Verena Hubertz ist Gründerin des Start-Ups Kitchen Stories. Kitchen Stories ist eine videobasierte Food-Plattform mit täglichen hochwertigen Rezeptvideos und Step-by-Step Bildern, die auf sämtlichen Devices verfügbar ist und seit dem Launch 2014 über 15 Millionen mal heruntergeladen wurde. Inzwischen ist sogar Apple-Chef Tim Cook Fan und kam schon persönlich im Kitchen Stories Studio vorbei.
Wir sprechen über die Rolle der Passion beim Gründen, darüber wie es sich anfühlt, eine Mail von Tim Cook zu bekommen und warum jeder neue Mitarbeiter zu Beginn einmal von den beiden Gründerinnen zum Essen ausgeführt wird.
Hört hier den Podcast "Red Bull Sparks" mit Verena Hubertz von Kitchen Stories:
Red Bull Sparks stellt erfolgreiche Unternehmer vor - aus der Welt von Red Bull und darüber hinaus. Der Podcast rekonstruiert die magischen Momente, die einen entscheidenden Einfluss auf den Erfolg ihrer Karrieren hatten. Hier auf iTunes, Spotify oder Soundcloud abonnieren.
6 Dinge, die wir von Verena Hubertz gelernt haben
1. ...dass es manchmal alles anders kommt, als geplant
Ursprünglich wollte Verena mit ihrer Kitchen-Stories-Mitgründerin Mengting Gao und einem Freund eine Burrito-Kette gründen – das stellte sich aber doch nicht als das Richtige heraus. Die Idee für Kitchen Stories kam ihnen dann eher zufällig.
2. ...dass rationale Herangehensweise nicht reicht – eine Idee muss dich umhauen
Nachdem der Plan für die Burrito-Kette verworfen war, stand für Verena und ihre Freundin fest, dass sie trotzdem gern gemeinsam etwas gründen würden. Sie überlegten und suchten nach einem Bereich – die zündende Idee kam ihnen aber erst, als sie ganz zufällig auf ein Thema, stießen, das ihnen wirklich am Herzen liegt.
3. ...dass Leidenschaft für die Idee wichtiger ist als ein ideales Business-Modell
Verena erzählt, dass Kitchen Stories eine absolute Leidenschafts-Gründung war, obwohl es rational betrachtet definitiv nicht das einfachste Businessmodell war.
Das war ein ganz wichtiger Moment: So viele Leute sagen immer: Hätte, könnte, wäre, man müsste mal und ich probiere das mal ein bisschen nebenbei, aber du brauchst halt um sowas hinzubekommen 130 Prozent. Und das geht nicht so ein bisschen nebenher.
4. ...dass man nicht aufgeben darf, wenn es nicht von Anfang an läuft
Nachdem die Idee für Kitchen Stories feststand, gab es Startschwierigkeiten, weil Verena und ihre Mitgründerin anfangs keine investoren fanden. Sie haben zwar gezweifelt, aber trotzdem weiterhin daran geglaubt, dass das Produkt seine Daseinsberechtigung hat und erfolgreich werden kann.
Wir haben einfach total daran geglaubt, dass das Produkt seine Daseinsberechtigung hat und dass wir ein viel, viel besseres Produkt bauen können.
5. ...dass man es manchmal einfach durchziehen und auch ein Risiko eingehen muss
Als sich nach mehreren Monaten noch immer kein Investor fand, beschlossen Verena und ihre Mitgründerin, selbst das nötige Geld zusammenzukratzen, liehen sich Geld bei Freunden und Familie, verkauften ihr Auto und ermöglichten sich somit selbst den Launch der App.
6. ...dass es gut ist, mit guten Freunden zu gründen
Verena und ihre Mitgründerin und Freundin Mengting verstehen sich noch immer sehr gut und profitieren davon, sich im stressigen Unternehmensalltag gegenseitig motivieren zu können.