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Overwatch-Guide: Wie spielt man richtig DPS?
Mit der Leistung der DPS-Rolle steigt und fällt ein Overwatch-Team. Die DPS-Helden im Guide.
Nachdem wir euch in den vergangenen Wochen bereits die Tank- sowie Support-Rolle vorgestellt haben, kommen wir jetzt zur Rolle des Angreifers, im Ingame-Jargon auch DPS genannt.
Neben Titel-Held Tracer sind DPS-Helden eine breite Masse von vielseitigen Helden deren Hauptaufgabe das Austeilen von Schaden ist. Einige Helden wie z.B. Soldier werden sehr direkt und offensichtlich eingesetzt, während andere einen komplexeren Spielstil erfordern.
DPS – Damage pro Sekunde
Die einzige Aufgabe des Angreifers, kurz DPS, ist es Schaden anzurichten. Hierfür steht den Teams ein breites Arsenal von verschiedenen Helden zur Verfügung, wo man für jede Situation die passende Schadensquelle findet.
Wir werden euch die verschiedenen Helden, ihre Spielweise und die Situationen, in denen man sie einsetzen sollte, vorstellen. Werdet zum Schlüsselspieler in euren Overwatch-Matches und wählt immer den richtigen Helden.
McCree & Soldier 76 – die Wahl der Shooter-Profis
Sowohl McCree als auch Soldier 76 sind sehr linear in ihrer Spielweise. Das Fadenkreuz ist auf dem Gegner, man drückt den linken Mausbutton und man trifft den Gegner. Keine Berechnung von Flugbahnen, komplexe mechanische Abläufe, sondern simples point-and-click für unsere Spieler aus Counter-Strike & Co.
Soldier 76 verlässt sich zum Austeilen von Schaden auf ein vollautomatisches Pulsgewehr mit Unterlaufgranatwerfer. Zudem hat er Heilstationen dabei, welche er auf dem Boden platzieren kann um in einem Radius sich selbst und Teammitglieder zu heilen.
Der Allrounder unter den DPS-Helden kann auf jede Distanz eingesetzt werden. Mit seinem Unterlaufgranatenwerfer kann er in kürzester Zeit überraschend viel Schaden austeilen, besonders bei einem direkten Treffer. Mit seinem Pulsgewehr kann er hingegen konstant Schaden austeilen und ständig Druck auf den Gegner ausüben.
Was Soldier fehlt ist ein klar definiertes Einsatzgebiet. Er ist nicht der beste auf nahen Distanzen, nicht der beste im Fernkampf. Er teilt nicht den meisten Schaden aus oder ist gegen einen bestimmten Gegner besonders gut. Soldier ist immer eine gute Wahl, auf höherem Level allerdings in keinem Bereich der Beste.
Soldiers ultimative Fähigkeit erlaubt es ihm jede Kugel zu treffen und wesentlich schneller nachzuladen. Sehr gefährlich für Gegner wenn sie keine Deckung suchen können.
Der Pistolero McCree benutzt einen klassischen 6-Kugel Revolver. Einzelne Kugeln richten wesentlich mehr Schaden an als vergleichsweise das Pulsgewehr von Soldier. Sein alternativer Feuermodus leert die verbleibenden Kugeln aus dem Revolver sofort vollautomatisch, allerdings mit geringerer Genauigkeit und Feuerkraft pro Kugel.
McCree kann zudem eine Kampfrolle machen, mit der er sofort eine kurze Distanz zurücklegt und seinen Revolver sofort nachlädt. Des Weiteren hat er immer Blendgranaten dabei, welche Gegner auf kurze Distanz betäuben können.
Wenn es um konstanten Schaden auf jegliche Distanz geht, ist McCree die erste Wahl. Allerdings braucht er Schutz oder Heilung von Teamkameraden wesentlich mehr als Soldier. Er hat insbesondere gegen Ziele mit niedrigen Lebenspunkten enormes Schadenspotential. Zudem kann er mit seiner Blendgranate hervorragend im Nahkampf bestehen.
Mit seiner ultimativen Fähigkeit kann McCree nach ausreichender Wartezeit, welche abhängig von den Lebenspunkten der Gegner ist, alle gegnerischen Helden in seinem Sichtfeld mit einem Schuss ausschalten.
Pharah & Reaper – Spezialisten auf ihrem Gebiet
Nun steigen wir tiefer in die Spezialisierung von DPS-Helden ein. Sowohl Pharah als auch Reaper sind in der richtigen Situation, auf der richtigen Map oder dem richtigen Checkpoint wesentlich effektiver als die traditionellen DPS-Helden wie McCree oder Soldier 76.
Pharah ist in der Lage zu fliegen, nicht dauerhaft und eher sprunghaft mit langsamem Herabschweben. Zudem nutzt sie als Waffe einen Raketenwerfer, welcher wie auch in anderen Spielen wie Quake, Team Fortress 2 oder auch Unreal Tournament funktioniert.
Zusätzlich kann Pharah noch eine Granate abfeuern, welche zwar keinen Schaden anrichtet, aber alle Gegner und Pharah selbst zurückstößt. Sie kann sich damit im Flug auch mit Hilfe von Wänden sehr gut horizontal durch die Map bewegen. Gute Nutzung der Granate macht den Unterschied zwischen normalen Pharah-Spielern und hervorragenden.
Die ultimative Fähigkeit von Pharah kann massiven Schaden anrichten und ein Match auf den Kopf stellen. Pharah wird stationär in der Luft und feuert aus allen Rohren extrem viele Raketen in kurzer Folge ab. Sie ist in diesem Zustand allerdings auch am verwundbarsten.
Pharah ist hervorragend auf Karten wo sich viele Häuser und Klippen anbieten, wo Pharah gut manövrieren kann und aus der Deckung heraus mit der Lufthoheit arbeiten kann.
Reaper hingegen ist der perfekte Nahkämpfer. Zwei große Schrotflinten machen ihn zum Alptraum, sollte man ihm im Nahkampf begegnen. Mit wachsender Entfernung zum Ziel wird Reaper allerdings weniger effektiv, gute Positionierung ist daher unabdinglich.
Um sich entsprechend zu positionieren, hat Reaper die Fähigkeit sich an jeden sichtbaren Ort innerhalb einer bestimmten Entfernung zu teleportieren. Er kann viele Punkte auf der Map erreichen, die sonst nur Pharah oder andere extrem mobile Charaktere erreichen können.
Sollte Reaper dennoch mal in Schwierigkeiten geraten, kann er kurzzeitig untreffbar werden, allerdings selbst auch nicht angreifen. Er kann sich allerdings frei bewegen und die Energiekugeln, welche gefallene Gegner fallen lassen, aufheben, um sich zu heilen.
Seine Ultimative Fähigkeit kann ähnlich wie Pharah einen Teamfight im Alleingang entscheiden. Reaper dreht sich und richtet in einem Radius um sich enormen Schaden an. Ohne richtige Koordination im Gegnerteam kann dies zum Ausschalten der gesamten Opposition führen.
DPS auf Abwegen – Schaden vom Flügelspieler
Die Einzelkämpfer, Solo-Artisten und Wanderer abseits der Hauptwege werden sich in den Schuhen von Tracer oder Genji am wohlsten fühlen. Beide haben extreme Mobilität und können viel Schaden anrichten, wenn man sie unbeachtet lässt. Allerdings haben beide relativ niedrige Lebenspunkte und müssen vorsichtig agieren.
Tracer hat zwei Pulspistolen, welche im Prinzip ähnlich wie das Pulsgewehr von Soldier funktionieren, allerdings haben sie eine enorme Feuerrate und sind am effektivsten auf mittlere und nahe Distanzen.
Sie kann mit Hilfe ihres Zeit-Manipulators kurze Sprünge in alle Richtungen machen, von welchen sie maximal drei auf Lager hat und in kurzen Zeitabständen Ladungen regeneriert. Sollte wirklich mal alles schiefgehen, kann sie in der Zeit zurückspringen, was auch ihre Lebenspunkte auf den Stand in der Vergangenheit setzt.
Obwohl Tracer sehr niedrige Lebenspunkte hat ist sie extrem schwer auszuschalten. Durch ihre hohe Bewegungsgeschwindigkeit und die ständigen Sprünge ist es sehr schwer sie überhaupt zu treffen. Sollte Tracer allerdings einen Treffer einstecken, kann das oft ihr Ende sein.
Ihre ultimative Fähigkeit ist die Pulsbombe, welche sie auf kurze Distanz wirft und am Gegner kleben bleiben kann. Sie richtet viel Schaden an, hat allerdings einen relativ kleinen Detonationsradius, ist also auch entsprechend schwer einzusetzen.
Genji ist ein einzigartiger Held. Er verfügt über Wurfsterne und zwei Schwerter, wovon er eins nur während seiner ultimativen Fähigkeit nutzen kann. Seine primären Angriffe sind seine Wurfsterne, welche wegen ihrer langsameren Fluggeschwindigkeit vorrausschauend geworfen werden müssen.
Der Ninja verfügt über hervorragende Mobilität, kann unter anderem an Wänden klettern, in der Luft erneut springen und mit seinem Schwert vorwärtsspringen und Schaden anrichten. Diese Mobilität erlaubt es ihm, sich quer durch die Map zu bewegen und von vielen verschiedenen Punkten anzugreifen.
Zudem verfügt Genji über die Fähigkeit jegliches feindliche Projektil zu reflektieren. Dies schließt ultimative Fähigkeiten ein, so kann Genji beispielsweise eine Pulsbombe von Tracer auf diese zurückwerfen, wenn er das entsprechende Timing hat.
Mit seinem Ultimate zieht Genji sein großes Schwert und kann enormen Schaden anrichten, insbesondere Ziele mit wenig Lebenspunkten sind dem Ninja schutzlos ausgeliefert. Vor allem mit der Fähigkeit seinen Schwertsprung nach einer Eliminierung erneut zu benutzen, wird Genji zum Alptraum eines jeden Teams.
Andere Helden in DPS-Funktion
Neben den sechs genannten Helden gibt es noch andere, welche die DPS-Rolle in bestimmten Situationen füllen können, allerdings weniger verbreitet sind. Beispielsweise der Bogenschütze Hanzo, der Granatenwerfer-Freak Junkrat werden gelegentlich in passenden Situationen eingesetzt.
Auch Helden wie Mei, Bastion und Torbjörn können insbesondere in defensiver Funktion als DPS nützlich sein. Tanks wie Zarya oder Roadhog können einen vollwertigen DPS-Helden nicht ersetzen, richten allerdings selbst schon viel Schaden an.
Overwatch ist ein Spiel mit enormer Vielfallt und man muss immer überlegen, was für einen selbst und das Team in verschiedenen Situationen am besten funktioniert.
