Red Bull Basement Bewerbungstipps

© Audvice
Wie bewerbe ich mich richtig für Red Bull Basement? Oder: Wie kann ich meine Start-up Welt mit einem Kurzvideo über meine Geschäftsidee auf den Kopf stellen? Sophie Bolzer verrät ihre Tipps!
Autor: Günter Baumgartnerveröffentlicht am
Hallo Sophie, du hast dich 2019 mit deinem Startup "Audvice" bei Red Bull Basement beworben. Anschließend hast du dich gegen zahlreiche andere Startups in Österreich durchgesetzt und dir dein Ticket für den International Workshop in Toronto gesichert. Gibt es für eure "Nachfolger" Tipps, worauf sie bei ihrer Bewerbung achten sollten?
Sophie Bolzer: Wichtig ist, dass die Leute schnell verstehen, was eure Idee ist. Daher versucht sie so einfach wie möglich zu beschreiben. Die Kunst dabei ist, dass sie natürlich trotzdem interessant und nicht banal wirkt. Daher hilft es vielleicht die komplexeren Gedanken dazu nur anzuschneiden aber nicht auszuführen, quasi als kleiner Vorgeschmack.
Red Bull Basement University als perfekte Networking-Area
Red Bull Basement University als perfekte Networking-Area
Idee vs. Präsentation: Wie wichtig ist das Vorstellungs-Video – und was darf man auf keinen Fall vernachlässigen?
Sophie Bolzer: Das Wichtigste ist, die Leute mit der Begeisterung für eure Idee anzustecken. Das ist das Um und Auf für euer Vorstellungsvideo. Wenn ihr das schafft, eure Leidenschaft und Motivation vor die Kamera zu bringen, dann ist schon viel erreicht. Denn schlussendlich geht es nicht nur um die Idee, sondern auch um den Gründer bzw. das Gründer-Team, die der Idee Leben einhauchen.
"Das Wichtigste ist, die Leute mit der Begeisterung für eure Idee anzustecken."
Sophie Bolzer, Audvice-Gründerin
Für welche Art von Startups ist Red Bull Basement in deinen Augen die perfekte Plattform?
Sophie Bolzer: Für Startups, die Nachhaltigkeit und Social Impact Groß schreiben, aber trotzdem die Vision haben, ein funktionierendes und vor allem skalierbares Geschäftsmodell aufzubauen.
Lerninhalte können direkt in der App aufgenommen und geteilt werden.
Lerninhalte können direkt in der App aufgenommen und geteilt werden.
Wie lange hast du damals überlegt, dich mit Audvice überhaupt zu bewerben?
Sophie Bolzer: Du wirst als Startup tagtäglich mit Möglichkeiten bombardiert, dich irgendwo zu bewerben. Sei es ein Pitch-Wettbewerb, eine Förderung oder ein Networking-Event. Man kann sich leider nicht für alles bewerben, was einem entgegen flattert, denn sonst würde man wohl nichts anderes mehr machen. Daher wählt man irgendwann sehr überlegt aus. Bei Red Bull Basement war uns zuerst noch nicht ganz klar, was für uns drin wäre. Erst nachdem wir von den Student Marketeers gebrieft wurden, was uns erwartet, wenn wir es ins Finale schaffen sollten, waren wir überzeugt, dass sich der Aufwand auszahlt. Und so war es am Ende auch. Ich bin ihnen heute noch dankbar, dass sie uns da den nötigen Push gegeben haben!
Reichen die bereits bestehenden PR-Unterlagen für die Bewerbung oder habt ihr individuelle Unterlagen erstellt?
Sophie Bolzer: Bei uns war die Bewerbung nur ein Video. Einerseits ist es cool, dass man nur ein Video einschicken muss. Andererseits ist das besonders schwierig, weil man seine Idee und warum man dafür brennt, in nur einem einzigen Video so gut rüberbringen muss, dass es jeder innerhalb weniger Augenblicke versteht. Aber was wäre das Startup-Leben ohne Challenges?
Team Austria – Team Audvice
Team Austria – Team Audvice
Wie fällt dein Fazit aus? Hat sich der Aufwand, den ihr in die Bewerbung gesteckt habt, für euch als Startup-Crew ausgezahlt?
Sophie Bolzer: Ja auf jeden Fall. Das Video hat unserem Team vielleicht einen Tag gekostet – und hätte auch gar nicht so aufwändig sein müssen. Ich würde es jederzeit wieder machen, es war richtig cool und hat uns echt weitergebracht.