Das RB Leipzig-Trio Mohamed Simakan, Xavi Simons und Lois Openda nach dem Sieg gegen den SC Freiburg.
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Fußball

Umbruch, Aufbruch, Durchbruch? Die Journey der Roten Bullen 2023/24

Routiniers bringen Stabilität zurück und Flashback-Alarm in der Königsklasse. Hier gibt es regelmäßige Updates und Side-Facts zu allen vier Wettbewerben.
Autor: Dominik Sander
4 min readaktualisiert am
Die Roten Bullen stürmen los. In ein Jahr des Umbruchs, welcher sich nicht allein an der Zahl der Neuzugänge messen lässt. Die Kapitänsbinde wechselte ihren Besitzer (check das Portrait über Neu-Kapitän Willi Orban) und auch bei der Wahl des Trainingslagers ging der zweimalige DFB-Pokalsieger ganz neue Wege. Geschwitzt, getestet und auch geklettert wurde in Bruneck.
Das Südtiroler Alpenpanorama als Kraftquelle für eine intensive Saison mit zahlreichen englischen Wochen? Über die vergangenen drei Spielzeiten absolvierten Willi Orban, Emil Forsberg und Co. im Schnitt 50 Pflichtspiele. Oder in Minuten gerechnet: Zwischen 4320 und 4860!
Gesplittet auf die vier Wettbewerbe erfährst du hier alles über Ziele und den Saisonverlauf von RB Leipzig - garniert mit spannenden Side-Facts!
01

Supercup

Die Mannschaft von RB Leipzig feiert den Supercup in den Katakomben der Allianz Arena.

Bullen-Express: Lois Openda und Co. fahren den Supercup durch das Stadion.

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Die Saison 2023/24 begann für das Team von Marco Rose so wie die alte Spielzeit endete: Mit einer Titel-Sause! Exakt 70 Tage lagen zwischen dem DFB-Pokal-Finale (2:0 gegen Eintracht Frankfurt) und einem 3:0-Erfolg beim FC Bayern München, der den Leipzigern den nunmehr dritten Pokal in der Vereinsgeschichte beschert hat.
In die vermeintlich für Harry Kane reservierte Hauptrolle im DFL Supercup schlüpfte Dani Olmo. Blitz-Tor nach 180 Sekunden, Zungenschnalzer-Moment zum 2:0 vor der Pause und ein sicher verwandelter Elfmeter danach - Hattrick complete! Damit zauberte sich „El Mago“ in einen erlauchten Kreis von nur drei Spielern, die dreimal in einer Partie in der Münchner Arena einnetzen konnten.
02

Bundesliga

Benjamin Sesko von RB Leipzig bejubelt sein Tor zum 1:0 gegen Union Berlin.

Air Sesko: Der Sturm-Bulle schraubt sich in die fünfte Etage!

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Eine Top 4-Platzierung zur Winterpause sowie die steilen Entwicklungskurven von Neuzugängen wie Loïs Openda oder Xavi Simons sorgen für harmonische Christmas-Tage. „Auf unsere Art und weiter wachsen und maximal erfolgreich sein“, legte RBL-Coach Marco Rose seinen Spielern als Wunsch unter den Baum. Die Durststrecke zu Beginn der Restrunde konterte der 47-Jährige wiederum mit geballter Erfahrung.
Beim Startelf-Comeback von Kapitän Willi Orban nach 146 (!) Tagen und der Rückkehr von Routinier Peter Gulacsi zwischen die RBL-Pfosten fuhr die Rose-Elf gegen den 1. FC Union Berlin (2:0) den ersten Sieg nach dem Jahreswechsel ein. Sowohl bei offensiven Standards als auch hinten, wo erstmals seit Ende Oktober wieder die Null stand, war Orbans Impact auf das weiter im Umbruch befindlich Team spürbar.
Es war für Pete im Tor und alle wichtig, zu Null zu spielen, damit wir diese Gier zu verteidigen wieder reinkriegen."
Kapitän Willi Orban
Die Ü30-Achse um Gulacsi/Orban/Kampl soll den Roten Bullen die nötige Stabilität für die drei weiteren drei Liga-Partien im Februar verleihen. Bestenfalls gelingt es, bis zum Topspiel gegen den FC Bayern München (24. Februar) ein neues Momentum zu kreieren. Und wer weiß? Vielleicht war der artistische Rabona-Assist von Dani Olmo - das 3:0 wurde per VAR zurückgekommen - schon ein Indiz für eine baldige Rückkehr zur spielerischen Leichtigkeit in Leipzig.
03

DFB-Pokal

Die Spieler von RB Leipzig kommen aus den Stadion-Katakomben auf den Rasen,

13 Siege am Stück: Der DFB-Pokal ist der Leipziger Lieblingswettbewerb

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Im Zuge des Supercups starteten die Roten Bullen erst Ende September in ihren Lieblingswettbewerb (zur Pokal-Doku mit Willi Orban und Dani Olmo). Seit der ersten Teilnahme am DFB-Pokal in der Saison 2011/12 blicken die Sachsen nunmehr auf 30 (!) Siege zurück. Den Großteil davon zwischen den Pfosten stand: Peter Gulacsi!
Mit dem Comeback in Runde 1 (3:2 beim Zweitligisten SV Wehen Wiesbaden) endete eine 357-tägige Leidenszeit für den nach einem Kreuzbandriss wiedergenesenen RBL-Keeper. Das Abo-Ticket für Berlin lief wiederum aus, nachdem Gulacsi und Co. in einem rassigen Pokal-Fight beim VfL Wolfsburg (0:1) den Kürzeren gezogen hatten.
Peter Gulacsi beim Warm Up vor dem DFB-Pokalspiel von RB Leipzig beim SV Wehen Wiesbaden.

Guess who's back? Peter Gulacsi feierte sein Comeback im DFB-Pokal.

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Nach so einer schweren Zeit mit all den Komplikationen wieder auf dem Platz zu stehen, ist nicht selbstverständlich.
Peter Gulacsi
04

Champions League

David Raum von RB Leipzig im Duell mit Asensio.

Rauschende Nacht reloaded? David Raum und Co. treffen auf Real Madrid.

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Die Champions League-Hymne gehört auch in der Saison 2023/24 wieder zur Playlist in der Red Bull Arena. Mit dem feinen Unterschied, dass Xavi Simons und Co. diesmal auf den Fast Forward-Button hämmerten. 3:1-Auftaktsieg bei den Young Boys Bern und anschließend sechs von neun möglichen Punkten aus den Duellen mit Manchester City sowie Roter Stern Belgrad - und zack Achtelfinal-Ticket gelöst!
Schneller als bei allen vorherigen sechs CL-Teilnahmen stürmten die Leipziger in die K.o.-Phase der Königsklasse. Wunschgegner nach Platz zwei in der Gruppe G? Ginge es nach RBL-Stürmer Yussuf Poulsen, dann der FC Barcelona. Fast richtig: „Losfee“ John Terry schickt die Rose-Elf tatsächlich nach Spanien, allerdings ins Santiago Bernabéu nach Madrid. Diverse Flashbacks begleiten RBL in die beiden Duellen mit den „Königlichen“.
Zum einen die Gruppenphase der Saison 2022/23, als die Roten Bullen vor heimischer Kulisse den damaligen Henkelpott-Sieger (3:2) entzaubert hatten. 476 Tage später kommt es zur Neuauflage inklusive „Hey Jude“-Vibes für den RBL-Trainer. Jude Bellingham und RBL-Coach Rose - nach gemeinsamer Zeit in Dortmund stehen sie sich vermutlich im Rückspiel im Santiago Bernabéu als Gegner gegenüber.
1. Spieltag: 3:1 bei Young Boys Bern
2. Spieltag: 1:3 gegen Manchester City
3. Spieltag: 3:1 gegen Roter Stern Belgrad
4. Spieltag: 2:1 bei Roter Stern Belgrad
5. Spieltag: 2:3 bei Manchester City
6. Spieltag: 3:1 gegen Young Boys Bern
Achtelfinale: Real Madrid (0:1/6.März)