Gaming
Riesige Dämonen, abwechslungsreiche Kämpfe, cooles Samurai-Setting und feinste Soulslike-RPG-Kost im Stile von Demon’s Souls und Co. Mit dieser illustren Mischung konnte das Action-Rollenspiel Nioh 2 vor rund einem Jahr bereits PS4-Spieler überzeugen. Jetzt kehrt das knackige und düstere Abenteuer als PS5-Remake zurück: Wir verraten euch, warum nicht nur Genre-Fans die Nioh 2 Complete Edition spielen sollten.
1. Nioh 2 lässt andere Soulslikes alt aussehen
Japp, das meinen wir wörtlich. Wer sich im Genre des knackig-schweren Action-RPG-Subgrenres heimisch fühlt der weiß, wie wichtig eine saubere Technik für diese Art von Abenteuer ist. In einem Game, in dem jede Unaufmerksamkeit das eigene Ableben nach sich ziehen kann, könnt ihr Ruckler oder Slowdowns wirklich nicht gebrauchen.
Genau an diesen Punkten legt die Nioh 2 Complete Edition im Vergleich zur Vorlage spürbar zu und merzt die größten Kritikpunkte am Original aus. Bis zu 120 Bilder pro Sekunde gibt’s und dank ultra-schneller Ladezeiten seid ihr nach einem Fehltritt sofort wieder im Getümmel.
Auch die Texturqualität schraubt das Remake nochmal deutlich nach oben: Nioh 2 überzeugt mit einem düsteren Fantasy-Setting, schicken Lichteffekten und einer stimmigen Samurai-Atmosphäre.
Atmosphäre wird auch von der Musik getragen. In unserer Doku Diggin' in the Carts beleuchten wir die Rolle der Rollenspiele in der Geschichte der Gaming-Soundtracks. Hört mal rein:
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Die Rolle der Rollenspiele
Japanische Rollenspiele sind verantwortlich für einige der ikonischsten Melodien der Videospielgeschichte.
2. Flüssiger war die Action noch nie
Mit der hohen Bildrate geht zudem ein im Gerne der Soulslike-RPGs ein ganz neues Spielgefühl einher. Demon’s Souls auf der PlayStation 3 oder Bloodborne sind zweifelsohne Meilensteine der Gaming-Geschichte, Genre-Veteranen teilen allerdings nicht nur positive Erinnerungen mit den Spielen aus der Feder von From Software.
Gerade bei viel Getümmel auf dem Bildschirm konnte die Framerate (also die Bildwiederholrate) gerne mal deutlich unter die magische 30-FPS-Marke sinken. Spielbar? Nicht wirklich.
120 FPS hingegen (oder selbst die Hälfte des Wertes) sorgen in der Nioh 2 Complete Edition für ein frisches Erlebnis und erlauben Bewegungen, die bei bisherigen Konkurrenten schlicht nicht möglich waren. Das resultiert letztlich in einem verfeinerten Spielgefühl, dank dem das ohnehin schon runde Rollenspiel nochmal deutlich mehr Spaß macht.
3. Der Umfang der Nioh 2 Complete Edition ist riesig
Die Nioh 2 Complete Edition macht ihrem Namen aller Ehre, denn der Umfang stellt viele große Namen des Genres mit Leichtigkeit in den Schatten. Allein mit dem Hauptspiel seid ihr, wenn ihr alles entdecken wollt, problemlos über 100 Stunden beschäftigt.
Knapp 30 Stunden Spielspaß kommen durch die drei DLC-Erweiterungen nochmal obendrauf, die im PS5-Remake allesamt mit dabei sind. Für viele Stunden heiße Action an kalten Wintertagen ist also gesorgt.
Soulslike-Spiele bilden die Speerspitzer der Triple-A-Titel aus dem Land der aufgehenden Sonne. Unsere Doku Playing Fields beleuchtet die japanische Gaming-Szene:
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Japan's AAA gaming
How Japan's AAA gaming resurgence makes it a significant force in the industry.
4. Highlight von Nioh 2: Das Kampfsystem
Das sind schon mal mehr als genug Vorzüge, die Nioh 2 Complete Edition auch Kennern des PS4-Originals schmackhaft zu machen. Allen, die den Titel vor gut einem Jahr allerdings verpasst haben, legen wir das starke Kampfystem ans Herz – DAS Highlight des Spiels.
Statt eines vorgefertigten Move-Sets schustert ihr euch hier einen Charakter ganz nach euren Vorlieben zusammen. Elf unterschiedliche Waffenklassen stehen euch dafür zur Wahl, die sich allesamt komplett unterschiedlich spielen.
Als wäre das nicht schon genug Abwechslung, wählt ihr im Kampf zwischen drei verschiedenen Kampfstilen und könnt euch, wenn ihr genug Energie gesammelt habt, sogar selbst in einen Yokai-Dämonen verwandeln und mit dem Dampfhammer alles um euch herum dem Erdboden gleichmachen. Klingt komplex, geht aber schnell in Fleisch und Blut über und motiviert noch dazu ungemein.
Wunderschönes Japan: Wenn ihr mehr von den atemberaubenden Landschaften sehen wollt und das im Schnelldurchgang, dann begleitet Freerunning-Weltmeister Jason Paul auf die verbotene Geisterinsel Gunkanjima.
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Jason Paul läuft auf der Geisterinsel Gunkanjima
Der dreifache Freerunning-Weltmeister Jason Paul läuft frei auf der verbotenen Geisterinsel Gunkanjima in Japan.
5. Motivation pur
Es gibt kaum ein anderes Soulslike-RPG, das mit seinen komplexen Mechaniken mehr für Langzeitmotivation sorgt als Nioh 2. Regelmäßig findet ihr neue, noch bessere Ausrüstung, schaut euch im riesigen Talentpunkten nach neuen Skills auf oder findet Abkürzungen und versteckte Bossfights.
Geduld zahlt sich aus. Und die Aussicht ist auch nicht zu verachten.
© Sony Interactive Entertainment
Nioh 2 bietet viele Spielelemente, die wie perfekt geölte Zahnräder ineinandergreifen. Von der Wahl des Schutzgeistes über die Waffenvertrautheit bis hin zum Meistern der Ki-Impulse. Damit fühlt sich jeder Spieldurchgang ganz anders an – Experimentieren lohnt sich und macht noch dazu ziemlich viel Spaß.
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