Problem X holt sich die Street Fighter V-Trophäe auf dem Kumite Las Vegas
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Red Bull Kumite Las Vegas - Alle Sieger des Fighting Game-Events

Zwei Tage, drei Spiele und unendlich viele, spannende Momente. Red Bull Kumite Las Vegas ist zu Ende. Wir verraten euch, wer die Sieger des aufreibenden Offline-Events sind.
Autor: Matthias Regge (@PrinnyTonic)
5 min readveröffentlicht am
Am 13. und 14. November fand im Caesar’s Palace das Red Bull Kumite Las Vegas statt. Die aktuelle Auflage des renommierten Red Bull-Invitationals bot Spielern die Gelegenheit sich in den Titeln Tekken 7, Guilty Gear Strive und Street Fighter V zu messen. Am Ende konnten allerdings nur drei Spieler an der Spitze stehen. Hier sind die Champions des Red Bull Kumite Las Vegas.

Der Tekken 7-Champion: Gen

Es ist in letzter Zeit etwas ruhiger um das 3D-Fighting Game von Bandai Namco. Umso hungriger waren Tekken-Fans für das packende Pro-Gameplay auf Red Bull Kumite Las Vegas.
Insgesamt stiegen 8 Spieler in den Ring, aus denen sich 4 Spieler in den Finalrunden getroffen haben: JDCR, Knee, SuperAkouma und Gen. Dadurch war eine große Charakter-Vielfalt geboten. Kein Fighter war doppelt zu sehen und unter den gespielten Kämpfern waren Klassiker wie Dragunov und Steve, Gäste wie Akuma und Geese und Newcomer wie Fahkumram und Lidia.
Letztere haben Genki "Gen" Kumisaka letztendlich den Sieg im Turnier gesichert. Er gewann das Grand Final gegen den Steve von Jae-Min "Knee" Bae mit einer Score von 5:3.
Der Franzose Vincent "Super Akouma" Homan war der einzige Europäer und konnte sich mit einer Score von 2-1 aus seiner Vorrunde qualifizieren. In den Semi-Finals musste er sich dann mit einer Score von 4:2 gegen die Lidia von Gen geschlagen geben. Eine Niederlage, die ihn sehr mitgenommen hat. Da das Red Bull Kumite seinen Ursprung in Paris hatte, bedeutet ihm die Event-Reihe sehr viel.

Gobou packt Goldlewis aus

Guilty Gear Strive hatte zum ersten Mal ein echtes Turnier-Bracket auf dem Red Bull Kumite. Zuletzt konnte man vor dem Release des Anime-Fighters bei einigen Exhibition-Matches auf dem Red Bull Kumite London mitfiebern. Dieses mal waren es keine Show-Kämpfe, sondern ein echter Wettbewerb.
Am Ende konnte sich der Japaner Gobou gegen die Konkurrenz durchsetzen. Er besiegte den Gewinner des Last Chance Qualifiers, Tyler "Diaphone" Kusich aus den USA, mit 5:2. Während des Turniers setzte Gobou dabei auf seinen Main-Character Zato-1. Im Grand Final überraschte er allerdings alle mit einer unorthodoxen Entscheidung. Er griff auf den DLC-Kämpfer Goldlewis zurück. Dieser zählt zu den schwächeren Charakteren des Titels. Der Gesichtsausdruck von Gobou zeigt auch ganz klar, dass es ein Ausdruck von Hohn und Spott sein sollte.
Aber auch die übrigen Matches des Turniers waren sehr unterhaltsam. In den Semi-Finals boten Diaphone und sein Mit-Amerikaner, Vineeth "ApologyMan" Meka, ein extrem knappes Set, um den Einzug in das Grand Final. Hier konnte Diaphone sich ein hart erkämpftes 4:3 sichern. ApologyMan ist unter anderem wegen seiner Charakter-Wahl ein Favorit gewesen. Faust zählt zu den schwächsten Kämpfern des Titels und es ist immer aufregend, wenn ein Experte jedes Werkzeug dieser Underdog-Fighter zu nutzen weiß.

Happy Chaos wird der nächste Guilty Gear Strive-DLC

Arc System Works nutze die Bühne des Red Bull Kumite Las Vegas außerdem für eine große Ankündigung. Es wurde der nächste DLC-Kämpfer für Guilty Gear Strive enthüllt. Es handelt sich um Happy Chaos, den Spieler bereits als Schlüsselfigur aus dem Story-Modus kennen.
Der Trailer zeigt leider nur wenig zu den Mechaniken des Charakters, der am 30. November veröffentlicht wird. Daher spekuliert die Community gerade, wie sich der “Gunslinging Broken Messiah” spielen wird. Conent-Creator Maximillian hat den Trailer darum stark kritisiert “Ich finde der Trailer ist schlecht. [...] Ich weiß nicht was in diesem Trailer passiert. [Happy Chaos] bekommt keine Chance irgendwas cooles zu tun. [...] Der Reveal-Trailer sollte alle auf den Charakter heißt machen. Aber dieser hier ist wie die Dragon Ball FighterZ-Trailer. Zu kurz um sich wirklich ein Bild zu machen.”

Problem X bringt die Trophäe nach Europa

Das Main-Event des Red Bull Kumite Las Vegas war allerdings das Street Fighter V-Turnier. Insgesamt 16 Spieler kämpften in vier Vorrunden um den Einzug in das finale Bracket. Am Ende war es der Brite Benjamin "Problem X" Simon der sich gegen die internationale Konkurrenz durchsetzen konnte. Problem X, ein ehemaliger EVO-Champion, konnte zuletzt in der europäischen Szene zahlreiche Siege auf wöchentlichen Events einfahren. Nun konnte er beweisen, dass er nachwievor ein ernstzunehmender Gegner auf internationaler Ebene ist.
Im Grand Final traf Problem X auf den Koreaner Sim "NL" Gun, welchen er mit einer Score von 5:3 besiegen konnte.
Es war aber vor allem das Semi-Final gegen den Amerikaner Derek "iDom" Ruffin, welches das Publikum zum Beben brachte. iDom war zu diesem Zeitpunkt der letzte verbleibende Spieler aus den USA. Die übrigen Spieler aus den Vereinigten Staaten waren bereits ausgeschieden. Christopher "ChrisCCH" Hancock musste zuvor in einem Semi-Final gegen NL die Waffen strecken. Victor "Punk" Woodley wurde bereits in der Runde zuvor von Problem X besiegt.
Für Spieler und Zuschauer war das Red Bull Kumite Las Vegas wieder ein voller Erfolg. Hochkarätige Offline-Duelle zwischen Profis sind aktuell immer noch rar. Ein Event wie dieses, dass so vielen unterschiedliche Spielern eine Bühne bieten konnte war darum ein Geschenk für zahlreiche Fighting Game-Fans. Auch lokal konnten viele Genre-Enthusiasten zusammen kommen und ihre Lieblingsspiele feiern. Nach seiner Niederlage gegen Problem X nutze Punk auch noch einmal die Gelegenheit zu betonen wie wichtig das für die Fighting Game Community ist, und das jeder hier seinen Platz finden kann.