„Mittlerweile denken wir nur mehr global und skalierbar“

© Red Bull Basement University
Think bigger – die ganze Welt statt nur DACH-Region: Im Interview spricht Audvice-CEO Sophie Bolzer über ihr Start-up, den Push durch Red Bull Basement und den Global Workshop in Toronto.
Autor: Günter Baumgartnerveröffentlicht am
Hi Sophie, ihr habt euch im letzten Jahr mit einem einminütigen Video bei Red Bull Basement beworben, wurdet in Österreich zum nationalen Gewinner und nach dem Zusammentreffen mit Startups aus 24 Ländern in Toronto sogar zum globalen Gewinner gekürt. Wie geht's dir – wie geht's deinem Startup "Audvice"?
Sophie Bolzer: Es hat sich seither unglaublich viel getan und wir laufen auf Hochtouren. Das haben wir vor allem der Aufmerksamkeit und dem Echo zu verdanken, das wir durch Red Bull Basement bekommen haben. Daher ist es natürlich ab und an ein bisschen viel Druck und Stress, aber erst dann habe ich das Gefühl ich blühe auf. Das soll heißen, mir geht’s bestens.
Entrepreneurship · 1 Min
Austrian Start-up Audvice at Red Bull Basement University
Wer Audivce noch nicht kennt – mach für uns mal deinen "Elevator Pitch".
Sophie Bolzer: (lacht) Der klingt zwar auf Englisch ehrlicherweise besser, aber in Deutsch haben wir den natürlich auch drauf: Kein Tool macht es so einfach wie Audvice, Wissen im Unternehmen zu halten und zu verbreiten, und zwar mit Audio. Wir haben das erste Audio Trainingstool entwickelt, das das Beste aus Spotify und Voice Recording vereint. So bleibt endlich Zeit für die wirklich wichtigen Inhalte, die man sich als Playlists und Tracks anhört.
Ihr wart nicht nur "Part of the Game", sondern habt den Startup-Wettbewerbung beim Global Workshop in Toronto gewonnen. Habt ihr euch insgesamt gute Chancen ausgerechnet oder kam das alles ganz überraschend?
Sophie Bolzer: Wir haben uns definitiv gute Chancen ausgerechnet und sind sehr ambitioniert in den Wettbewerb gestartet. Ich kann mich erinnern, dass ich meinen Eltern erzählt habe, ich flieg nach Toronto um zu gewinnen. Ich bin normal sehr vorsichtig mit solchen Aussagen, aber wenn ich das Gefühl habe, es ist realistisch, dann treffe ich die ganz bewusst. Und zwar vor allem, damit ich mir selbst Druck aufbaue, um mein Bestes zu geben und auf Angriff zu gehen. Ob’s dann was wird, ist nebensächlich. Hauptsache ich weiß für mich selbst, dass ich alles gegeben habe und keine Chance verstreichen hab lassen.
„Wir haben das erste Audio Trainingstool entwickelt, das das Beste aus Spotify und Voice Recording vereint.“
Sophie Bolzer, Audvice-Gründerin
So war’s auch als wir in Toronto waren. Für uns ging’s darum, das allerbeste draus zu machen. Dass wir gewonnen haben war dann natürlich das Tüpfelchen auf dem i. Ich kann mich erinnern, dass wir nach dem ersten Pitch eigentlich schon sehr zufrieden mit unserer Leistung waren. Wir waren erleichtert, haben geschmunzelt und beschlossen wir sind auch vollkommen happy, wenn wir nicht gewinnen. Vor allem weil wir es jedem anderen Team dort auch vergönnt hätten, die sich natürlich genauso reingehängt haben wie wir.
Red Bull Basement University Global Workshop Toronto
Red Bull Basement University Global Workshop Toronto
Was waren die wichtigsten Learnings aus dem Red Bull Basement Mentoring-Programm?
Sophie Bolzer: Wir hatten die Möglichkeiten mit Managern und Experten zu reden und Feedback zu bekommen, zu denen wir sonst nie Zugang gehabt hätten. Das hat uns wahnsinnig geholfen und uns Einblicke gegeben, die wir auf Google sicherlich nicht bekommen hätten. Schlussendlich hat uns das dazu bewegt, unser Geschäftsmodell zu überarbeiten und unser Produktkonzept anzupassen, um einen Schritt weiter zu gehen und aus der Studierendenplattform eine Audio-Trainingslösung für Unternehmen anzubieten.
„Red Bull Basement war für uns ein kleines Abenteuer, das außerdem sehr zusammengeschweißt hat.“
Sophie Bolzer, Audvice CEO
Wenn du auf die vergangenen Monate zurückblickst – wie sich euer Startup, wie habt ihr euch als Startup-Crew weiterentwickelt?
Sophie Bolzer: Die Teammitglieder sind zwar fast immer noch dieselben, aber mittlerweile mit noch einer Spur mehr Ambition, Motivation und einem weit größeren Horizont. Vor Red Bull Basement haben wir an Österreich, Deutschland, vielleicht ein bisschen Europa gedacht. Mittlerweile denken wir nur mehr global und skalierbar. Red Bull Basement war für uns ein kleines Abenteuer, das außerdem sehr zusammengeschweißt hat. Nicht nur als Team, sondern vor allem auch als Freunde.
Mit vielen neuen Inputs und Eindrücken ging es retour nach Österreich
Mit vielen neuen Inputs und Eindrücken ging es retour nach Österreich
Und zum Abschluss die wichtigste Frage: Würdest du dich wieder bewerben?
Sophie Bolzer: Definitiv JA. Ich habe schon gefragt, wir dürfen leider nicht mehr! Aber umso mehr freut es mich, dass wir den Teilnehmern heuer als Mentoren zur Seite stehen dürfen.
Danke dir Sophie, dass du uns Einblicke in eure vergangenen Monate gegeben hast und wir sind glaube ich alle gemeinsam schon sehr gespannt, welche österreichischen Projekte und Ideen dieses Jahr bei Red Bull Basement ab September 2020 gepitched werden und sein Ticket zum Global Final 2021 löst.