Dominik Kaiser
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Fußball

Der Durchmarschierer (2/3): Käpt’n Kaiser mit 3 Aufstiegen in 4 Jahren

Zum Abschied von Kapitän Dominik Kaiser blicken wir gemeinsam mit ihm auf seine sechs unglaublich erfolgreichen Jahre bei RB Leipzig zurück. Angefangen hat alles in der 4. Liga.
Von: Christian Knoth
4 min readPublished on
Mit dem offiziellen Abschiedsspiel für Dominik Kaiser endete eine Ära. Exakt 26.424 Fans verabschiedeten beim „Kaiserball“ den langjährigen Kapitän von RB Leipzig, der seit 2012 für die Roten Bullen am Ball ist und nun nach sechs fantastischen Jahren den Verein verlässt. Als Kaiser nach Leipzig kam, kickte RBL noch in der viertklassigen Regionalliga Nordost. Jetzt spielen die Bullen zum zweiten Mal in Folge international.
Zum Abschluss seiner grandiosen Reise blicken wir gemeinsam mit „Durchmarschierer“ Kaiser auf seinen Weg zurück, der vom Amateurfußball bis in die Champions League führte.

Durchmarsch in die 2. Liga

Nachdem Kaiser mit RB Leipzig in der viertklassigen Regionalliga Nordost direkt im ersten Jahr den Sprung in den Profifußball realisieren konnte, setzte sich die Erfolgsstory auch in der 3. Liga fort. Als Vizemeister hinter dem punktgleichen 1. FC Heidenheim schaffte RBL souverän den Durchmarsch von der 4. Liga bis in die 2. Bundesliga. „Dass wir so schnell in die 2. Bundesliga aufsteigen, war sicher nicht absehbar und alles andere als selbstverständlich. Das war ein großartiger Erfolg“, stellt Kaiser klar.
Großer Jubel nach dem Aufstieg in die 2. Bundesliga

Großer Jubel nach dem Aufstieg in die 2. Bundesliga

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In der 2. Liga übernahm der Rechtsfuß dann noch mehr Verantwortung. Kaiser wurde im Laufe der Saison 2014/15 Kapitän und beerbte damit Angreifer Daniel Frahn, der von 2010 bis 2015 die Schuhe für die Roten Bullen schnürte. Seit Januar 2016 kickt er nun für den aktuellen Drittliga-Absteiger Chemnitzer FC. „Von Daniel konnte ich viel lernen. Auch dank ihm hatte ich es nicht schwer, in die Rolle des Spielführers zu schlüpfen“, erklärt Kaiser, der betont: „Ich war von Beginn an sehr gerne Kapitän. Bis zum Schluss hat es mich mit Stolz erfüllt, Kapitän dieser erfolgreichen Mannschaft zu sein.“
Damals noch Kapitän in der 2. Bundesliga: Dominik Kaiser.

Damals noch Kapitän in der 2. Bundesliga: Dominik Kaiser.

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„Gemerkt, dass der Erfolg nicht automatisch kommt“

Mit einem erneuten Aufstieg klappte es in der 2. Liga aber vorerst nicht. Die erste Zweitliga-Saison beendete Leipzig auf dem fünften Platz. „In dieser Spielzeit haben wir gemerkt, dass der Erfolg nicht automatisch kommt, sondern wir ihn uns hart erarbeiten müssen. Vor allem in der Rückserie mussten wir ein paar unnötige Niederlagen einstecken. Das hat uns den Aufstieg gekostet“, erklärt der Kapitän, der die Saison aber nicht negativ bewertet: „Wir sind als Mannschaft gereift und haben wichtige Erfahrungen gesammelt. Man kann von einem Team auch nicht erwarten, dreimal in Folge aufzusteigen. Für die darauf folgende Saison war das Ziel aber klar: Wir wollten unbedingt hoch.“
Und dieses Ziel erreichten die Bullen dann auch. Als Vizemeister hinter dem SC Freiburg gelang RBL der Aufstieg in die 1. Bundesliga. Innerhalb von vier Jahren stieg Kaiser mit RBL also von der 4. Liga bis ins Oberhaus auf. Wahnsinn! „Der Bundesliga-Aufstieg war etwas ganz Besonderes - sowohl für den Verein als auch für die Stadt Leipzig. Auf dem Leipziger Rathaus-Balkon zu stehen und mit 25.000 Fans zu feiern, hat bei vielen von uns Spielern für Gänsehaut gesorgt“, erinnert sich Kaiser an einen der wohl emotionalsten Momente seiner Zeit bei RBL. Die Gegner der Roten Bullen sollten von nun an also Bayern München, Borussia Dortmund, Schalke 04 & Co. heißen.
Leipzig hat es geschafft und spielt erstklassig!

Leipzig hat es geschafft und spielt erstklassig!

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Das Erfolgsgeheimnis von RB Leipzig

Der Weg von RB Leipzig führte in den letzten Jahren stetig nach oben. Und nicht nur die Ergebnisse stimmen. Auch die Art, wie RBL Fußball spielt, begeistert. Leipzig ist bekannt für attraktiven Offensivfußball. Aber wie war es möglich, einen Verein in einer so kurzen Zeit aus dem Amateurfußball bis in die höchste Spielklasse zu führen?
Kaiser glaubt, dass der Erfolg mehrere Gründe hat: „Erst einmal war die Installation von Ralf Rangnick als Sportdirektor die richtige Entscheidung. Er hat die Mannschaft hervorragend entwickelt und - wenn es notwendig war - umgebaut, um den neuen Ansprüchen zu genügen. Hinzu kommt, dass die Professionalisierung in Leipzig Jahr für Jahr vorangetrieben wird. Der Bau des neuen Trainingszentrums war beispielsweise ein wichtiger Baustein. Insgesamt hat man bei RBL überragende Möglichkeiten, um sich als Fußballer weiterzuentwickeln - sowohl im Nachwuchs als auch im Profibereich. Einen großen Anteil am Erfolg haben außerdem die Fans. Eine so lautstarke Zuschauer-Unterstützung pusht einen ungemein.“
Macher und Denker bei RB Leipzig: Ralf Rangnick.

Macher und Denker bei RB Leipzig: Ralf Rangnick.

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Im dritten und letzten Teil unserer Storyserie lest ihr, wie Dominik Kaiser mit RB Leipzig in der 1. Bundesliga sofort durchgestartet ist und wie er sich gefühlt hat, als er erstmals in einem Champions League-Spiel zum Einsatz kam. Der „Durchmarschierer“ erzählt außerdem von seinen letzten Begegnungen im RBL-Trikot und gibt einen Ausblick auf seine Zukunft, in der er möglicherweise irgendwann nach Leipzig zurückkehrt.

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