Fußball

Mission Champions League: Das sind die drei Gruppengegner von RB Leipzig

© GEPA pictures
Autor: Christian Knoth
Benfica Lissabon, Olympique Lyon und Zenit St. Petersburg: Kurz vor dem Start der CL-Gruppenphase stellen wir die Kontrahenten der Roten Bullen vor.
Nach dem fantastischen Start in die neue Bundesliga-Saison beginnt für RB Leipzig am 17. September die Champions-League-Gruppenphase. Die Roten Bullen treten in Gruppe G an, Gegner sind Benfica Lissabon aus Portugal, Olympique Lyon aus Frankreich und der russische Klub Zenit St. Petersburg. Kurz vor dem Auftakt in die zweite Königsklassen-Saison der Vereinsgeschichte stellen wir die Kontrahenten des Teams von RBL-Trainer Julian Nagelsmann vor.

Benfica Lissabon - Rekordmeister und zweifacher CL-Sieger

Mit der Auswärtspartie bei Benfica Lissabon am kommenden Dienstag, 21 Uhr, geht die Mission Champions League los. Der portugiesische Rekordmeister (37 Titel) ist Dauergast in der Königsklasse, seit der Saison 2009/10 wurde Benfica in der portugiesischen Liga NOS immer mindestens Vizemeister. In fünf der letzten sechs Spielzeiten sicherte sich der Hauptstadtklub den Titel. Die letzte Saison beendete Benfica mit 87 Punkten auf Platz eins - nie zuvor hatten die Rot-Weißen mehr Zähler geholt. Auch international verbuchte Benfica schon große Erfolge. 1961 und 1962 triumphierten die Portugiesen im Europapokal der Landesmeister, dem Vorgängerwettbewerb der Champions League.
Star der aktuellen Mannschaft von Benfica-Trainer Bruno Lage ist Mittelfeldakteur Pizzi. Der portugiesische Nationalspieler war in der vergangenen Saison mit 19 Assists der beste Vorlagengeber in den europäischen Ligen. Zudem gelangen ihm 13 Tore. Jetzt steht Pizzi nach vier Spieltagen schon wieder bei vier Toren und fünf Vorbereitungen. Auf ihn gilt es in den Duellen mit Benfica Lissabon also aufzupassen. Mit Torjäger Haris Seferovic (letzte Saison 23 Treffer) gehört außerdem ein Ex-Bundesligaspieler zu den Leistungsträgern. Der Schweizer Nationalspieler kickte von 2014 bis 2017 für Eintracht Frankfurt. Top-Talent Joao Felix, der schon von vielen Fußballbegeisterten als der nächste Weltfußballer gehandelt wird, steht dagegen nicht mehr bei seinem Ausbildungsklub unter Vertrag. Der 19-jährige Shootingstar wechselte im Sommer für 126 Mio. Euro zu Atletico Madrid nach Spanien.
  • Hinspiel in Lissabon: Dienstag, 17. September, 21 Uhr
  • Rückspiel in Leipzig: Mittwoch, 27. November, 21 Uhr

Olympique Lyon - Titelsehnsucht seit 2013

In den ersten acht Jahren nach der Jahrtausendwende war Olympique Lyon das absolute Nonplusultra der französischen Ligue 1. Von 2000 bis 2008 wurde „OL“ ununterbrochen Meister. Danach folgte allerdings keine Meisterschaft mehr. Den letzten Titel holte Lyon in der Saison 2012/13 im französischen Su-perpokal. Die zurückliegende Saison in der Ligue 1 beendete Olympique hinter Paris Saint-Germain und dem OSC Lille auf Platz drei. International wartet Lyon noch auf den ersten großen Erfolg.
Die jetzige Mannschaft des Teams aus dem Weltmeisterland verfügt über eine große individuelle Qualität. Herauszuheben sind vor allem der niederländische Dribbelkünstler Memphis Depay, Eigengewächs und Top-Talent Houssem Aouar und Stürmer Moussa Dembélé. Besonders der 25-jährige Depay ist für starke Einzelleistungen bekannt.
  • Hinspiel in Leipzig: Mittwoch, 2. Oktober, 21 Uhr
  • Rückspiel in Lyon: Dienstag, 10. Dezember, 21 Uhr
Timo Werner befindet sich in Top-Form.
Timo Werner befindet sich in Top-Form.

Zenit St. Petersburg - Einstiger Bayern-Schreck im UEFA Cup

Wie Benfica Lissabon ist auch Zenit St. Petersburg aktueller Meister. Für die Russen war es der fünfte Titel in der Premjer-Liga. Größter internationaler Erfolg der Vereinsgeschichte war 2008 der Gewinn des UEFA Cups (heute Europa League). Im Halbfinale hatte St. Petersburg damals den deutschen Rekordmeister FC Bayern München aus dem Wettbewerb gekegelt (1:1/4:0). Im Endspiel gegen die Glasgow Rangers aus Schottland gab es einen 2:0-Sieg.
Top-Neuzugang im Sommer war Malcom vom FC Barcelona. Der 22-jährige Nationalspieler Brasiliens konnte sich in St. Petersburg aber noch kaum beweisen, weil er mit Hüftproblemen zu kämpfen hat. Seit Mitte August fällt er aus, erst Ende September kehrt er wohl zurück in den Kader. Kapitän von Zenit ist mit Branislav Ivanovic ein Champions League-Sieger von 2012. Mit dem englischen Spitzenklub FC Chelsea setzte er sich im ehrwürdigen „Finale dahoam“ bei Bayern München 4:3 im Elfmeterschießen durch. Seit 2017 kickt der zweimalige serbische Fußballer des Jahres (2012 und 2013) für St. Petersburg.
  • Hinspiel in Leipzig: Mittwoch, 23. Oktober, 18.55 Uhr
  • Rückspiel in St. Petersburg: Dienstag, 5. November, 18.55 Uhr

Das Ziel ist klar: Erstmaliger Einzug in die K.o.-Phase!

Fakt ist: Die Gruppe G ist sicher keine einfache, aber eine machbare Gruppe für RB Leipzig. Der Anspruch der Roten Bullen ist auf jeden Fall der Einzug in die K.o.-Phase der Königsklasse. In der ersten Champions League-Saison der Vereinsgeschichte (2017/18) hatte RBL das nicht geschafft. Auch damals waren die Leipziger in Gruppe G, die Gegner hießen Besiktas Istanbul (Türkei), FC Porto (Portugal) und AS Monaco (Frankreich). Mit sieben Zählern landeten die Bullen auf Platz drei und es ging in der Europas League weiter. Dort marschierte Leipzig bis ins Viertelfinale, gegen den späteren Finalisten Olympique Marseille aus Frankreich war dann Schluss (1:0/2:5).
Jetzt soll es aber nicht in der Europa League, sondern in der Königsklasse weit gehen. Und die Chancen dafür stehen nicht schlecht. RB Leipzig hat sich weiterentwickelt, ist stärker denn je und befindet sich in bestechender Verfassung. Lasset die Mission Champions League beginnen!