu können."
Plytas musste sich mit verblüffender Präzision durch unbarmherzige Hindernisse bewegen, also war die Reaktionszeit ein entscheidender Faktor. Glücklicherweise konnte Plytas auf das Red Bull Performance Center zurückgreifen, um bei einer Reihe von speziellen Übungen seine Reaktionsfähigkeit zu trainieren.
"Dann habe ich noch meine Beine und meinen unteren Rücken gestärkt, um den Aufprall bei einem der hohen Sprünge abzufedern -- es war der höchste Jump, den ich je in meinem Leben gemacht habe", sagt er, während er die atemberaubende Zeitlupenaufnahme im Video beschreibt.
Nikolas Plytas bei den Dreharbeiten auf Milos in Griechenland 2022 für das Video "Water on the Moon".
Plytas wurde von einer elektrisch betriebenen Winde gezogen
Nikolas Plytas bei den Dreharbeiten auf Milos in Griechenland 2022 für das Video "Water on the Moon".
Plytas segelt über die surreale Mondlandschaft
Aber das war noch nicht alles: Für eine ganz besondere Sequenz, in der er mit hoher Geschwindigkeit vom Felsen weggezogen wird, sich in der Luft das Board abschnallt, um danach im Wasser aufzuschlagen und barfuß weiterzufahren, musste er seine Nackenmuskulatur kräftigen. Die Belastung war enorm bei diesem Trick, weil Plytas seine Barfußfahrt durch Loslassen des Seils beendete, abbremste und dann am Strand zu Fuß weiterlief.
"Es war beängstigend! Ich fuhr mit um die 50 km/h und war nur drei Meter vom Strand entfernt", erzählt er.
Insgesamt dauerten die Dreharbeiten für das 90-Sekunden-Video vier volle Tage, in denen Plytas die Runs bis zur Perfektion wiederholte -- und das alles mit einer elektrisch betriebenen Winde, um Nachhaltigkeit zu gewährleisten.
"Es war unglaublich anstrengend, aber das ganze Team hinter den Kulissen war großartig und ich war immer voll konzentriert. Ich habe alles geschafft, was ich mir ursprünglich vorgenommen hatte. Ich bin einfach nur happy und zufrieden!"